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MUAHAHAHAHA! – Oder auch: Warum ich Antagonisten liebe

Lange, lange, lange habe ich gezögert, diesen Beitrag anzufangen, weil ich einfach nie wusste, was ich denn eigentlich dazu zu sagen habe.

Aber nun weiß ich es! Und deshalb erfahrt ihr heute etwas über meinen eigentlich liebsten Part in Büchern: Den Anatagonisten, den Bösewicht, den Schurken, das BÖSE!

Man denkt sich jetzt bestimmt: Aber warum? Es gibt doch so viele andere Dinge, die ein Buch ausmachen, wie zum Beispiel das World-Building, die tollen Charaktere, die Spannung oder auch nur die fantastischen Wesen, die diese Buchwelt bevölkern.

Man könnte nicht richtiger liegen. Ich liebe es, wenn eine Welt großartig gebaut wurde. Ich liebe es, wenn die Charaktere Tiefe haben und auch mal anecken vor Lauter Kanten. Ich liebe starke Protagonisten und schnelle, spannende Geschichten.

Allerdings gibt es eins, was ein Buch für mich immer haben muss, ansonsten kann ich es entweder nicht ernst nehmen oder es macht für mich einfach keinen Spaß mehr: Den Antagonisten.

Und das ist auch kein Zufall: Denn seit es den Menschen gibt, stellt man sich auch immer wieder die Frage was denn das Gute und das Böse unterscheidet, was am Ende siegt und wie es im Menschen verankert ist.

Im Kern ist jede Geschichte, ob Theater, Film, Musik oder eben ein Buch, nichts anderes als die Fragestellung: Gewinnt das Gute über das Böse?

Halloween background with evil eyes and graveyard

(Design by freepik.com)
Wie sieht ein Bösewicht aus?

Wenn ich also von Antagonisten spreche, dann habt ihr doch alle bestimmt direkt ein Bild im Kopf, welchem ein Antagonist entsprechen sollte, oder?

Er kann unglaublich hässlich, wunderschön, gehässig, liebevoll, eine Frau, ein Mann, ein Kind, ein Greis, blond, schwarzhaarig, blauäugig, weiß oder schwarz sein.

Es geht einzig und allein um die böse „Aura“, die ihn umgibt.

Denn ich habe festgestellt, dass es nicht darum geht, wie der entsprechende Gegenspieler denn nun aussieht, sondern eben, dass er eine Ausstrahlung hat, die als raubtierhaft, grauenvoll, Angst einflößend oder abstoßend bezeichnet werden kann.

Dies bewirkt dann, dass sie in unseren Augen immer hässlicher werden. Der Bösewicht kann wunderschön sein, das Abbild eines Adonis oder einer Venus, und trotzdem sieht er in unseren Augen aus wie der Satan persönlich. Zumindest, wenn wir ihn uns – wie in Büchern – bildlich vorstellen müssen.

Wohingegen die Protagonisten immer schön sind. Zumindest in unseren Augen. Wir neigen dazu, sie zu stigmatisieren und sie schöner zu machen, als sie eigentlich beschrieben werden, wenn sie denn beschriebene Makel haben. Sie sind für uns die Helden in glänzender Rüstung und dementsprechend sofort um 5 Punkter hübscher als ihr Gegenspieler.

Das ist so biologisch angelegt. Dies könnte man auf Vorurteile schieben, aber Untersuchungen zeigen, dass unser Gehirn automatisch die Menschen attraktiver findet, mit denen wir uns verbunden fühlen und umgekehrt.

Was macht einen Schurken aus?

Schurken, Antagonisten, Bösewichte, Unholde, Wichte: Nennt sie, wie ihr wollt, in eurem Kopf entstehen immer wieder dieselben Bilder.

Moriarty, der geniale Gegenspieler von Sherlock. Ursula, die schreckliche Meerhexe aus Arielle. Joker, der verrückte Bösewicht aus Arkham City. Lex Luthor, der Superman immer wieder in die Verzweiflung treibt. President Snow aus den Panem-Büchern. Lord Voldemort aus dem Harry Potter-Universum.

Ihr wisst, worauf ich hinaus will: Diese Leute sind alles Antagonisten, die sich ins Gedächtnis einbrennen.

Doch warum tun sie das? Sind sie besonders grausam? Besonders böse? Oder einfach nur besonders gemein zu unseren Protagonisten?

Nein, keins von alledem. Was sie alle sind, ist eines: Gut geschriebene Charaktere.

In vielen Büchern sind die Bösewichte einfach nur besonders grausam und lassen viele Leute sterben.

In vielen Büchern wird immer wieder betont, wie BÖSE sie doch sind.

In vielen Büchern werden unsere Protagonisten geradezu mit Hindernissen überschütter.

ABER! Nichts davon macht einen Schurken aus. Was den Schurken ausmacht ist genau eine Sache: Sein gut geschriebener Charakter.

Niemand würde sich an Moriarty erinnern, hätte er nicht einen verschlagenen und herausfordernden Charakter eines Masterminds. Niemand würde sich an Ursula erinnern, wäre nicht ihr größter Wunsch, endlich die Herrscherin über alle sieben Weltmeere zu werden. Der Joker wäre ohne seine komplexe und undurchschaubare Psyche nie so berühmt geworden.

Dadurch lässt sich sagen: Der Charakter ist wichtig für den Schurken.

Aber warum nicht einfach für den Helden begeistern?

Fakt ist: Jeder Held braucht einen Schurken, um zu funktionieren. Ohne den Bösewicht braucht es keinen Helden. Der Bösewicht erzwingt sich einen Helden, der an ihm wächst und ihn immer wieder in seiner Schranken weist. Der Held braucht den Schurken, um zu wachsen und zu dem zu werden, was er ist: Der Protagonist.

Und das macht das Böse essentiell für jede Geschichte. Kein guter Bösewicht = keine gute Geschichte.

Das ist genauso einfach wie erstaunlich.

Und natürlich begeistere ich mich auch für den Protagonisten. Aber noch mehr interessiert mich, wie der Bösewicht seine Ressourcen einsetzt, um den Protagonisten zu formen. Um ihn zum Helden zu machen. In gewisser Weise könnte man behaupten der Bösewicht ist der Lehrer des Helden.

Wie setzt er Gewalt ein. Mit welchem Ziel. Welche Strategien setzt er an. Führt er hinters Licht. Ist er klug genug, die Schritte des Protagonisten zu durchschauen.

Aber noch viel wichtiger (und das ist der Kern dieses Posts): Welche Absichten hat er? Welche Vergangenheit besitzt er? Welche Erlebnisse haben ihn geformt? Wie sieht seine Philosophie aus? An welcher Stelle in seinen Gedankengängen ist er falsch abgebogen, dass so etwas aus ihm werden konnte. Kann man seine Logik nachvollziehen?

Für mich sind die besten Bösewichte immer noch diejenigen, deren Logik eigentlich nachvollziehbar ist. Wo man sich erschreckender Weise denkt: Oh fuck, das klingt absolut logisch! Das hätte jeder denken können!

Solche Bösewichte will ich immer und überall haben!

Eine zweite Sache ist die, dass die meisten Antagonisten ja gar nicht merken, dass sie die Bösen sind. („Nobody is ever the evil in his own story.“) Sie merken es nicht und denken, sie schützen ihre Lieben oder sich selbst. Sie denken, sie tun das Richtige. Und das ist höchst faszinierend für mich.

Warum sie deshalb auch eine Stufe wichtiger für mich sind, als Protagonisten, ist die Tatsache, dass es einfach ist, gut zu sein. Es ist das, was jeder von uns von zu Hause kennt. Sei immer nett. Sei immer gut zu allen anderen. Sei immer der Gute.

Es ist die einfach Entscheidung, der Gute der Geschichte zu werden. Die moralischen Grenzen sind schnell abgesteckt und meistens muss man sie auch nicht übertreten: Töte niemanden. Stehle nicht. Löse so viel wie möglich gewaltfrei. Rede, statt zu kämpfen. Respektiere andere.

Aber wenn erst mal der Schritt in die andere Richtung getan ist, gibt es keine Grenzen mehr. Was kann man noch tun und was nicht. Jeder Bösewicht muss für sich selbst eigene moralische Grundsätze festlegen, die er erst mit der Zeit etablieren kann.

Dies ist ein wahnsinnig harter Prozess, der die meisten von ihnen in ein Stadium treibt, in welchem sie selbst nicht wissen, wohin mit ihrer ganzen Macht und daraufhin die Kontrolle über ihre eigenen Gedanken und Handlungen verlieren.

Dies ist unglaublich spannend mit anzusehen. Und genau deshalb liebe ich Antagonisten.

Alles klar…aber du weißt schon, dass sie böse sind, oder?

Ja, ich weiß.

Aber es ist die Faszination für das Böse, dass die Menschheit schon seit Ewigkeiten umtreibt.

Warum habe ich denn sonst so ein riesiges Interesse in Serienkiller und mysteriöse Verbrechen?

Warum lesen wir denn alle Krimis und Thriller? Bestimmt nicht, weil wir so gerne beschrieben haben, wie Blut und Gedärme aussehen.

Wir sind fasziniert vom Bösen und seiner Beschaffenheit. (Fragt da mal Harley Quinn, die war ein wenig zu fasziniert…)

Ich hoffe jede Sekunde, dass der Antagonist gestoppt wird. Und ich hoffe mit jeder Sekunde, dass das Gute gewinnt. Aber bis es so weit ist, liebe ich es, dem Bösen bei der Arbeit über die Schulter zu schauen.

Was ist denn mit Anti-Helden?

Das ist für mich die Cremé de la Cremé der Dinge, die ein Buch für mich schmackhaft machen. Wenn der Gute einsieht, dass auch er nicht immer gut sein kann, weil er sonst untergeht oder das Böse nicht besiegen kann.

Wenn es nur noch darum geht, wer das geringere Übel auslöst und nicht mehr darum, niemandem etwas zu Leide zu tun.

Wenn der Held damit konfrontiert wird, dass auch er zu schmutzigen Mitteln greifen muss und manchmal sogar Katastrophen auslösen oder hinnehmen muss, damit hinterher etwas Gutes entstehen kann.

Wir reden hier nicht von Karikaturen von Anti-Helden, wie beispielsweise Deadpool (Auch wenn der unfassbar cool ist. Der Film war der HAMMER!), sondern von realistischeren Beispielen:

  1. Katniss Everdeen: Auch wenn ich sie echt nicht ausstehen kann, ist sie ein Gutes Beispiel. Sie sieht, dass die Rebellion geschehen muss, weil alle unterdrückt werden und ständig in Gefahr sind, allerdings muss sie ihr Volk in ständige Gefahr begeben, dadurch, dass sie die Rebellion anzettelt und ihr Land von den Hungerspielen und dem Schreckensregime befreien will.
  2. Darrow von Lykos: Wer „Red Rising“ gelesen hat, weiß genau wovon ich rede. Darrow ist ein eiskalter Killer. Er nimmt Tote in Kauf, damit seine Pläne sich erfüllen können. Er benutzt Zivilisten als Schutzschild. Er hat keine Skrupel vor extremen Methoden. Und trotzdem tut er dies alles nur, damit die Weltengesellschaft sich auflöst und die Herrschaft der Goldenen aufgelöst wird.
  3. Celaena Sardothien: Jeder Throne of Glass-Fan wird nun automatisch empört nach Luft schnappen, aber leider ist es wirklich so: Celaena ist ein richtig böses Mädchen. Sie bringt Leute um, ohne mit der Wimper zu zucken, und ist eine trainierte Assassinin. Außerdem sieht sie ein, dass Opfer gebracht werden müssen und auch wenn sie diese zu vermeiden versucht, muss auch sie Dinge tun, die nicht immer heldenhaft sind.

Lasst uns diskutieren!

Was macht für euch einen guten Schurken aus? Was ist euer Lieblingsschurke? Seid ihr auch so verzweifelt auf der Suche nach tollen Schurken wie ich? Wie ist euer Standpunkt zu Antihelden? Und ganz wichtig: Protagonist oder Antagonist?

Liebe Grüße (Ich freue mich sehr auf anregende Diskussionen!),

Anna

28 Gedanken zu „MUAHAHAHAHA! – Oder auch: Warum ich Antagonisten liebe

  1. Huhu (:

    Erst mal: ein super Beitrag! Kann ich genau so unterschreiben! Die Antagonisten machen eine Geschichte erst richtig spannend! Und mir geht es auch vor allem darum, zu erfahren wieso weshalb warum der Antagonist so ist, wie er ist.
    Momentan ist mein persönlich schlimmster Bösewicht der König von Adarlan, dessen krankes Hirn ich noch nicht so wirklich verarbeitet hab 😀 das dauert wohl noch 😀 wie ist das bei dir? (Ich weiß, ich bin auch zwei Bücher hintendran.. :D)
    Ich wäre sehr enttäuscht gewesen, hättest du Celaena nicht als Anti-Held gelistet, denn in meinen Augen ist sie genau das. Sie tötet, sie kämpft, sie geht Risiken ein und sie zögert nicht. Es gibt eben etwas „größeres“ für das sie Opfer bringt und das macht sie (zumindest nach Band 3) zu einem sehr guten Anti-Helden. Sie ist kein durch und durch guter Mensch und schon gar kein typischer Held. Sie tut eben das, was getan werden muss..

    Liebe Grüße! (:

    1. Dankeschön dankeschön dankeschön! Das freut mich wirklich, dass es dir so gut gefällt!
      Die Antagonisten sind einfach das Beste an der ganzen Geschichte!
      Und die Geschichte hinter seinem Werdegang erst recht!
      Ich habe auch immer gedacht, dass der König von Adarlan der schlimmste Bösewicht aller Zeiten ist, bis dann Band 4 kam…du wirst verstehen, was ich meine 😀
      Auf jeden Fall: Celaena ist ganz klar und immer Anti-Helden. Aelin sogar noch ein wenig mehr als Celaena. Einfach, weil sie so ist, wie sie ist und dazu gezwungen wird, bestimmte Dinge zu tun, wenn sie ihr Ziel erreichen will. Anders ginge es auch gar nicht.
      Und ich will auch gar keine typischen Helden 😀

      Viele liebe Grüße,
      Anna 😀

      1. Deshalb ist mir Aelin mir auch sympathischer als Celaena 😀 unter anderen Umständen wäre vielleicht alles anders geworden aber so, ist sie ein perfekter Anti-Held geworden 😀
        Ich freu mich schon soooo auf Band 4! 😍😍😍

  2. Huhu 🙂

    Mal wieder ein sehr toller Artikel von dir. Ich bin auch ein großer Fan von Antihelden und Bösewichten 🙂

    Gerade lese ich die Sturmlicht Chroniken und da wimmelt es nur von beiden. Man weiß nie wer wirklich Freund oder Feind ist und die Umständene zwingen auch die moralsten Charaktere zu schlimmen Dingen. Du hast recht ohne das Böse brauchte man auch das Gute nicht. Ich denke, dass ist kein Geheimnis…das wahre Geheimnis ist natürlich, dass die Bösen genauso viel Charakter besitzen müssen wie die Helden. Ich glaube daran scheitern einige Bücher auch…sie haben zwar einen epischen Held, aber das Böse ist so schmalspurig unterwegs das man den Held zu seiner Bekämpfung gar nicht gebraucht hätte.

    Ich wünsche dir noch einen schönen Sonntag 🙂
    LG Denise

    1. Hallöchen! *wink*
      Danke, das freut mich wirklich zu hören! Danke!
      Sturmlicht -Chroniken? Noch nie gehört, aber das muss ich mir in jedem Fall mal ansehen!
      Genau! Wenn die guten Charaktere zu schlimmen Dingen gezwungen werden und mit sich selbst ringen, dann ist es verdammt gut!
      Genau das ist es!
      Ein Held braucht einen gleichwertig gut geschriebenen und charakterisierten Bösewicht, damit das Schlimme und die Notwendigkeit des Helden zum Vorschein kommt!

      Dir noch einen wunderbaren Abend und viele Grüße,
      Anna

  3. Ich bring jetzt einfach mal ganz fies und unpassend ein Beispiel von einem Anime (Naruto): Pain ist mein absoluter Lieblings Antagonist. Wie du in deinem Beitrag geschrieben hast, will er nur das Leiden der Welt vernichten. Allerdings sind seine Methoden ziemlich radikal und er bringt gerne Tausende Menschen dafür um. Aber eigentlich verfolgt er das gleiche Ziel wie die „guten“ Menschen.
    Ein Antiheld ist für mich richtig gut geschrieben, wenn mir Zweifel kommen. „Eigentlich sind seine Ziele genau das, was die Guten wollen, aber er hat einfach einen falschen Weg“. Sobald ich mit dem Antagonisten mitfühlen kann und an seiner Boshaftigkeit zweifle, dann ist er richtig gut charakterisiert.
    Ein schöner Beitrag, den wie langweilig wären Bücher ohne die richtigen Bösewichten? Der Held würde sich wohl langweilen und die seine Superkräfte entdecken.
    Liebe Grüsse
    Julia

    1. Hallöchen!
      Und Animes sind hier auch immer Willkommen, ist überhaupt gar kein Ding!
      Du hast genau das beschrieben, was ich meinte! Sehr cool!
      Genau! Zweifel bei allen bösen Charakteren sind super, weil man dann wieder bei diesem: „Was ist denn eigentlich gut und was ist böse?“ angelangt ist, was so fasziniert.
      Zweifel sind aber super!
      Genau! Bösewichte sind für die Geschichte genauso wichtig, wie die Helden! 😀

      Danke danke danke und viele Grüße,
      Anna

  4. Was für ein großartiger Post! Gefällt mir sehr, und ich kann jeden Satz, jeden Buchstaben nachvollziehen!
    Ich persönlich bin ein absoluter Antihelden-Fan. Klar finde ich es spannend, dem Bösewicht über die Schulter zu schauen, wie du schreibst. Aber besonders angetan bin ich von zerrissenen Figuren, die nicht nur gegen andere Menschen/Wesen/whatever kämpfen, sondern den ärgsten Kampf mit sich selbst ausfechten.
    Kennst du Johannes Cabal? Der ist zum Beispiel ein gewaltiges A***loch, und man wundert sich, wie so eine Figur als Protagonist einer Story herhalten kann. Aber dann zeigt sich eben ab und zu, dass er mehr mit sich ringt als mit anderen, und das finde ich GIGANTISCH!
    Ganz liebe Grüße und danke für den tollen Text
    Angela

    1. Vielen vielen Dank! Fühle mich total geehrt! 😀
      Anti-Helden sind super, nicht wahr? So toll, nachvollziehbar und charakterstark! Ich liebe es!
      Zerrissene Figuren sind toll, gerade weil sie diesen inneren Kampf austragen und sich am Ende eigentlich doch immer für die gute Seite entscheiden. Das ist ja das Spannende!

      Leider kenne ich dein Beispiel nicht, aber es hört sich sehr verlockend an 😀

      Bitte bitte und immer wieder Gerne!

      Viele Grüße,
      Anna

  5. Oookay!
    Das ist wieder ein toller Beitrag, aber so ganz zustimmen kann ich dir nicht: „The world isn’t split into good people and Death Eaters. We’ve all got both light and dark inside of us.“ um Sirius Black zu zitieren, den absolut bösen Antgonisten gibt es doch gar nicht!
    Interessant sind sie nur insofern sie mich irgendwie bewegen und berühren, ist leider nicht immer der Fall, aber manchmal hab ich da schon einen.
    Antihelden sind aber auch die, die am meisten Charakter haben finde ich, weil es eben wirklich ist und nicht so unrealistisch – kein Mensch ist nur gut oder nur böse.
    Liebe Grüße Itchy

    1. Hallöchen Itchy!

      Ich glaub es ist nicht ganz rausgekommen, was ich meinte, aber verschiedene Meinungen sind ja immer gut und das Herz unserer Demokratie, also SEHR GUT, dass du mir nicht überall zustimmst! 😀

      Natürlich gibt es nicht das absolut Böse, aber eben immer was dazwischen und sobald ersichtlich wird, wo auf dem Spektrum wir uns befinden und wie der Bösewicht charakterisiert ist, kann ich ihn schon viel mehr nachvollziehen und hassen 😀

      Genau! Anti-Helden haben am meisten Charakter, weil sie ihre Entscheidungen ja nicht treffen, weil sie es wollen, sondern weil es eben für das Ziel sein muss. Und der schmale Grat zwischen Gut und Böse macht sie so interessant.

      Klar ist kein Mensch nur Gut oder Böse, aber im Buch werden sie halt in Protagonist und Antagonist, Spieler und Gegenspieler eingeteilt, das meinte ich damit 😀

      Liebe Grüße,
      Anna

  6. Ich muss bei Ursula leider widersprechen: sie hatte nie den Traum, an Land zu gehen, sie wollte die Herrschaft über die Meere. Es war Arielles Traum, an Land zu gehen, und dieser ermöglichte es ihr, kurzzeitig über die Ozeane zu herrschen.

      1. Immer. Arielle war schon immer einer meiner Lieblignsdisneyfilme, ich wollte ihr sogar freiwillig meine Beine gegen ihren Fischschwanz geben 😉 Ich kann den Film MITSPRECHEN!

  7. Servus meine Liebe,
    Also bei der Läge des Beitrages musste ich mir erst mal ein Glas Wein einschenken 😉 Wie gerade via Twitter gefragt – WANN ZUR HÖLLE SCHREIBST DU DAS ALLES? Ich hab heute NUR Illuminae geschrieben und dazu 4, fast 5 Stunden gebraucht! ??? Ich weiß nicht, vielleicht sollte ich ANGST haben vor Dir??
    In jedem Fall gut geschrieben, vollgepackt mit Argumenten. Der Antiheld erfreut sich wahrlich steigender Beliebtheit aber im Gegenzug zum Helden ist eben jene UNPERFEKTHEIT das, was ihn sympathisch macht. Damit kann man sich selbst eher identifizieren und nichts baut mehr Nähe zu einem Buch auf als eine Figur, mit der man mitfühlen kann.
    Wer ist mein Lieblingsschurke? Hm, Darrow spielt da sicher ganz oben mit aber aktuell ist es definitiv MIA aus NEVERNIGHT. Immerhin hat sie eine Schule besucht, wo Mörder ausgebildet werden 😉 (by the way, wie kommst Du voran .. schwer zu lesen, hm ?)
    Zudem wartet gerade das Finale der Young Elites auf mich – ich bin also sehr gespannt, wie sich Adelina schlagen wird, immerhin ist sie auch in klassischer Star Wars Manier auf die Dunkle Seite der Macht gewechselt. Celaena is bad ass, jaaaa ABER sie ist auch zu gut… siehe Ende Empire of Storms. Also für mich nicht wirklich der Antiheld. Kaz aus Six of Crows ist noch ein Antiheld … den ich vor allem nach Crooked Kingdom sehr mag. Hm und Severus Snape … ???
    Bei Deinem Hang zum Bösen … als was würdest Du Dich auf der nächsten Halloween Party verkleiden … welchen Bösewicht (männlich wie weiblich) würdest Du gerne mal verkörpern ??
    Fühl Dich umarmt & hab viel Spaß auf der Buchmesse
    Kati

    1. Salut, Kati!

      Und nein, du brauchst definitiv keine Angst vor mir haben! 😀 Obwohl vielleicht doch ein wenig.. 😀
      Denn ich habe ja gerade Ferien und deshalb habe ich viel Zeit und generell schreibe ich schon ziemlich schnell (sollte dir vielleicht aufgefallen sein ;D)
      Und danke danke danke für die Komplimente, die sind sooo schön! 🙂
      Genau! Unperfektheit ist das passendste Stichwort zu dem ganzen Thema! Denn so kann man mit den Charakteren mitfühlen und sich viel besser mit ihnen identifizieren, denn sie sind ja dadurch auch komplexere Charaktere, was natürlich immer gut ist 😀

      Darrow ist ein super Anti-Held! Gerade nachdem ich jetzt Morning Star beendet habe (mannomann, was ein Ritt!), liebe ich diese Welt und Pierce Brown einfach viel zu sehr. Darrow ist nicht unschuldig, ganz klar, aber er ist eben doch im Herzen eine gute Seele. Das muss man einfach sehen.
      Nevernight ist wirklich schwer zu lesen…deshalb habe ich es erst mal wieder auf die Seite gelegt, aber es wird noch gelesen

      Uuuuuh, jetzt hast du mich für die Young Elites gespoilert, deswegen werde ich das ganz schnell wieder vergessen, ok? 😀

      Celaena ist für mich schon ein Anti-Held, aber halt in manchen Teilen wieder zu gut…genau bei dem Ende von EoS…*seufz*

      Ich muss endlich Six of Crows lesen! Mensch, alle finden es soo gut!

      Puuuh, das ist wirklich schwierig…ich denke aber, dass es vielleicht der Dunkle aus Grischa werden würde. Einfach weil … Der Dunkle! Sooo toll!

      Viele liebe Grüße und ich werde in jedem Fall berichten(!),
      Anna

  8. WOW ich Feier gerade so richtig deinen Beitrag! Du hast nicht nur super tolle Beispiele gebracht sondern einfach auch so toll die Vorgänge beschrieben die in unseren verzwickten Köpfen abgeht dass ich das erstmal mit offenem Mund gelesen habe😂
    Ich war einfach echt gebannt was du als nächstes schreiben wirst und auch wenn es vielleicht viele anders sehen aber Celaena ist und bleibt ein anti-Held und ich persönlich finde diese Art von Held am spannendsten und besten, da sie eben auch eine größere Spannweite haben was ihre Aktionen angeht. Es geht nicht immer nur darum die Welt zu retten und der beste zu sein und ja niemand in Gefahr zu bringen außer sich selbst sondern eben auch mal Fehler machen zu können oder eben Dinge die für einen Helden gar nicht in Frage kommen und das LIEBE ich. vor allem aber finde ich dass diese Anti-Helden am Meisten die Möglichkeit haben sich zu entwickeln/ändern und das fasziniert mich immer wieder!
    Gaaanz viele Umarmungen
    Chiara 🙂

    1. WOW! VIELEN DANK!
      Das will doch jeder gerne hören! Wie toll ist das denn? Danke, danke, danke!
      *fettes Grinsen*

      Genau! Celaena ist ein Anti-Held und Anti-Helden sind unfassbar toll! Ich liebe sie, weil sie am komplexesten und am besten geschrieben sind!

      Genau! Fehler machen menschlich und deshalb dürfen auch Anti-Helden mal Fehler machen und sich selbst nicht ganz so ernst nehmen und auch mal etwas riskieren oder etwas moralisch nicht ganz so Gutes tun.
      SOO COOL!

      Entwicklung, Entwicklung, Entwicklung ist das A und O eines guten Charakters, deswegen ist es auch unfassbar toll, wenn sie es denn tatsächlich mal tun!

      Viele liebe Grüße,
      Anna

  9. Ein schöner Post!
    Und du hast auch recht – ein Held wäre kein Held, wenn er nicht einen gewieften Gegner hätte. Und das muss ja nicht immer unbedingt ein böses Monster sein, gegen das man kämpfen muss. Das kann ja auch in einer Liebesgeschichte einfach die wunderhübsche blonde B*** sein, die der Protagonistin den Typen wegschnappen will.
    Übrigens freue ich mich schon auf die Buchmesse. Ich hoffe doch, wir sehen uns?

    1. Dankeschön!
      Genau! Helden wären keine Helden ohne ihre entsprechenden Gegner, die allen das Leben zur Hölle machen 😀

      Jaaaaa, blonde Bitches sind wunderbare Bösewichte 😀

      Klar! Beim Quardians Treffen denke ich auf jeden Fall! Und wenn nicht, dann bin ich sehr traurig ;(

      Viele Grüße,
      Anna

  10. Hallöchen ^^
    Du weißt ja: Antagonisten sind die besseren Protagonisten. Mein Lieblingsbösewicht ist übrigens Sauron. Wenn man die Feanorer nicht mitzählt, die auch eine Menge Scheiß angestellt hat. Stichwort Sippenmorde. Aber Maglor 😍 Besonders liebe ich es, wenn entweder der Antagonist die Hauptperson ist oder man wie bei Martin keinen wirklichen Anragonisten hat, wenn irgendwie alle mehr oder weniger rechtmäßige Motive haben. Außer Joffrey, der ist einfach eine missratene Mussgeburt.
    Liebe Güße vom Buchdrachen

    1. Hallöle!
      Genau: Protagonisten sind doch langweilig, nehmen wir lieber die Antagonisten!
      (*hust* Herr der Ringe nicht gelesen *hust*)
      Martin muss ich mich auch mal dran trauen, soooo dick! Aber! Ich stimme dir zu, wenn gut und böse nicht mehr zu unterscheiden ist, ist es super!
      Liebe Grüße,
      Anna

  11. Super interessanter Beitrag!
    Und wieder so schön typisch Anna, das mag ich ja besonders gern.

    Zum Thema aber. Ich kann dir nicht in allen Punkten zustimmen. Bezüglich der Antagonisten ja. Ich finde sie auch super interessant und spannend. Wenn es der Autor auch noch schafft, dass ich den Charakter aus tiefstem Herzen hasse, dann Hut ab! So war es bei Dolores Umbridge von harry Potter. Gott, wie ich diese Frau hasse, das kann ich gar nicht ausdrücken. Da ist Voldemort echt nichts dagegen, weil den muss es ja geben und so.

    Das mit dem Bösen und Guten finde ich, kann man nicht so pauschalisieren. Ich mag es auch, wenn der Held mal in die böse Schiene abrutscht, weil das menschlich ist. Auf der Welt gibt es auch keine guten oder bösen Menschen. In jedem von uns steckt beides. Mal mehr, mal weniger. Jeder Mensch will das Richtige tun und denkt von seiner Warte aus immer, dass das was er tut, das richtige ist. Wir alle wollen auch das Gleiche: Frieden. Nur wie und auf welchem Wege erreichen wir den? Ja, da gibt es unterschiedliche Herangehensweisen.
    Ich will nur damit sagen, dass es denke ich viel schwerer ist „gut“ durchgängig zu sein als „böse“.
    Und es stimmt, das es wirklich verschiedene Wege gibt, wo ein „guter“ Mensch w´falsch abbiegen kann. Ein klassisches Beispiel ist dafür Darth Vader aus Star Wars. Alle kennen ihn nur als den bösen Helmträger, aber wie ist er so geworden, wie er ist? Genau, durch mangelnde Kommunikation und weil er dachte, er tut das Richtige. Er war so ein lieber Junge. Die Yedi sind selbst dran Schuld.
    Aber okay.

    Ich mag ja die Antihelden. Zum Beispiel komme ich super mit Katniss klar. Weil sie eben so ist wie sie ist und nicht von allen und jeden geliebt wird und nicht so ständig bemüht ist alles richtig zu machen und Freundschaften zu knüpfen und alles auf dem richtigen Wege zu erreichen. Sie will sich retten und ihre Familie. Der Rest ist ihr egal. Das mag ich eigentlich ganz gern.
    Klar mag ich auch klassische Helden, aber joar.

    Das wars dann mal von mir xD

    1. Soooo, jetzt beantworten wir dieses Monster doch mal 😀
      Vielen, vielen Dank dafür! :* Das tut echt gut zu hören! 😀

      Und ich glaube wir sind uns doch echt einig, vielleicht habe ich es einfach nur falsch oder unverständlich ausgedrückt:
      Denn ich liebe es auch, wenn ich die Bösewichte total hassen kann! Das ist total toll! So solls sein!
      Und klar kann man nicht einfach in Gut und Böse unterteilen und wir wollen natürlich alle unsere Ziele erreichen.
      Aber im Buch gibt es eigentlich immer diese Unterteilung zwischen Protagonist und Antagonist und der antagonist ist da halt der Böse.
      In dieser Hinsicht habe ich das Ganze geschrieben. Nicht darauf aufbauend, dass es gut und böse gibt, sondern dass die Literatur diese beiden Gegensätze gegeneinander stellt und klare Definitionen gibt.
      Und da ist es mir auch ganz wichtig, wie die Bösewichte entstanden sind und wie sie sich so entwickelt haben, wie sie nun mal sind! Das ist wichtig und toll und gut!
      Man sieht ja auch an Darth Vader, dass er vom Protagonisten zum Antagonisten wurde. Diese Grenzen sind also fließend, aber doch da. Versteht man das? 😀

      Antihelden sind super! Einfach, weil sie immer ganz unterschiedliche Auffassungen von moralischen Grundsätzen haben und sie für sich auslegen, aber trotzdem noch „gut“ im Kern sind und man ihre Motive akzeptieren kann.

      Viele viele Grüße,
      Anna

      1. Ja okay, ich habe es jetzt verstanden. .Es stimmt, dasss es in den Büchern meist nur Gut oder Böse gibt und diese Menschen dann wirklich nur Gutes oder Böses tun, obwohl das absoluter Schwachsinn ist. Kein Mensch tut nur Böses oder nur Gutes.

        <3

  12. Hey Anna 🙂

    mein Herz schlägt auch für die Bösewichte. Egal ob Loki oder Damon Salvatore, ich finde Antagonisten geben einer Geschichte erst den richtigen Kick. 😀 Wirklich ein toller Beitrag. 🙂

    Liebste Grüße,
    Tati

    1. Hey Tati!

      Bösewichte sind aber auch einfach sehr cool! Jeder liebt Bösewichte!
      Loki ist auch einer der coolsten Charaktere überhaupt!
      Ich stimme dir völlig zu! Der richtig coole Kick kommt immer mit dem Antagonisten!

      Vielen vielen Dank und viele Grüße,
      Anna

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