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Rezension: A Darker Shade of Magic

Ein Buch, das die amerikanischen und englischen Leser von den Hockern gehauen hat.

Ein Buch, das sich allen Klischees entzieht und sich einer harten und trotzdem wunderschönen Sprache bedient.

Ein Buch, das Parallelwelten und Magie kombiniert. Ein Buch dessen Magie viel zu lebendig ist, um komplett einer Fantasie zu stammen.

Ein Buch mit viel Gewalt, tollen Charakteren, schnellen Dialogen und intelligenten Action-Sequenzen.

Aber hält es wirklich, was alle versprechen?


Kurzinfo:

  • Autor: V.E. Schwab
  • Genre: Fantasy, Roman
  • Verlag: TITAN BOOKS
  • Seitenzahl: 384 S.

Kurzbeschreibung:

Kell is one of the last travellers – magicians with a rare ability to travel between parallel universes connected by one magical city. There’s Grey London, without magic and ruled by the mad Kind George III. Red London – where magic is rvered, and where Kell was raised alongside the heir to the empire. White London – where people fight to  control the remaining magic and magic fights back.

And once there was Black London…


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Eigene Meinung:

Ein großes Thema und ein großer Pluspunkt dieses Buches sind auf jeden Fall seine absolut einzigartigen Charaktere, die ihresgleichen suchen.

Da hätten wir den Reisenden Kell, der mit der Königsfamilie aufgewachsen ist und die Magie wie einen Verbündeten ansieht. Ein großer Magier, der mit einer guten Portion Selbstbewusstsein durchs Leben schreitet und seinen eigenen Kopf durchsetzen möchte.

Delilah Bard ist eine Diebin in eine parallelen London, die davon träumt, in ferne Welten zu reisen und die ihren absolut einzigartigen Humor, Charakter und Kopf hat. Die in ihrem eigenen Universum lebt und für niemanden außer sich selbst lebt. Die, die niemals zurückschaut. Die, die für ein gutes Abenteuer und für ihre Unabhängigkeit nicht nur ihr eigenes Leben aufs Spiel setzen würde.

Holland, einen anderen Reisenden, der Magie kontrollieren will, aber auch selbst kontrolliert wird. Jemanden, der verschlossen ist und keine seiner Gedanken nach außen dringen lässt, und das aus reinem Selbstschutz.

Dann hätten wir noch einen Prinzen, der zwar viel Charisma besitzt, aber keine Begabung für Magie und ein Zwillingspärchen, das eindeutig zu viel Magie benutzt.

Wie kann man denn bei der zusammengewürfelten Truppe nicht schon gespannt auf das Buch werden?

Schwab_ADSOM_ADSOM_1_2Die Idee der Parallelwelten ist mal wieder nicht neu, aber trotzdem toll umgesetzt.

Da wäre die Unterteilung nach Farben – Rot, Grau, Weiß und Schwarz – was alles noch viel plastischer macht.

Denn die Städte heißen nicht einfach nur so, nein sie leben ihre Farbe regelrecht.So ist im roten London die Themse rot und die Menschen farbenfroh, im weißen London ist alles verblichen und glanzlos, denn die Magie muss sich selbst verteidigen und wird nicht so genutzt, wie sie sollte. Im grauen London ist alles grau und stinknormal nachdem sich die Magie zurückgezogen hat.

Insofern hat man gute Unterscheidungsmöglichkeiten und – so komisch das sich auch anhören mag – Charakterzüge der Städte.

Großartige Idee – weltenüberschreitend umgesetzt!

Ich habe noch nie ein Buch gelesen, in dem die Magie als solche so schön umschrieben wurde und, eben wie die Städte auch, charakterisiert wurde.

Denn die Magie ist hier nicht einfach nur da, nein sie ist auch noch ein lebendiges Wesen, das man sich nutzbar machen muss – als Diener oder Verbündeter.

Die Magie ist fließend und vom Blut bestimmt. Reine Magie ist schwarz wie die Nacht. Aber Magie richtig eingesetzt kann vieles Gutes bewirken. Magie falsch eingesetzt kann sehr viel Schlechtes bewirken.

Ich kann den Zauber, der diese Magie umwogt, gar nicht beschreiben, denn ich finde es einfach wahnsinnig schön zu lesen.

Es hat mich wirklich verzaubert und sprachlos zurückgelassen.

Wunderschöne Sätze und Formulierungen!Schwab_ADSOM_ADSOM_1

Ein großes Unterscheidungsmerkmal dieses Buches sind auf jeden Fall die äußerst realistische Gewalt, die hier ohne Frage als Stilmittel eingesetzt wurde, dass es in sich hat.

Die Gewalt wird natürlich zum Schock eingesetzt, aber nicht als letztes Mittel, sondern einfach ganz natürlich, so wie es auch im realen Leben passieren würde.

Es wird nicht groß geredet, sondern tödliche Schnitte und Verletzungen werden ohne Nachdenken gesetzt, allerdings niemals so, dass es plump oder „too much“ wirkt.

Alles ist punktiert und gut dargestellt.

Gewalt, so, wie sie sein soll: Schnell, schockend und wunderschön

Was mich allerdings erstaunt hat ist, dass es V.E. Schwab geschafft hat, mich durch EINE EINZIGE SZENE einen Menschen hassen zu lassen, ihn umbringen zu wollen und das gesamte Problem aufzuzeigen, was sich in dieser Szene widergespiegelt hat. Ich hätte diesem Menschen danach wirklich alles zugetraut und genau darum ging es.

Durch eine einzige Szene wurde mir verdeutlicht, mit welchem Gegner es zugeht und auf was man sich gefasst machen muss.

Eine beachtliche Leistung, die mir bis jetzt noch nicht untergekommen ist!

Ein ganz großer positiver Aspekt sind außerdem die Metaphern, die hier nicht besser hätten verwendet werden können.

Größtenteils mit der Magie verknüpft ergeben sie einfach unfassbar schöne Sprachbilder und verdeutlichen Gedanken, Gemütszustände, Gefühle oder Charaktere.

Eine schöne Sprache, angereichert durch tolle Wortakrobatik!

Leider, leider gab es auch negative Aspekte, aber nur winzig kleine, aber die müssen schließlich auch erwähnt werden:

Im mittleren Teil gab es einige Längen. Das lag nicht daran, dass nichts passiert ist, sondern irgendwie gab es eine Lücke im Schreibstil, die das Lesen anstrengender machte und den Spaß ein wenig dämpfte.

Allerdings haben sich diese durch das grandiose Finale und die letzten Seiten wieder wett gemacht.

Die Dialoge zwischen den Charakteren sind zwar der absolute Oberknaller an Sarkasmus, Intelligenz, schnellem Denken und tollem Humor, aber manchmal kam mir zu wenig die Bindung oder die Beziehung zwischen den Charakteren rüber.

Daran könnte man leicht arbeiten und ich denke, dass dies auch im nächsten Buch passieren wird 😀

Manchmal hat man dem Buch angemerkt, dass dieser Teil nun diesem Zweck und dieser Teil einem anderen Zweck dient.

Der Aufbau war ein wenig durchschaubar und man hat zwar nicht die nächsten Ereignisse erahnt, aber die Struktur, die hinter der Planung dieses Buch steckte.

Das hat natürlich nicht den Lesespaß genommen, mich aber beim Lesen doch ein wenig gestört…

Fazit:

Ein unglaubliches Buch, was mich mit seiner Idee der absolut verschiedenen Parallelweltn packen konnte. Die Magie dieses Buch springt aus jeder Zeile hervor und Magie wurde meiner Meinung nach noch nie so gut in Worte verpackt. Die Magie ist lebendig. In diesem Buch und durch das Lesen dieses Buches.

Die Charaktere haben Ecken und Kanten, sind cool und Badass, allerdings auch sentimental und haben ihre individuellen Ticks.

Die Dialoge sind intelligent, schnell und vielversprechend sarkastisch.

Hut ab und her mit dem zweiten Band!

Tintenkleckse_5

5 von 5 Tintenklecksen.

4 Gedanken zu „Rezension: A Darker Shade of Magic

  1. Meine Liebe, wat soll ich sagen … Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen! 😉 As always … aber bei DEM Buchgeschmack *muahaha*

    Dicken Knuddel, morgen ist BERGFEST heißt, MITTE der Woche. Ich bin schon wieder urlaubsreif ;-(

    Liebe Grüße
    Kati

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