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Warum das Lesen vor allem für Teenager immer wichtiger wird.

Ich habe mal ein wenig nachgedacht.

Ich saß an meinem Fenster, eine laue Sommernacht, strahlend schön blauschwarzer Himmel, und ich habe mich mit meinem Buch in der Hand verdammt gut gefühlt.

Ich habe gelebt.

Und dann habe ich ein wenig weiter gedacht. Habe die Aktionen der Romanfiguren mit denen meiner Klassenkameraden verglichen und mir eine wichtige Frage gestellt: „Würden sie sich gleich verhalten, wenn sie mehr lesen würden?“

Um diese Frage zu beantworten, müssen wir ein wenig ausholen.

Warum Lesen_Teenager

Ich dachte also über mich nach. Wer ich bin, wer ich sein möchte, wie sehr mich Bücher dabei unterstützt haben, das herauszufinden, beziehungsweise, was ich aus Büchern mitgenommen habe.

Ein großes Beispiel habe ich mir dabei an den weiblichen Charakteren von Sarah J. Maas genommen. Denn sie sind genau eins: Selbstbewusst.

Und das in einer ganz besonderen Weise, dass sie innerhalb der Geschichte immer mehr über sich selbst herausfinden und dies zu akzeptieren lernen. Sie lernen, wer sie sind, was ihre Rolle ist und wie sie sich selbst sehen können.

Feyre beispielsweise steht in einer Szene vor dem Spiegel und denkt Folgendes: „I am beautiful.“

Dieser Satz hat mich erst mal inne halten lassen und hat mich und meine Gedanken total durcheinander gewirbelt. Das war komplett neu für mich. Ganz ehrlich in allen Büchern, die ich vorher las, waren sich die Protagonisten ihrer Schönheit nie bewusst und wenn doch, dann haben sie es nie so explizit gesagt.

Feyre hat mich gelehrt, wie man sich selbst toll und schön finden kann, ohne die Meinung von anderen einholen zu müssen. Feyre ist bewusst, dass sie schön ist. Ihr ist aber auch bewusst, was für eine wichtige Rolle sie spielt und wie mächtig sie ist. Die Form von Selbstbewusstsein war und ist immer noch völlig neu für mich.

Celaena dagegen hat mich gelehrt, dass man alles sein kann, was man gerne sein möchte. Denn vor Celaena war es entweder so, dass die Protagonistin entweder total Badass waren und nichts Feminines an sich hatten, oder aber sie waren durch und durch feminin und mussten immer gerettet werden. Celaena hat mir gezeigt, dass sich diese scheinbaren Gegensätze auch vereinen lassen und du alles machen kannst, was du willst, und immer noch der totale Badass sein kannst.


Ich könnte noch Ewigkeiten damit fortfahren, aufzuzeigen, was ich aus welchen Büchern gelernt habe.

Denn da gäbe es unendlich viel zu schreiben. Allerdings ist das ja gar nicht Sinn dieses Beitrags, sondern, dass ich denke, dass genau dies den Leuten aus meiner Generation fehlt.

Bücher berühren nämlich viel tiefer, als Filme, Serien oder Videos im Internet es je könnte. Ja selbst Musik ist nicht so wertvoll.

Denn Bücher sind das einzige Medium, welches sich direkt ins Hirn einbrennen.

Filme und Videos wählen den Weg des Bildes, allerdings kann man dies auch konsumieren, ohne überhaupt irgendwie sein Hirn anzustrengen. Ja, auch Filme und Serien vermitteln tolle Dinge und Erkenntnisse, allerdings nicht so tiefgehend und verändernd wie Bücher.

Bei Musik ist es ähnlich. Bei den meisten dient sie nur zur Hintergrundunterhaltung, denn wir sind ja alle multitaskingfähig. Dort werden zwar wunderschöne Melodien gebaut und von unserem Hirn entwirrt (das ist nebenbei das reizvolle an Musik für unser Gehirn), aber zu einem besseren Menschen macht es uns jetzt auch nicht.

Ich habe mir speziell einen Klassenkameraden von mir vorgestellt und mich gefragt, wie er wäre, wie er handeln würde, wenn er die Bücher gelesen hätte, die mein Leben und meine Sichtweise auf das Leben veränderten.

Wie würde er handeln, wenn er Percys Heldenmut, Gideons Selbstlosigkeit, Chaols Verantwortung, Dorians Verzweiflung, Rowans Herzschmerz, Rhysands Leben gespürt und durchlitten hätte?

Klar habe ich das auch alles nicht wirklich erlebt, aber ich habe zumindest davon erfahren und erfahren, wie Menschen mit gewissen Situationen umgehen können und es tun.

Ich mache es aber eher an kleineren Sachen fest.

Die Bewegungen von Charakteren sind voller Eleganz, voller Selbstvertrauen, voller Verständnis für sich und ihren Gegenüber. Ihre Entscheidungen sind meist selbstlos und sie wollen immer das Beste für ihre Lieben. Sie haben alle ihre kleinen Eigenheiten, sie wissen sich selbst zu verkaufen und darzustellen, sie wissen, was sie können und was nicht, sie haben alle dieses besondere Etwas an sich, dass ich unfassbar gerne auch hätte.

Sie werden von anderen als eindrucksvoll wahrgenommen. Sie haben keine Angst vor Auseinandersetzungen. Sie sind risikofreudig. Sie erleben Abenteuer. Sie sind verdammt noch mal einfach nur Menschen.

Ja, die fiktiven Menschen haben mich sehr viel über die wahren Menschen gelehrt. Manchmal verwechsele ich die beiden Welten allerdings.

Ich habe aus Büchern so viel über menschliche Verhaltensweisen gelernt. So viel darüber, was dieses und jenes Verhalten meinen kann, wie man sprachliche Spitzen anwendet, wann man es zu weit getrieben hat und wie man fast total in den Kopf seiner Mitmenschen hineinsehen kann.

Empathie nennt man das wohl.

Es gibt diverse Studien, die beweisen wollen, dass Bücherwürmer eine höhere Empathie haben, einfach, weil sie aus Büchern mehr über das menschliche Verhalten lernen können.

Und das kann ich so zu 100 Prozent unterschreiben. Wirklich, ich wäre nicht diejenige, die ich heute bin, ohne Bücher. (Ja, ist kitschig, aber stimmt!)


Es gibt auch Menschen, die ich überhaupt nicht verstehen kann. Menschen, für die die Liebe und Sex nichts weiter sind als eine weitere Ablenkung im Leben, obwohl es ja eigentlich das Schönste auf der Welt sein sollte. Menschen, die sich nicht um ihr Leben scheren oder um das ihrer Mitmenschen. Menschen, die nicht zu sehen scheinen, wie ihr Lebensweg und ihre Lebensweise sie in den Abgrund reißt.

Und ich glaube, dass dies verhindert werden könnte. Ich glaube, dass Bücher lesen das Leben von jedem Einzelnen verbessert.

Ich denke, dass diese Menschen bessere Lebenswege einschlagen würden, wenn sie sich selbst besser reflektieren könnten und sehen können, wie sie auf andere wirken.


Aus Büchern ist bei mir Folgendes entstanden:

Ich will badass sein. Ich will schlau und wahnsinnig intelligent sein. Ich will aber auch ein wenig geheimnisvoll herüberkommen und die Menschen durchschauen können. Ich will elegant und wunderschön sein. Ich will einen Unterschied in der Welt machen und mein Leben soll einen Sinn haben. Ich will gute Freunde haben, die mich weiterbringen. Ich will mich selbst verstehen und mit meinem Leben einen Unterschied in der Welt machen. Ich will ich sein. Ich will etwas Außergewöhnliches sein. Etwas, dass man sich merkt und das Spuren in deinem Selbst hinterlässt.

Das würde ich aber alles nicht wollen, wenn ich niemals Bücher von Cassandra Clare, Kai Meyer, Marissa Meyer, Samantha Shannon, Rick Riordan und vor allem Sarah J. Maas gelesen hätte.

Und ich habe das Gefühl, dass es vielen Teenagern einen Sinn geben könnte, sich von literarischen Werken beeinflussen zu lassen. Sie würden ein Stück weiter zu sich selbst finden. Sie würden ihr Selbst erweitern.

Ich denke, dass nur jemand, der liest oder etwas Ähnliches in sich aufnimmt, ein sehr guter Mensch werden kann, der ein erfülltes Leben führt.


Deswegen sollten Teenager sich einen Ruck geben und sich in Zeiten von Social Media, Facebook, Twitter, Snapchat, YouTube, Netflix und Amazon Prime ein wenig um sich selbst kümmern.

Sich selbst erweitern. Mal ein bisschen an sich selbst arbeiten.

Das erfordert natürlich ein bisschen Arbeit. Arbeit, die sich 100 prozentig auszahlt.

Ich höre bei meinen Klassenkameraden immer wieder: „Ja, aber ich habe doch keine Zeit dazu.“ Bullshit! Du hast für alles Zeit, wenn du dir die Zeit dafür nimmst. Es geht noch nicht mal darum, viel zu lesen. Es geht noch nicht mal darum, was du liest. Aber lies!

Und dann höre ich auch immer: „Ja, das ist mir alles viel zu langweilig.“

Dann hast du entweder die falschen Bücher gelesen, gehst mit der falschen Einstellung daran, oder bist geistig nicht ganz auf der Höhe.

Das Ereignis und Erlebnis des Lesens würde sich für jeden lohnen, der auch nur ein bisschen seinen Kopf anstrengen kann und sich mit den Themen aus den Büchern auseinandersetzt.

Aber wer seinen Kopf nicht anstrengen will, dem kann auch nicht geholfen werden.

0 Gedanken zu „Warum das Lesen vor allem für Teenager immer wichtiger wird.

  1. Hey 🙂

    Ich würde das auch auf Erwachsene erweitern. Es ist nie zu spät, ein Buch in die Hand zu nehmen und etwas Neues durchs Lesen kennenzulernen. Da spielt das Alter keine Rolle! Ich habe sogar erfolgreich meinen Freund dazu gebracht, wieder mehr zu lesen, obwohl er vorher Jahre lang kaum Bücher in die Hand genommen hat … Mittlerweile hat er sich einen E-Book-Reader angeschafft und verbringt auch Zeit damit, wenn wir nicht zusammen sind. Das finde ich sehr schön, weil es bedeutet, dass man andere als bekennender Leser dazu bringen kann, doch einmal die wirklich zugegeben miese Lesestatistik der meisten Menschen zu verbessern (Ich hab irgendwo mal gelesen, dass wir in Ö pro Nase nur noch auf ein Buch pro Person kommen, schrecklich) …

    Liebe Grüße
    Ascari

    1. Wow! Cool, dass du deinen Freund dazu gebracht hast, auch zu lesen!
      Das ist ein Fortschritt für unsere Gattung! Immer mehr Menschen müssen lesen!

      Herzlichen Glückwunsch zu dieser Errungenschaft!

      Und Lesen bedeutet so unglaublich viel, ich glaube, dass kann man gar nicht richtig ausdrücken!

      Viele liebe Grüße,
      Anna

  2. Puh viele wahre Dinge und ein beeindruckender (und noch nicht gebrochener) Geist eines Optimisten.
    Was du über die Bücher sagst, die wir gelesen haben und die uns verändert haben (und bis zu einem gewissen Teil auch in unseren Augen optimiert haben) eben weil wir nicht auf reale Vorbilder angewiesen sind, sondern uns fiktive Vorbilder schaffen, ist absolut wahr. Was uns die Bücher aber vor allem bringen, finde ich, ist Reife: wir haben schon so viele Leben gelebt und so viele Abenteuer erlebt, dass mir mein jetzt eigentlich erst startendes Leben nicht so wirklich klar ist.
    Ich hatte einen Haufen Klassenkameraden, die meiner Meinung nach absolut resistent sind gegen diese Möglichkeit der Charakterentwicklung. Liegt vor allem bei unserer Generation am Unwille sich auf etwas so Anstrengendes wie Lesen einzulassen.
    Da leg ich doch lieber einen Film ein und lass mich berieseln.
    Vor allem dieses „Langweilig“-Argument ist einfach nur billig.
    Unsere liebe „Generation – ist – mir – doch – egal“ ist aber in jedem Bereich ihres Lebens so: warum groß Anstrengung in Sachen Persönlichkeitsentwicklung betreiben, wenn ich einfacher mit dem Strom schwimme und unter leichter Berieselung das größte Drama in meinem Leben mein Facebook- Status ist?
    Liebe Grüße Itchy

    1. Du hast absolut recht, liebe Itchy!

      Einfach, dass die meisten es noch nicht mal probieren wollen, ist für mich ganz klar eine totale Resistenz gegenüber Intelligenz für mich.
      Das Langweiligargument ist echt sehr schwach und zur Generation Mir-Doch-Egal kann (Songempfehlung: Generation Maybe von Teesy) kann ich nur sagen: Man, interessiert euch eigentlich noch irgendwas anderes, außer eurem Aussehen und den Fotos eurer Freunde?
      Klar, Optimisten! Es steckt zwar immer Mist in Optimist, aber genauso in Pessimist, also warum denn nicht? ;D

      Und dass wir schon unendlich viele Welten bereist haben und unendlich viele Leben gelebt haben, ist ein so schöner Gedanke, den möchte ich bitte für immer behalten 🙂

      Viele liebe Grüße,
      Anna

  3. Ja, ich könnte hört ein ellenlanges Kommi schreiben, genau wie die zwei über mir, und um ehrlich zu sein habe ich auch damit begonnen, bis mir klar geworden ist, dass ich einfach alles nur noch zusammenfassen und wiederholen würde, also bekommst du jetzt ganze sieben Wörter von mir, weil ich das einfach sagen wollte:
    Ich stimme dir voll und ganz zu 👍

  4. Hey Anna!
    Wunderschöner Beitrag! Ich liebe es wie sich Menschen verbessern, weil sie Bücher lesen. Wie gerne wäre ich wie Juliette aus der Shatter Me Reihe! Sie ist so selbstlos und hasst sich, entwickelt sich aber zu einem Badass Charakter, der seine Fähigkeit zu schätzen weiss und beginnt sich selber zu verstehen und zu mögen. Bücher sind schon etwas magisches <3

    Viele Grüsse
    Julia

    1. Hey meine allerliebste Julia,
      Danke vielmals! Immer zu Diensten!
      Siehst du, das ist dein Buch, was dich geprägt hat und dich zum Weiterentwickeln antreibt! Ich glaube jeder hat so ein Buch, ich würde echt gerne mal wissen, wer welches hat! 😀
      Bücher sind pure Magie! Davon bin ich fest überzeugt!
      Viele viele Grüße,
      Anna

  5. Ah, so ein schöner Beitrag! 🙂
    Ich kann dir da auch nur zustimmen. Würden doch nur meine Klassenkameraden mehr lesen… Ich höre dann auch immer so: Ich habe keine Zeit. Neee voll langweilig. – Ich finde: für jeden gibt es das perfekte Buch, und dann wird es sich noch anderen zu wenden und immer mehr lesen. Vielleicht würden dann auch einige mal aufhören so eine (sorry) Scheiße daher zu reden ohne nach zu denken.
    Toller Beitrag! 🙂
    Lg Neyla

    1. Hi Neyla!
      Genau! Du hast total recht! Wenn die Leute endlich mal lesen würden, würden sie meistens auch erstmal nachdenken und sehen, dass sie meistens totalen Stuss reden!
      Und Bücher sind ja wohl alles andere als langweilig! Das geht ja gar nicht!

      Auf jeden Fall denke ich, dass den meisten Menschen ohne Bücher einfach der Stoff zum Nachdenken fehlt und dass sie deshalb für uns echt nicht ansprechend sind…eventuell? 😀

      Viele liebe Grüße,
      Anna

  6. Ach Anna, das war wirklich wunderschön *-*
    Für mich beeinflussen Bücher Menschen vor allem unterbewusst. Sie erweitern den Blick auf die Welt und lenkt die Sicht auf so viele Dinge die man zuvor nie beachtet hat. Das Allgemeinwissen steigert sich auch extrem. Für mich kommt es nicht von irgendwoher, dass Bücherwürmer als intelligent angesehen werden. Wir wissen soviel mehr als andere, denn wir haben soviel mehr gelebt, geliebt und gekämpft. In unserem Geiste. Und so hat sich unser Geist auch erweitert und ist offener und reicher als der anderer.
    Moana

    1. Hey meine liebe Moana,
      vielen vielen Dank!
      Jaaa, ein ganz großer Teil geschieht unterbewusst! Und das ist fast schon das Faszinierendste an dem ganzen!
      Mein Allgemeinwissen war noch nie so hoch, wie heute, einfach, weil Bücher so viel Tolles vermitteln UND man wird zusätzlich mit Brille (YES!) und als Bücherwurm als intelligent angesehen, was einem die Blödmänner vom Hals hält! Das ist echt cool!

      Viele liebe Grüße,
      Anna

  7. Wenn ich das so sagen darf: DU BIST SCHON WAS AUßERGEWÖHNLICHES UND BESONDERES!! Just by the way.
    So ich habe mir jetzt die Zeit genommen, die deine Beiträge immer verdienen und mir zu Herzen genommen, was du niedergeschrieben hast – mal wieder eine kleine Meisterarbeit von dir, aber was hatte ich auch anderes erwartet?! – und stimme dir zu! Bücher sind nicht nur Welten, in die wir schlüpfen, es sind Welten, die uns berühren und verändern. Man wird offener anderen Menschen gegenüber, weil man in Büchern ggelernt hat, dass der Schein auch trügen kann. Man hat mit fremden Menschen gelitten und erlebt, wie deren Leben hinter der Kamera aussieht, ganz ohne Make up, Skipt (na gut…) und statisten.
    Und auch wenn Bücher oft ein Happy End haben, kommt es oft doch nicht wie erwartet und man lernt, dass es zumindest nicht immer einfach ist…
    Ok.. ich schriebe schmarn… also… ehm… wundervoller Beitrag meine Liebe :*

    1. MEINE ALLERALLERLIEBSTE SASKIA,

      Ich danke dir wirklich von ganzem Herzen! Deine Komplimente sind so toll und ich sitze hier schon wieder mit dem breitesten Grinsen der ganzen Welt! Danke dafür!

      Hihi als Meisterarbeit würde ich es nicht bezeichnen, aber DANKE DU SÜßE KNUTSCHKUGEL!

      Quatsch du schreibst großartig und es stimmt alles! Es lehrt so viel über das Leben! Manchaml denke ich, dass die Realität nur ein Abklatsch von Bücher ist, so langweilig sich das anhört 😀

      Viele viele VIELE KNUDDELGRÜßE,
      Anna

  8. Wirklich toll geschrieben. Und so wahr!
    Ich kann mir ein Leben ohne Bücher gar nicht vorstellen und meine Lieblingsbücher und -charaktere haben mich denke ich auch sehr geprägt.
    Finde ich echt klasse, das du das mal so ausführlich reflektiert hast.
    Aber ich kenne auch Leute, die mit Büchern halt nicht so viel anfangen können, aber dafür total bei ihren Lieblingsserien mitgehen und darüber auch viel über sich und andere lernen. Also würde ich das vielleicht nicht so verallgemeinern.
    Wir Bücherwürmer sind vielleicht schon auch ein bisschen speziell! 😉
    Aber auf jeden Fall eine tolle Anregung und ich fände es total super, wenn mehr Leute lesen würden. Das ist es ja glaube ich auch, was viele von uns Buchbloggern antreibt: unsere Begeisterung für die Bücher mit anderen teilen und sie im besten Falle damit anstecken! 🙂
    Das gelingt dir auf jeden Fall sehr gut.
    Liebe Grüße

    1. Du hast vollkommen recht!
      Ich habe die Serien vergessen! Das tut mir echt leid! Und klar will ich nicht verallgemeinern. Jeder, wie er will.
      Allerdings finde ich selbst als Leser andere Leser halt toll! Deshalb war es eine kleine Hommage ans Lesen und wie es Menschen beeinflussen kann!

      Vielen vielen Dank für die tollen Komplimente!
      Ich habe mich total gefreut!

      Viele Grüße,
      Anna

  9. Ich denke eine Persönlichkeit kann sich genauso durch Filme sowie Serien weiter entwickeln. Nichts für ungut, aber ich habe einige Serien sowie Filme, die mir zwar nicht den Weg des Lebens aufgezeigt haben doch die mir immer wieder klar gemacht haben was ich für ein Mensch sein will und wen ich mir als Vorbild nehme. Ebenso wie bei Büchern gibt es Serien/ Filme Musik, die lässt sich nicht leicht herunter hören. Es kommt immer darauf an wie man es zelebriert. Man kann das Zimmer abdunkeln und sich der Musik hingeben oder wie du meinst im Bus hören… Dass manche Teenager alles gleichzeitig sowie auf Hintergrund herunterbrechen liegt an ihnen nicht am Medium. Ich würde sogar sagen, dass Dokumentationen stärker über Bilder funktionieren als über Schrift.

    Nur weil ein Mensch ließt heißt es noch lange nicht, dass er etwas dazu lernt. Denn wie bei Serien oder Filmen ist es etwas völlig anderes wenn man „Die Apologie des Sokrates ließt“ oder „Saphierblau“. Man wird durch Saphierblau nicht mit neuen philosophischen Blickwinkeln erhellt…

    Darüberhinaus würde ich mit dem Begriff „geistig nicht ganz auf der Höhe“ verdammt vorsichtig sein, mag sein dass Lesen dir hilft. Aber du bist ein anders Individuum als Max oder Lene. Vielleicht ist einer von beiden Legastheniker. Dumm gelaufen… klar das man dann nicht wirklich die Lust verspürt zum Lesen. Ist die besagte Person dann etwa nicht ganz auf der Höhe?

    Zumal reale Personen als Vorbilder viel wirkungsvoller sind, denn sie sind real. Menschen aus Fleisch und Blut, endlich. Nicht fiktiv erdacht… Man kann sich über sie besser eine Meinung bilden durch Interviews oder Autobiographien. Darüber hinaus ist oft bei Halbstarken das Problem, dass sie gerne glorifizieren. Mit dem falschen Charakter kann dies ganz schnell, sehr schief gehen.
    Weiß ich aus eigener Erfahrung und erlebe ich leider jeden Tag mit…

    1. Meine allerliebste WordBUZZz,
      Was würde ich nur ohne dich tun?

      Vielen Dank, dass du mich immer auf meine Gedankenfehler hinweißt und ich habe wirklich vergessen, dass Serien ja auch sehr gute Dinge vermitteln können, weiß ich ja auch aus eigener Erfahrung!

      Und natürlich wollte ich niemanden, der nicht liest, verurteilen, eben weil er nicht liest.
      Manche Menschen mögen es halt und manche nicht.
      Manche sind so veranlagt, manche nicht.

      Ich wollte einfach nur aufzeigen, warum dieses Hobby so wichtig für mich ist und ein wenig zelebrieren, wofür Bücher im Allgemeinen gut sind.
      Klar, alles andere hat auch seine Berechtigung. Ich will ja niemanden zwingen, etwas zu tun, was er nicht will. Ist ja immer noch alles freiwillig.

      Aber meine Liebe und meine Hochachtung für Bücher mussten einfach raus und die Gedanken sollen ja in keinem Fall irgendwen verletzen.

      Ja klar, falsche Vorbilder werden immer und überall gesehen, da kann das Buch selbst dann nichts zu, ebenso wenig wie Musik, Filme oder Serien.

      Es ist ja nur ein kleiner Aufruf zum Mehr-Lesen.

      Aber danke für alle gedanklichen Anregungen! Ich hatte wirklich einiges vergessen zu überdenken!

      Viele Grüße,
      Anna

  10. Ich danke dir für diesen schönen Beitrag 🙂
    Deine Worte sind so treffend gewählt und sprechen etwas soooo wichtiges an!
    Das Leben ist so viel schöner, wenn man liest. Es ist Friedvoller. Man lernt durch die vielen gelesenen Worte, nicht nur sich selbst besser kennen, sondern auch den Umgang mit seinen Mitmenschen. Bücher vermitteln einem Menschenkenntnis und sie schulen uns darin ein Gespür dafür zu haben, warum andere Menschen so handeln, wie sie eben handeln. Bücher sind wie ein Schlüssel zu einer ganz alten Tür: dem Verstand.
    Gelesene Worte arbeiten in uns und auch wenn wir es nicht sofort verstehen… kommen wir irgendwann an einen Punkt – in eine ähnliche Situation – und dann macht es plötzlich *klick* und wir verstehen so vieles besser, leichter! Das also wollte der Autor damit sagen…
    Bücher sind so wertvoll. Bücher zeigen uns das Leben. Sie zeigen uns den Menschen. Sie zeigen uns die hellen, aber auch die dunklen Seiten des Lebens und lassen uns davon lernen.
    Und dein Beitrag gibt auf die Frage: „Warum soll man seine Zeit überhaupt mit einem Buch verbringen?“ eine glasklare Antwort! Für die Fantasie. Für ein besseres Verständnis für die Realität. Für sich selbst. Um zu atmen.

    Liebe Grüße
    und fühl dich für deinen Beitrag ganz fest gedrückt!

    Bonny (von ‚Nur ein Buch‘)

    1. Hey Bonny!

      Also dein Kommentar ist echt wunderschön geschrieben, ich kann allem nur hundert prozentig zustimmen!
      Der Verstand ist ja das Wichtigste, was der Mensch besitzt (wusste schon Kant) und deshalb liebe ich es, wie er mit Büchern weiterentwickelt und gefördert werden kann!
      Und die Fantasie und das Kopfkino werden dadurch so viel besser und klarer. Man fühlt sich viel besser in seinem eigenen Kopf! Das kann glaube ich nichts anderes erreichen!
      Und ich mag dieses Gefühl so unglaublich gerne! *hach*
      Das wahre Leben ist halt manchmal auch nur ein Abklatsch der Bücher 😀

      Viele liebe Knuddelgrüße,
      Anna

  11. Ein wirklich toller Beitrag! Lesen bringt einfach so viel und da ist es auch (fast) ganz egal, welche Bücher man liest. Und auch egal, in welchem Alter, denn auch Ältere lesen – meiner Meinung nach – zu wenig. Aus Büchern nimmt man einfach so viel mit und lernt sozusagen fürs Leben (das muss man auch als Erwachsener noch 😉 ). Beim Lesen versetzt man sich schließlich immer in andere Figuren hinein und sieht die Welt aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln. Daher kommt dann auch die Empathie der Leser im wirklichen Leben. Manchmal hab ich das Gefühl, dass ich alles wirklich Wichtige durchs Lesen gelernt habe und kann mir ein Leben ohne Bücher einfach nicht vorstellen.

    1. Das stimmt! Und viel besser als du hätte ich es auch nicht mehr ausdrücken können!
      Bücher helfen fürs Leben und man lernt so unglaublich viel, was man nirgendwo anders herbekommt! Das liebe ich ja wirklich!
      Und ich habe auch sehr viel mehr Ahnung von sozialen Strukturen seit ich lese. Man versteht so viel mehr und kann mehr deuten!
      Es ist soo toll und ich will es nie mehr missen!
      Viele Grüße,
      Anna

  12. Toller Text und ich glaube ich kann alles was du geschrieben hast genau so unterschreiben 😀
    Mich prägen Bücher natürlich auch unterbewusst, aber ich merke auch wie mir einige Dinge durch Bücher klar werden. ich versuche meine Mitmenschen besser zu verstehen, was gar nicht mal so leicht ist.
    Das Argument mit dem „Ich habe keine Zeit“ höre ich so oft. Die Leute in meinem ALter (16-17) schütteln den Kopf, wenn sie erfahren, dass ich 4 Bücher im Monat lese. Sie können nicht verstehen wieso ich meine Freizeit damit „verschwende“. Dabei sprone ich mich gleichzeitig an mehr zu lesen 😀
    Einen kleinen Erfolg habe ich aber im Laufe der Zeit gemacht: Meine zwei Jahre jüngere Schwester liest nun auch und es ist so toll sich mit ihr über Bücher zu unterhalten auch wenn wir (noch) nicht die gleichen Bücher lesen. Bei meiner jüngsten Schwester suche ich einfach noch das passende Buch, damit sie nicht mehr sagt, dass lesen „langweilig“ und „bescheuert“ ist.
    Ich muss zu all dem hinzufügen, dass ich auch Serien total toll finde. Nicht nur um mich zu unterhalten (das reicht mir auf die dauer einfach nicht), sondern um den Personen durch ihr Leben zu begleiten und aus ihren Fehlern zu lernen.
    Insgesamt bin ich ein leidenschaftlicher Bücher- und Serienjunkie und auch noch stolz darauf 😀

    1. Ich mag Serien auch sehr gerne, allerdings komme ich irgendwie nie dazu, sie zu schauen! Das tut mir immer so weh in der Seele!
      Aber ganz wichtig ist auch, dass „unsere“ Generation Bücher immer für langweilig hält, obwohl sie das Spannendste überhaupt sind, daher kann ich es ÜBERHAUPT nicht verstehen, dass immer weniger Leute lesen…
      Dass du deine Schwester zum Lesen gekriegt hast, ist wirklich toll! Ich versuche es immer wieder und bei mir scheitert es einfach immer und immer wieder! *seufz*
      Jaaaaa, Bücher prägen sooooo viel der Persönlichkeit! Und ich liebe es so sehr! Wüsste nicht, wer oder was ich ohne Bücher wäre!

      Viele liebe Grüße,
      Anna

      1. Dass alle denken Bücher wären langweilig kann ich auch gar nicht verstehen. Mir fällt auf, dass besonders Jungs das direkt sagen, wenn es um Bücher geht, aber natürlich sagen das auch viele Mädchen. Traurig dass das so viele denken, obwohl sie noch nie ein Buch gelesen haben.
        Mich macht das auch sehr glücklich, aber bei meiner jüngsten Schwester komme auch nicht weiter. Sie interessiert sich da eher für „musical.ly“…
        Ich weiß genau was du meinst 😉
        Liebe Grüße,
        Lele

        1. Bücher sind sowas von nicht langweilig! Das kann ich gar nicht verstehen! Wirklich nicht!
          Jungs sind so schlimm, was das angeht! Und wenn sie lesen, dann sagen sie es nicht, weil sie sich schämen…wie doof ist das denn?!
          Meine jüngeren Schwestern sind auch nicht zu guten Büchern zu kriegen…*seufz* Sie verpassen so vieles!
          Naja, wir können ja immer unr dagegen halten und immer mehr gute Bücher lesen!

          Viele liebe Grüße,
          Anna

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