Wie ich versuche umweltfreundlicher zu leben | Aktionsmonat #Umweltliebe

Hallo! Einen Tag nach der Europawahl, bei der die Grünen die stärkste Kraft wurden, erscheint mir dieser Artikel noch wichtiger, als er eh schon wäre.

Im Rahmen des Aktionsmonat #Umweltliebe von Crow and Kraken beschäftige ich mich heute damit, wie ich persönlich mich schon dafür einsetze, den Planeten weniger zu belasten und welche „Projekte“ ich demnächst umsetzen möchte.

Vielleicht habt ihr ja noch Anregungen?


Photo by veeterzy from Pexels

Was ich schon tue

  1. Essen – Ich lebe seit ein paar Monaten großteils vegetarisch. Bedeutet, dass ich es mir zum Ziel gesetzt habe, dass ich nur ein oder zwei Mal in der Woche Fleisch zu essen. Und das funktioniert sehr sehr gut! Ich habe auch tatsächlich gar nicht so das Verlangen danach, Fleisch zu essen und habe gemerkt, dass es eh viel besser schmeckt, sobald ich mich zurücknehmen und wirklich nur noch hochwertiges Fleisch esse.
  2. Ebenfalls versuche ich nun, Fertigessen und Essen mit zu vielen Zusatzstoffen zu vermeiden. In der Mensa der Uni funktioniert das nicht immer, aber es wird jeden Tag ein bisschen besser!
  3. Ich habe mir ebenfalls einen Nutella-Ersatz gesucht, damit ich dieses mistige Palmöl nicht immer in mich reinstopfe! Und es schmeckt sogar besser und intensiver!
  4. Ich bin auf eine Bambuszahnbürste umgestiegen. Das ist gar nicht schwer, gibt es in fast jedem Drogeriemarkt und ist gar nicht anders!
  5. Ich benutze ebenfalls einen Kaffeebecher aus Bambus, den ich mir diesen Monat gegönnt habe, damit ich in der Uni wirklich nie mehr Pappbecher benutzen muss.
  6. Ich versuche, meine Duschzeit auf einem Minimum zu halten. Meistens brauche ich doch etwas länger als nötig, weil sich meine Muskeln durch das warme Wasser sehr gut entspannen können. Aber zum Rasieren schalte ich das Wasser seit eh und je ab.
  7. Ebenfalls habe ich mir leider noch keine feste Seife zugelegt, aber ich habe mir zumindest Duschgel ohne jegliche Zusätze gekauft und Shampoo und Duschgel frei von Mikroplastik und aus Bio-Anbau. Ein kleiner Fortschritt, aber ein Fortschritt!
  8. Ich habe ebenfalls ein MakeUp-Tuch gekauft, was nur lauwarmes Wasser braucht, um meine Haut nicht nur zu peelen, sondern sie auch gründlich zu reinigen. Keine Pads oder feuchte Tücher mehr, sondern einfach Wasser. Ich liebe es!
  9. Ich versuche, so wenig wie möglich Getränke aus Plastikflaschen zu trinken. Ich kann mich manchmal einer Cola nicht verwehren, aber an sich habe ich nun eine 1 Liter-Glasflasche für die Uni und eine aus Stahl für den Sport und trinke damit nur Wasser aus dem Hahn, was in Deutschland teilweise eine bessere Qualität hat, als Flaschenwasser.
  10. Ich habe zusammen mit meinem Freund die App „TooGoodToGo“ ausprobiert, bei der man liegen gebliebenes Essen retten kann und meist für eine riesige Portion nur sehr wenig bezahlt! Wir waren bei unserem liebsten Sushi-Laden und haben es total gefeiert, wie viel Sushi wir für so wenig Geld essen konnten und haben es dabei auch noch vor der Mülltonne gerettet!
  11. Ebenfalls möchte ich nicht mehr so viel Fast Fashion kaufen. Die beste Alternative sind dabei für mich nicht Second Hand Läden, denn hier funktionieren diese nach dem Prinzip, das meist nur Vintage Marken angeboten werden und die dann auch noch sehr teuer sind. Stattdessen habe ich die App „Kleiderkreisel“ ausprobiert und mir eine todschicke Vintage-Jeansjacke ergattern können, die mich wesentlich weniger kostete und nur den Versand einmal durch Deutschland mit den Elektroautos der Post geht auf mein Konto, nicht noch das Färben und die giftigen Stoffe der Jeans! Und ich habe schon einige weitere tolle Dinge dort gefunden! (Da ich mir die meiste Fair Fashion ohne Plastik leider echt nicht leisten kann.)
  12. Ich habe außerdem die Temperatur in meinem Zimmer runtergeregelt. Das macht nicht viel, da wir unsere eigene Erdwärme produzieren und verwenden, aber ich finde es trotzdem komisch, auch im Winter quasi im T-Shirt hier sitzen zu können.
  13. Ich achte un bei Reisen darauf, bei atmosfair.de die Emissionen, die ich gemacht habe, auch wieder zu kompensieren. Zwar nicht so gut, als wenn sie gar nicht erst entstünden, aber immerhin!
  14. Ich habe generell meinen Konsum runtergefahren und versuche immer, erst gebrauchte und verschenkte Dinge zu finden, ehe ich Dinge neu kaufe!

Was ich noch tun möchte

  1. Ich möchte eine Milchalternative finden, die ich lecker finde und mir leisten kann!
  2. Ich möchte auch versuchen, meine Ernährung genauer zu betrachten!
  3. Ich möchte in einen Unverpackt Laden gehen!
  4. Ich möchte weniger Auto fahren und dafür öfter den Bus nehmen!
  5. Weniger Fast Food und Fast Fashion!
  6. Ich will mir Zahnputztabletten zulegen!
  7. Ich will auch mal feste Seifen ausprobieren!
  8. Ich möchte mich mit Umweltfreundlicherem Make Up beschäftigen. (Allerdings werde ich das jetzige erstmal aufbrauchen, es geht ja nicht darum, sofort alles zu ersetzen!)
  9. Ich möchte schauen, ob ich meine Verhütung durch die Pille besser machen kann. (Da die Hormone ja ins Grundwasser kommen!)
  10. Ich möchte vielleicht auch Bücher nicht nur im Print lesen, sondern versuchen mit der e-Alternative zufrieden zu sein.
  11. Ich möchte weniger Unternehmen unterstützen, die sich nicht für das Klima einsetzen oder es mutwillig zerstören.
  12. Ich möchte zu einer #fridaysforfuture Demo gehen.
  13. Ich möchte weniger Chips essen. Beziehungsweise halt verpackte Chips. Das wird sehr schwer.
  14. Und mich generell mehr damit auseinandersetzen, welches Essen nicht nur dem Planeten schadet, sondern langfristig auch mir.

Diskussions-Time!

Wie setzt ihr euch für die Umwelt ein? Was könnt ihr mir noch für Tipps geben? Was würdet ihr gerne noch verändern?


Hier findet ihr die anderen Teilnehmer der Tour:

Kitsune Books

Teekesselchen

Bücherbrise

The Printrovert

5 Comments

  1. Toller Artikel Anna.
    Wir hatten diesen Monat an den Samstagen einen Unverpackt-Stand auf dem Wochenmarkt wo ich mich schon mit Shampoo in Seifenform eingedeckt habe und auch deren Startnext-Kampagne unterstütze für die Weöffnung eines Ladens (der dann auch noch ganz bei mir in der Nähe wäre).
    Ich versuche so gut es geht verpackungsfrei einzukaufen und habe mir Netze besorgt für Obst und Gemüse.
    So oft es geht lasse ich das Auto in der Garage und erledige alles zu Fuß bzw. fahre mit Fahrrad. Zur Arbeit zum Beispiel fahre ich mit Rad und Zug.

  2. Huhu 🙂
    Du machst ja schon einige Dinge, die der Umwelt helfen. Super! Mit meiner Bambuszahnbürste bin ich auch super zufrieden und ich bin mittlerweile auf festes Shampoo und Conditioner umgestiegen, was meinen Haaren unglaublich gut getan hat.
    Was in Sachen Ernährung auch wichtig ist, und was ich nun seit über zwei Jahren mache, ist regelmäßig auf dem Wochenmarkt einzukaufen. Die Produkte sind regional und saisonal und oftmals auch bio 🙂
    Liebe Grüße
    Kat 🙂

  3. Hallo Anna,

    eine lange Liste, wow!

    Wir wohnen im Dorf, da ist manches schwieriger umzusetzen – zum Beispiel komme ich definitiv nur mit dem Auto zur Arbeit. Aber dafür habe ich mit meinem Arbeitgeber ausgehandelt, dass ich zwei Tage in der Woche im Homeoffice arbeite. Das spart Benzin/CO2, Reifenabrieb und nicht zuletzt die Fahrtzeit, die ich sinnvoller als Arbeitszeit nutzen kann. Also eine Win-Win-Situation. Klar, geht nicht in jedem Job und in meinem auch nur teilweise.

    Wozu ich ebenfalls das Auto brauche, ist das Einkaufen (ja, unser Dorf ist wirklich klein. Es gibt nullkommanull Einkaufsmöglichkeiten, nicht mal einen Bäcker). Ich plane die Einkäufe mittels Einkaufsliste über die Woche, kaufe nur einmal die Woche ein und koordiniere die Fahrt z.B. mit Terminen oder auch der Fahrt zur Arbeit, so dass ich insgesamt seltener fahren muss. Was das Brot angeht: Kann man auf Vorrat kaufen und einfrieren – oder mein Mann backt selbst =) Fleisch gibt es bei uns auch nur selten, ich bin schon ewig Vegetarierin, und dem Rest der Familie reicht ein-, zweimal die Woche. Ansonsten schaue ich darauf, möglichst wenig Verpackungsmüll zu produzieren, wobei das z.B. bei Gemüse schon im normalen Supermarkt immer besser geht, und den Plastikmüll möglichst maschinensortierbar zu trennen, sprich, sortenrein. Also Deckel vom Joghurtbecher ganz abmachen etc.

    Was die Pille angeht: Hab ich nie viel von gehalten. Es gibt gute Alternativen, jedenfalls wenn man bereit ist, sich auf den natürlichen Zyklusablauf einzulassen und ihn genauer kennenzulernen. Und einen Partner hat, der das auch mitträgt. Auf diese Weise wird der Umgang mit dem Zyklus bewusster und der eigene Körper vertrauter sowie die Verhütung zum Partnerschaftsprojekt – und genau das sollte sie meiner Meinung nach sein, wird ja keine Frau von allein schwanger 😉

    Großer Themensprung: Urlaub =) Der muss vielleicht nicht ganz so weit weg sein, oder wenigstens nur ab und zu. Unser Plan für dieses Jahr: Wir werden mit unseren beiden Ponys von zu Hause aus losziehen, und zwar zu Fuß/Huf. Das ist zwar auch nicht CO2-neutral, wir müssen ja alle atmen, aber ich glaube, es ist tendenziell weniger als bei einem Flugzeug 😉 Ich bin jedenfalls schon sehr gespannt!

    LG Susa

  4. Schöner Beitrag! Ich finde es gut, dass du zugibst, nicht alles perfekt zu machen (da das ja ohnehin nicht geht) und dafür erklärst, woran es aktuell noch scheitert. Ich bin auch mit kleinen Schritten dabei, aber es gibt noch sehr viel Potenzial für Verbesserung.
    Ich habe mich auch schon durch die Milchalternativen getestet und kann Hafer-Vanille sehr empfehlen, von Kaufland z.B. ist der auch ganz gut bezahlbar und schmeckt gut in Kaffee, finde ich. Einen To Go Becher habe ich bisher leider noch nicht, weil ich noch keinen gefunden habe, der meinen scheinbar hohen Ansprüchen genügt (aka die richtige Größe von ~350ml hat und die letzten Tropfen in der Tasche dicht hält), aber ich suche weiter. Bald ziehe ich auch in die Großstadt und verkaufe dann mein Auto um ganz auf die Öffis umzusteigen.
    Verhütung ist ein Aspekt der tatsächlich echt schwierig ist, denn ich wüsste keine Option, die müll/hormonfrei und trotzdem sicher ist. Ich hoffe, dass man da irgendwann noch eine gute Lösung findet.
    Chips könntest du vielleicht versuchen selbst zu machen. Das habe ich zwar noch nie probiert, sollte aber ziemlich unkompliziert sein und ist sicherlich auch gesünder als die gekaufte Version.

    Danke für deine Bemühungen und viel Erfolg bei den Änderungen, die du noch umsetzen möchtest!

  5. Hallo Anna,

    inspirierender Artikel!

    Ich muss ehrlich zugeben, dass ich in vielen Aspekten, gerade in Bezug auf Ernährung, längst nicht so konsequent bin wie du, teilweise auch, weil die Alternative oft teurer ist. Allerdings bin ich sowieso Vegetarierin und trinke mittlerweile nur noch Pflanzenmilch. Dabei mag ich persönlich Mandelmilch am liebsten, die bei Aldi oder Lidl auch gar nicht so teuer ist. Und Wasser aus dem Wasserhahn finde ich sowieso besser, da können wir in Deutschland definitiv zufrieden sein.

    Liebe Grüße
    Dana

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