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Buchbloggerbasics #02: Rezension

Bei dem ersten Beitrag meiner neuen Reihe „Buchbloggerbasics“ haben wir uns mit den generellen Begriffen des Buchblogger-Daseins beschäftigt.

Dieses Mal ist die Rezension dran! Das Herzstück eines jeden Blogs, da wir ja wohl alle angefangen haben, um uns über ein bestimmtes Buch zu unterhalten. Genau das soll eine Rezension tun: Über die Empfindungen, Eindrücke und Kritik eines Buches beim Lesen sprechen und es auf dieser Grundlage bewerten.

Aber wie macht man das eigentlich genau und welche Rezensionen werden gerne gelesen? Welche Rezensionen mögen Verlage am liebsten und was sollte man am besten gar nicht in eine Rezension schreiben?


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Was ist eine Rezension?

Am besten ist bei so einer Frage immer, die offizielle Definition nachzuschauen, die in diesem Fall so aussieht:

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Bei einer Rezension geht es also darum, etwas kritisch zu beurteilen. Das heißt in unserem Fall ein Buch, eine Kurzgeschichte oder eine ganze Reihe.

Dabei sollte in jedem Fall beachtet werden, dass „kritisch“ nicht heißt, dass man nur negative Kritik aufzeigen soll, sondern dass man die subjektiv positiven und negativen Seiten aufzeigt und daraufhin abschließend zu einem Fazit gelangt, welches das Buch beurteilt.

Meistens wird dabei in einem 5 Sterne-Schema vorgegangen, wie das bei Amazon auch der Fall ist. Diese „Sterne“ können natürlich in Herzen, Federchen, Schreibfedern oder Tintenkleckse (in meinem Fall) modifiziert werden.

Der Grundgedanke ist aber derselbe: Das Buch vergleichbar mit anderen zu machen und ihm (ähnlich wie in der Schule) eine Note zuzuweisen, die den Wert ganz kurz und knapp bemisst. Dass dies nicht immer besonders aussagekräftig ist und manche Blogger mittlerweile völlig darauf verzichten, ist daher auch klar, man möchte einfach ein klares Verständnis von den guten und schlechten Eigenschaften eines Buches haben.

Dabei ist die Gliederung meistens ungefähr so:

1 Stern: Ein sehr schlechtes Buch, welches man niemandem empfehlen würde

2 Sterne: Ein eher schlechtes Buch, welches man nicht empfehlen möchte

3 Sterne: Ein gutes Buch, was aber eher dem Durchschnitt entspricht

4 Sterne: Ein gutes Buch, welches trotzdem nicht ganz überzeugen konnte

5 Sterne: Ein sehr gutes Buch, welches man uneingeschränkt empfehlen kann!


Was sollte vor der Rezension passieren?

 

 

 

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Notizen machen

Viele Blogger machen sich vor der Rezension Notizen, in denen sie festhalten, was sie besonders gut an dem Buch fanden und was sie eher gestört hat.

Manchmal können dabei auch tolle oder besonders aussagekräftige Sätze notiert werden, die dann die Rezension aufwerten und begleiten können.

Dabei ist egal, wo diese Notizen stehen, aber es erleichtert das Schreiben einer Rezension doch deutlich, diese vorliegen zu haben und sich an ihnen durch die Rezension zu hangeln

Kurzer Einschub: Bis wann ist eine Rezension zu schreiben? (Bei Rezensionsexemplaren!)

Die meisten Verlage sind dabei relativ unklar, es hat sich jedoch eingebürgert, dass eine Rezension am besten zwischen 4-6 Wochen nach Erhalt des Buches gepostet wird. Schlimm sind 6 oder 7 Wochen natürlich auch nicht, aber ab spätestens 2 Monaten sollte man dem Verlag doch Bescheid geben und einmal höflich fragen, ob man Aufschub erhalten kann, wenn irgendwelche dringenden Termine dazwischen gekommen sind. Die meisten Verlage sind da sehr nett, allerdings sollte es wirklich nicht zu häufig vorkommen.

(Anders ist das natürlich, wenn man ein Rezensionsexemplar lange vor dem Erscheinungstermin erhält. Dann bietet es sich an, die Rezension um den Erscheinungstermin herum zu veröffentlichen!)


Wie ist eine Rezension aufgebaut?

Generell gilt hierbei: Jeder hat da seine eigene Vorstellung und man kann die generellen Stücke der Rezension sehr gerne einfach durcheinander mixen!

Allerdings sollten folgende Dinge schon enthalten sein: Details über das Buch, eine Inhaltsangabe, positive Aspekte, negative Aspekte und natürlich ein Fazit

Details über das Buch: Hierbei gibt es keinen Konsens, welche Informationen am besten dazu geschrieben werden sollten, allerdings habe ich hier mal ein paar Vorschläge gesammelt, die gerne gesehen und verwendet werden:

  • Titel
  • AutorIn
  • Verlag
  • Genre
  • Seitenzahl
  • Format
  • Preis
  • (ÜbersetzerIn)
  • Erscheinungsdatum
  • ISBN

Inhaltsangabe: Dabei kann man natürlich einen Klappentext nehmen, das ist sogar ganz normal und viele tun dies gerne und häufig. Manche bevorzugen es allerdings, eine ganz eigene Inhaltsangabe zu schreiben, welche das Buch besser repräsentiert. Und es ist auch einfach kreativer, nicht einfach eine Inhaltsangabe abzuschreiben. (Was mich aber nicht daran hindert, es trotzdem zu machen, hehe! :D)

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Positive Aspekte: Das ist natürlich klar. Die Dinge, die uns an dem Buch besonders gefallen haben. Diese sollten allerdings nicht nur genannt werden, sondern am besten auch noch erklärt und dabei ein wenig näher auf die Begebenheiten des Buches eingegangen werden.

(Wie man das nicht machen sollte, erkläre ich gleich!)

Negative Aspekte: Diese sind essenziell! Selbst bei einem 5-Sterne-Buch kann man nicht einfach nur behaupten, dass das Buch super-toll-und-generell-perfekt ist. Jedes Buch hat ein paar kleine Dinge, die nerven oder fehlen. Und wenn man nur gute Punkte nennt, wirkt das wirklich nicht besonders glaubwürdig. Wenn ich reine Werbung hören wollte, würde ich beim Verlag oder der Autorin nachlesen, aber ich will ja eine ehrliche Meinung hören! (Und ja, auch überwiegend negative Rezensionen sind vollkommen ok!)

Fazit: Das Fazit sollte nochmal ganz kurz und knapp zusammenfassen, was ihr gut und schlecht fandet und einen generellen Eindruck eurer Meinung vermitteln. Danach könnt ihr natürlich eine Wertung vergeben, in dem Bewertungsraster, dass ihr toll findet, oder ihr könnt es auf einem schriftlichen Fazit belassen.


Fotos in der Rezension

Fotos in der Rezension sind ein wichtiger Bestandteil, denn wir wollen unseren Beitrag ja nicht nur aus einem Textblock zusammensetzen, sondern auch noch ansprechende Bilder von dem gelesenen Buch präsentieren.

Am besten kopiert man nicht einfach nur das Coverbild von Amazon oder der Verlagsseite, sondern setzt die Bücher in Szene und zeigt, wie sie aussehen.

(Ich persönlich finde Buchrücken immer wichtig, weil man das Buch ja so im Regal stehen hat und ich diesen Anblick schon wichtig finde :D)

Daher: Macht Fotos, egal ob mit professioneller Kamera oder ohne und am allerliebsten macht ihr sie so, dass sie immer den gleichen Filter beinhalten, damit alles schön geordnet aussieht. So schafft ihr auch eine gewisse Stimmung in eurer Rezension!

(Zu viele oder zu große Bilder sind übrigens auch nicht gut! Die Bilder sollen den Beitrag ergänzen und nicht den Lesefluss stören oder der Hauptbestandteil der Rezension sein!)


Das sollte nicht drin stehen!
Nur eine Umformulierung des Klappentextes!

Macht, was ihr wollt, aber niemand wird Rezensionen lesen wollen, in denen sinngemäß nur eine Inhaltsangabe steht, dass der Schreibstil flüssig, die Charaktere sympathisch und die Idee super sind. Macht etwas eigenes, holt eure eigene Kreativität raus, macht nicht nur eine Inhaltsangabe und direkt danach noch mal eine Umformulierung derer. Das macht weder dem Leser noch dir selber Spaß und bringt dich nirgendwo hin.

 

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Haufenweise Rechtschreibfehler

Dazu gehören auch Grammatik und Zeichensetzung. Denn auch, wenn wir uns hier im Internet befinden: Richtige Grammatik ist ansprechend und wenn du sie nicht beherrscht, nimmt dich keiner ernst. Daher immer darauf achten, dass der Texteditor nicht zu viel rot anstreicht, Wörter, bei denen man sich nicht sicher ist, nachschlagen UND am allerbesten nochmal drüber lesen! (Und Satzzeichen sollten nicht wie Samenkörner gesät werden und sind ebenfalls keine Rudeltiere)

Den Autor beleidigen

Eine kleine Faustregel ist: Sage nichts, was du dem Autor nicht auch ins Gesicht sagen würdest. Das Buch zu kritisieren ist völlig ok, auch Aufregen über das Buch ist gerechtfertigt, aber den Autor persönlich zu beleidigen ist eine Grenze, die nicht überschritten werden darf. Das ist bescheuert und sollte echt gelassen werden. Ein Autor ist nicht sein Buch und umgekehrt.

Spoiler

Spoiler sollten entweder mit einer Spoilerwarnung gekennzeichnet sein, oder gar nicht vorkommen, denn niemand mag es, wenn aus Versehen die gesamte Handlung gespoilert wird, da kann man sehr leicht ungehalten werden.


Ein kleiner Tipp noch: Mareike von Bücherkrähe hat auch einen sehr tollen Artikel über Rezensionen geschrieben! >>HIER!<< könnt ihr diesen lesen!


Diskussions-Time!
Wie sehen eure Rezensionen aus? Habe ich etwas vergessen? Was sind eure No Gos bei Rezensionen? Welche Rezensionen lest ihr besonders gerne?

Ich bin sehr gespannt auf eure Antworten!

46 Gedanken zu „Buchbloggerbasics #02: Rezension

  1. Ahoi!
    Danke für die Verlinkung 😀

    Ich muss dir in einem Punkt widersprechen: die Dreiwochenfrist ist nirgends klar kommuniziert – und für viele Bücher auch einfach nicht umsetzbar (ich denke hier an Bücher 500+ Seiten oder „schwere Kost“ wie z.B. Die Philosophie des Meeres, an dem ich gerade kaue).

    „Sage nichts, was du dem Autor nicht auch ins Gesicht sagen würdest.“
    Amen to that!

    Cheerio und ganz viel Spaß in Heidelberg!
    Mareike

    1. Habe ich so auch noch nie von einem Verlag kommuniziert bekommen und halte ich mich auch nie dran. Das schaffe ich gar nicht und mit dem Druck könnte ich nicht leben. Drei Wochen wären für mich massiver Stress.
      Aber mir begegnet diese Dreiwochenfrist immer wieder. Woher kommt das nur?

      LG
      Mareike

      1. Hallo Mareike!

        Ich muss mich entschuldigen, ich habe nicht nochmal recherchiert, beziehungsweise nicht genau genug recherchiert.
        Habe es jetzt abgeändert, sodass es nicht mehr heißt, dass es klar von den Verlagen kommuniziert wird.

        Vielen Dank für den Hinweis an euch beide!

        Viele liebe Grüße,
        Anna

    2. Hey Mareike!

      Vielen Dank für den Verbesserungsvorschlag, ich dachte, mal etwas gelesen zu haben, dass drei Wochen der Durchschnitt sind, aber ich war auch verdammt müde, als ich den Text getippt habe.
      Hab es deswegen auch geändert, danke dafür!

      Viele liebe Grüße,
      Anna

  2. Hallo Anna,
    ein wirklich interessanter Beitrag und in einigen Punkten stimme ich dir sogar zu. Nur in einem Punkt möchte ich dir gern eine Frage stellen.

    „Eine kleine Faustregel ist: Sage nichts, was du dem Autor nicht auch ins Gesicht sagen würdest.“
    WARUM hatte auf der LBM im März (und ich weiß, dass du dort auch da warst) NIEMAND den Mut Anne Freytag genau auf die Schwächen ihres Romanes anzusprechen, die du in deiner Rezension zu „Den Mund voll ungesagter Dinge“ so hart angesprochen hast?
    Ich hatte zu dem Zeitpunkt das Buch selbst noch nicht gelesen, jedoch mittlerweile schon und verstehe einige Kritikpunkte aber nicht die Härte, wie sie formuliert wurden. Und daher kann ich dich in diesem Punkt leider nicht ernst nehmen, weil du anderen Bloggern „Regeln“ einer Rezension aufzeigen willst, an die du dich leider selbst nicht hälst.

    Einen Punkt hast du zudem vergessen. Spoiler gehören in einer Rezension entweder gekennzeichnet (wie du es bspw. bei „Den Mund voll ungesagter Dinge“ getan hast) oder gar nicht erst hinein.

    Liebe Grüße
    Jule

    1. Hallo Jule,

      Ich kann deinen Punkt wirklich verstehen und mit all deinen Informationen kann das wirklich stimmen.
      Allerdings fehlt dir eine wichtige Info: Ich bin erst später zum Lovelybooks-Treffen gekommen, denn ich hatte noch einen Verlagstermin. Ich hatte also weder die Möglichkeit Anne Freytag zu sehen, noch, ihr Fragen zu stellen.
      Für alle anderen kann ich natürlich nicht sprechen, aber ich kann sagen, dass ich ihre Lesung verpasst habe.

      Außerdem muss ich nicht wirklich einen Autor vor 1000 Menschen bloßstellen. In einem Interview oder einem kleineren Treffen habe und werde ich so etwas Autoren gerne sagen und es mit ihnen diskutieren.

      Trotzdem danke, dass dir dieser Beitrag gefallen hat!

      Und das mit den Spoilern werde ich gerne ergänzen!

      Viele liebe Grüße,
      Anna

  3. Ich finde bei der Inhaltsangabe wichtig, den Klappentext auch als „Klappentext“ zu kennzeichnen. Ich habe ein anderes Gefühl beim Lesen, wenn ich weiß, dass der Autor den Inhalt selbst geschrieben hat.

    Und: Zitate bitte mit Quelleangabe, damit ich nachlesen kann 🙂

    1. Das mit den Zitaten stimmt natürlich, das sollte man wirklich tun!

      ABER Autoren schreiben ihre Kalappentexte NIEMALS selber, wenn die Bücher in einem großen Verlag erscheinen. Das wird immer von eigenen Textern gemacht. Daher kann man sich da alles andere als drauf verlassen.

      Viele liebe Grüße,
      Anna

      1. Ich meinte den Autor des Blogposts 🙂 Wenn ein Blogger eine eigene Inhaltsangabe schreibt, setzt er andere Schwerpunkte als der Autor/Texter, der das Buch verkaufen will.

        Und doch, im Selfpublishing schreiben viele Autoren ihre Klappentexte selbst.

  4. Ein toller Artikel, weil ich darüber auch öfter nachdenke. Ich schreibe Rezensionen seit der 6.Klasse und am Anfang war das bei mir vor allem : „ich mag das Buch. Die Schrift hat eine schöne Größe und die Kapitellänge ist toll.“ Aber das ist natürlich nicht aussagekräftig gewesen.
    Heute lese ich selbst am liebsten Rezensionen, die eine klare und nachvollziehbare Struktur haben und die mich schon mit dem ersten Satz abholen.
    Liebe Grüße
    Lisa

  5. Erstmal vorne weg: Wundervoller Beitrag, wie immer! 🙂
    Ich bin ja eigntlich kein großer Rezi-Leser, aber wenn ich es dann doch mal mache, kann ich deinen Punkten auf jeden Fall zustimmen (ich hoffe ich setze sie in meinen Rezis auch in etwa um… :D) und vor allem finde ich es nervig, wenn nach der Inhaltsangabe zu Beginn der eigentlichen Rezension eigentlich nur noch mal alles anders wiedergegeben wird. Klar, manches muss man vielleicht noch mal etwas näher erklären, aber manche machen daraus eine zweite Inhaltsangabe… määh. Und ich bin jemand, der es absolut bevorzug eigene Inhaltsangaben zu lesen (da wo die Inhaltsangaben dann auch wirklich hingehören).
    OH und zu den Fotos: JA! Ich liebe es eigentlich Fotos von allem zu machen darunter auch von Büchern, aber ich lese hier fast nur eBooks und die meisten davon haben am Anfang kein Cover (also die Reziexemplare die ich bekomme) und daher kann ich davon kein Foto machen und muss die lame von NetGalley kopieren… tough life, I know 😀

    Wie geht’s dir den so, Liebes?!

    1. Hey Saskia!

      Vielen lieben Dank! Das freut mich wahnsinnig!
      Und ja, du hast recht, dieses ständige doppelte Wiedergeben ist die PEST!
      Und die Fotos sind sooo schön! Die gehören unbedingt dazu!

      Und mir geht es super! Ich habe gerade mein Abi mit 1,2 bestanden und versuche, ein paar coole Projekte auf die Beine zu stellen 🙂

      Viele liebe Grüße,
      Anna

      1. Dafuque?! Are you serious? 😱😱😱😱😱😱😱 1,2??? 😱😱😱😱 … wie schlecht bist du denn?🙄 nein Quatsch, das ist ja mal abartig gut, heilige scheiße: Glückwunsch, Nerd 🤓💪😎😍💟

          1. Wie gesagt, beim ebook ist das Cover bei mir meist nicht dabei 😃 aber ich bin eh bald wieder in Deutschland und dann wird das E-Book in die hinterste Ecke meines Zimmers verbannt 😆 danke aber für die Tipps 😊

  6. Ich persönlich finde halbherzige Rezensionen am aller- aller-schlimmsten. Nein, ich bin nicht dein Deutschlehrer und will auch nicht zu jeder Behauptung drei Textbelege sehen, aber bitte, bitte, sage mir doch, weshalb es dir nicht gefällt!
    Mal angenommen ich lese eine Rezension zu einem Buch, das mir selbst gut gefallen hat und dann kommt ein Satz á la „…aber den Protagonisten fand ich absolut dämlich.“ Okay, aber warum? Ist er naiv, generell ein Kotzbrocken oder behandelt er seine Mitmenschen wie Dreck? Ich brauche ja kein Zitat, aber eine Begründung wäre doch ganz nett. Ich will dir ja widersprechen können, aber wie soll ich das anstellen, wenn du mir nichts gibst?

    Dann begegnen mir manchmal noch solche Rezensionen, die einfach zum Davonlaufen langweilig sind. Da wird dann zu jedem angesprochenen Punkt völlig emotionslos gesagt, er sei ja ganz okay. Schreibstil okay, Charaktere okay, Thema okay. Na toll. Wenn du zu einem Buch nichts zu sagen hast, dann sage auch nichts! Solche Rezensionen bringen dem Autor nichts, dir bringen sie nichts und deine Leser werden die Flucht ergreifen. Außerdem hat eine solche Rezension keinerlei Wiedererkennungswert (zumindest nicht im positiven Sinne).

    LG Johanna|Bookpalast

    1. Hallöchen Johanna!

      Vielen lieben Dank, schön, dass dir dieser Beitrag gefällt!
      Eben! Halbherzig ist soo schlimm! Entweder ganz oder gar nicht!

      Ich kann dir wirklich in allem nur zustimmen! Vielen lieben Dank für deine Meinung!

      Viele liebe Grüße,
      Anna

      1. Hallo Evy,
        ich mache gar nichts. Wenn es diesen Bloggern so gefällt, sollen sie es ruhig weiterhin so machen, ich kann ihnen ja nicht vorschreiben, wie sie ihre Posts zu gestalten haben. Aber das heißt auch, dass ich das nicht lesen muss, also lasse ich besagten Blog einfach hinter mir.
        Würdest du spezifische andere Blogger auf so etwas ansprechen?

        LG Johanna

        1. Ich überlege oft, ob ich „Kritik“ notiere. Ich möchte andere Leuten die Chance geben, sich zu verbessern. Das kann man aber nur, wenn man darauf hingewiesen wird, was man ändern KANN. Besonders, wenn ich Leidenschaft in einer Rezi erkenne. Ich würde nie einen Blog z.B. mit vielen Rechtschreibfehlern verlassen, ohne einen kurzen Kommentar zu notieren. Vieles ist uns Bloggern nicht bewusst. Manchmal benötigt man auch jemanden, der einen ermutigt, noch etwas weiter zu gehen. Ich versuche, auch das Positive zu formulieren. Aber … es ist schwierig.

          Ich frage mich, ob es besser ist, die Kritik direkt an den Blogger zu richten oder einen allgmeinen Post zu schreiben. Bei einem Post fühlt man sich weniger angegriffen und kann überlegen, ob die Punkte den Blog betreffen. In einem Kommentar beim Blog selbst kann man spezifischer werden, kann aber den Blogger verunsichern.

          Ich weiß nicht, wo die Mitte liegt…

          1. Ja, das ist schwierig und ich verstehe, was du meinst. Allerdings gibt es ja noch einen großen Unterschied zwischen ein paar Tippfehlern und einem herzlosen Beitrag.
            Ich fände es auch nicht gut, wenn mir jemand sagen würde, wie ich meinen Blog zu gestalten habe.
            Da finde ich es besser, einen Beitrag zu schreiben, in dem man zwar Dinge kritisiert, die einen nerven, aber damit stößt man niemanden direkt vor den Kopf. Möglicherweise ist das auch wirkungsvoller als die Vorschlaghammermethode…

            Ich habe zu dem Thema einen kleinen Beitrag geschrieben, hier ein Link, falls es dich interessiert: https://bookpalast.wordpress.com/2017/05/08/ein-tritt-auf-eure-bloggerfuesse-warum-ich-diese-drei-blog-trends-nicht-vermissen-wuerde/

            LG Johanna

          2. Tippfehler finde ich ok, wenn ich den Text schwer lesen kann, gefällt mir das nicht. Aber ich finde es schön, dass dir Beiträge mit Herz etwas bedeuten. Es ist sehr wichtig 🙂

            Ich mag die Beispiele in deinem Beitrag sehr! Viel Arbeit, sorgt für Humor und macht den Beitrag einzigartig. Wir sollten nicht vergessen: Es gibt Gründe warum Menschen das tun, was sie tun. Vielleicht können wir aufzeigen, was sie stattdessen tun können. Wenn jd. einen Beitrag bunt formatiert, macht er das nicht, um den Leser zu ärgern. Oder um etwas zu verschleiern. Sondern weil er das hübsch findet. Welche Alternativen hat er?

            Ich finde es auch gut, wenn man sich bei Kritik eine zweite Meinung einholt. Menschen können irren 🙂

  7. Hi,
    den Beitrag finde ich klasse!
    Ich persönlich lese lieber kürzere Rezensionen, wo aber alle wichtigen Punkte abgehandelt und gut begründet sind. Lange Rezensionen, bei denen ewig um den heißen Brei herum geredet wird, finde ich irgendwie eher anstrengend und überfliege sie meist nur, bevor ich zum Fazit scrolle.

    1. Hi Kat!
      Na, dann falle ich ja wirklich aus deinem Rezensions-Lese-Raster 😀

      Denn meine Rezensionen sind wirklich etwas länger, aber ich mag sie so sehr gerne, jeder hat ja seinen eigenen Geschmack 🙂

      Viele liebe Grüße,
      Anna

  8. Hey!
    Ein toller und hilfreicher Beitrag 🙂
    Ich lege immer Wert drauf, dass meine Rezensionen meine Meinung, aber auch meine Emotionen und die Stimmung wiedergeben können.

    Was ich aber wirklich sagen muss, dass es tatsächlich ab und an mal Bücher gibt, an denen ich wirklich NICHTS auszusetzen habe. So wie kürzlich bei „Thalél Malis“ von Nancy Pfeil. Das Ende ist recht offen, ja. Aber das ist bei einem ersten Band ja auch nicht tragisch. Die Protagonistin war zunächst etwas naiv, ok. Aber auch das finde ich nicht negativ.

    Liebe Grüße,
    Nicci

    1. Hallo Nicci!

      Danke für die lieben Worte!
      Genau, diese Einstellung finde ich sehr gut!

      Und manchmal kann das wirklich vorkommen, das ist dann auch nicht schlimm, nur sollte man das dann vielleicht nochmal hervorheben und sagen, dass es eigentlich noch kommen müsste, dieses Buch aber viel zu gut dafür war 😀

      Viele liebe Grüße,
      Anna

      1. Gerne <3

        Ja stimmt, das könnte man machen. Aber eigentlich weiß man ja irgendwann bei den Bloggern, die man gerne liest, wie die Rezensionen so geschrieben sind und dass man denen die Dinge auch "abkaufen" kann 🙂

        Liebe Grüße!

  9. Ein wirklich toller Post! 🙂

    Mit den Inhaltsangaben muss ich ja noch ein bisschen warm werden… Und ich fürchte, ich spoilere manchmal auch etwas. 😀

    Was für mich sehr wichtig ist, ist, dass ich meine Meinung wirklich rüberbringe. Deshalb variiert die Länge meiner Rezensionen auch total.

    Liebe Grüße

  10. Hallöchen,
    ich bin gerade auf deine neue Beitragsreihe gestoßen. Weil ich das Thema „Rezension“ gerade interessanter finde – mich beschäftigt in letzter Zeit sehr, wie man die perfekte Rezension veröffentlicht -, werde ich mich dem ersten Beitrag ein andermal widmen 🙂

    Ich tue mir mit den Bewertungen ja sehr schwer. Ich hatte erst auch das 5 Sterne-System, aber irgendwie gab es so viele Bücher, die ich nicht eindeutig zuordnen konnte. Ich bin dann zwischenzeitlich zu einem Noten-System gewechselt, aber auch das war für mich irgendwie nicht das goldene Ei. Jetzt verleihe ich Büchern den Titel „nicht lesenswert“, „lesenswert“ „tolles Leseerlebnis“. Und die ganz besonderen Bücher werden zu „Lieblingen“ gekrönt. Das passt bisher ganz gut, aber auch hier tue ich mir teilweise schwer. Ich verleihe einfach zu ungern negative Bewertungen.

    Ich mache mir beim Lesen oft im Handy Notizen, vergesse dann aber, sie auch anzuschauen. Das ist irgendwie wirklich dämlich. Dann habe ich mal angefangen, vor dem Schreiben der Rezension ein paar Plus- und Minuspunkte zu notieren, aber auch das habe ich nicht lange durchgehalten. Durch deinen Tipp will ich das jetzt aber wieder anfangen. Das ganze ist dann einfach strukturierter und man vergisst nichts.

    Ich muss ja zugeben, dass ich eine kleine Sünderin bin, was Rezensionsexemplare angeht. Ich vergesse sie manchmal einfach oder vergesse, die Beleglinks zu schicken. Das ist wirklich schlimm, weil die Verlage einem das Buch ja zur Rezension zur Verfügung gestellt haben. Ich möchte jetzt aber alle Rezensionsexemplare abarbeiten und dann nicht mehr unbedacht anfragen, sondern nur noch Bücher, die ich wirklich sofort auf der Stelle lesen möchte. Manchmal sind die Augen einfach größer, als die Lesezeit.

    Hm … irgendwie hatte ich mir mehr von den Tipps erhofft. Nicht, dass sie nicht hilfreich wären, denn das sind sie definitiv! Das sind tolle Tipps, die sich so einige zu Herzen nehmen sollten. Nur leider … schreiben sich meine Rezensionen jetzt immer noch nicht von allein 😀

    Liebste Grüße, Kate

    1. Hey Kate,

      Ich finde es sehr cool, dass du meinen Beitrag so gerne magst!

      Ich tue mich mit Bewertungen auch immer sehr schwer, vor allem, wenn man es mit gleich bewerteten Büchern vergleichen soll…aber mit der Zeit pendelt sich das ganz ok ein, je öfter man das macht, desto einfach wird es. Aber deine Methode finde ich auch sehr cool!

      Genau! Mit Notizen ist es viel besser strukturiert und ich kann viel besser eine tolle Rezension schreiben! Vielleicht bringt es dir ja auch etwas!

      Oh…das mit den Rezensionsexemplaren ist immer schwierig…ich versuche immer, sie so gut es geht zu lesen und am besten auch noch schnell, aber das muss ja selber wissen, besser wäre es auf jeden Fall.

      Und wenn du mehr Tipps haben willst: Wozu denn genau? Vielleicht kann ich zu dem Thema dann noch einen Beitrag machen? 🙂

      Viele liebe Grüße,
      Anna

      1. Hallöchen,
        bei mir war es tatsächlich eher andersrum. Anfangs habe ich mir sehr leicht getan, was das bewerten betrifft. Jetzt ist es jedes Mal wieder eine Herausforderung.
        Hach, ich glaube, dazu gibt es gar keine Tipps. Ich versuche immer möglichst professionell zu wirken, ich selbst gehe dabei aber ein bisschen unter. Das glaube ich zumindest. Hättest du denn einen Tipp, wie man das abstellen kann? 😀

        Liebste Grüße ♥

        1. Hey Kate,

          Hm…ich glaube, der allerbeste Tipp ist immer, nicht zu viel nachzudenken und einfach zu machen. Zur Not kann man ja nach gründlicher Überlegung auch noch wieder eine Veränderung vornehmen, oder?
          Dafür köpft einen ja niemand.
          Für mich ist der zweite Impuls meist der richtige 😀

          Viele liebe Grüße,
          Anna

          1. Liebe Anna,
            ich habe mal eine Frage an dich. Ich finde dein Rezensions-System mit den positiven und negativen Punkten wirklich toll! Da sieht man gleich, was Sache ist.

            Bei meiner neuesten Rezension habe ich das mal so versucht und habe mir beim Rezension-Schreiben tatsächlich so viel leichter getan. Die Frage ist jetzt, ob ich das so veröffentlichen darf. Ich will dir ja nicht einfach dein System klauen.
            Falls du was dagegen hast, kann ich das natürlich total nachvollziehen. Dann werde ich das System nur zum Rezi-Schreiben nutzen und es dann ein bisschen ummodeln vor dem Veröffentlichen.

            Ich warte gespannt auf deine Antwort 🙂
            Liebste Grüße
            Kate ♥

          2. Hey Kate!

            Natürlich darfst du mein System verwenden! Es ist ja nur das System und nicht die Worte 🙂
            Schick mir unbedingt den Link, wenn du sie veröffentlicht hast! Ich bin sehr gespannt!

            Viele liebe Grüße,
            Anna

          3. Das freut mich gerade sehr, vielen Dank! ♥
            Ich bin gespannt, wie sie so ankommt, aber ich habe tatsächlich das Gefühl, dass sie aussagekräftiger ist als meine früheren Rezensionen.

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