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Rezension: „Beautiful Liars“ von Katharine McGee

Freunde! Ich habe es gefunden! Ein gutes Buch! Yes, yes, yes! Ich bin so glücklich!

Ich dachte nicht, dass das so schnell noch passieren würde, aber tatsächlich bin ich geflasht worden von diesem Buch, welches eher an ein schlechtes Cover für Mädchen-Romane voller Glitzer und Rosa erinnert.

Lasst euch nicht von der Verpackung abschrecken, es ist durchaus anspruchsvolle Literatur für Jugendliche, die einen Haufen sensibler Themen anspricht und dabei nicht schonend mit ihnen umgeht. Ich liebe dieses Buch, aber noch aus einem Haufen anderer Gründe!

Welche das sind? Zeig ich euch jetzt:


Bibliographische Daten

  • Autor: Katherine McGee
  • Genre: Sci Fi, Jugendroman
  • Verlag: Ravensburger
  • Seitenzahl: 508 S.

Kurzbeschreibung

Je höher du steigst, desto tiefer wirst du fallen

New York, 2118: Im höchsten Wolkenkratzer der Welt leben die Reichen oben und die Armen unten. Hinter der glänzenden Fassade des Towers verbirgt sich ein Netz aus Intrigen.

Der wunderschönen Avery liegt die Welt zu Füßen – wortwörtlich, denn sie wohnt im obersten Stockwerk des Towers. Doch ein quälendes Geheimnis zerreißt sie mit jedem Tag ein bisschen mehr: die verbotene Lieb zu ihrem Adoptivbruder Atlas..

Niemand darf davon erfahren weder ihre besten Freundinnen, die ehrgeizige Leda und die impulsive Eris, noch er faszinierende Watt aus den unteren Etagen. Avery ahnt nicht, dass ihre Freunde weitaus gefährlichere Geheimnisse verbergen – und dass ihre Welt bald wie ein Kartenhaus in sich zusammenfallen wird…


Vielen Dank an den Ravensburger-Verlag für das Bereitstellen eines Rezensionsexemplares!


cof


Eigene Meinung

POSITIV

  • Erzähltempo ist schnell, aufregend und mitziehend

Gleich der Prolog schmeißt einen mit in die Handlung und setzt die Szene und die Stimmung für dieses Buch fest, nämlich eine Gruppe von Freunden und Bekannten, die in einem Netz von Geheimnissen verstrickt sind, welches sie irgendwann alle zu Fall bringen wird.

Dieses Setting setzt sich durch das ganze Buch fort und wird begleitet von einem Erzähltempo, welches den Leser durch die Seiten fliegen lässt und niemals mehr loslässt! Ich bin selber sehr überrascht, dass ich das sage, aber das Erzähltempo war erfrischend, schnell und hat immer wieder neue schnelle Szenen und Entwicklungen geliefert!

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  • Die Charaktere sind einzigartig, gut ausgearbeitet und man kann sich in sie hineinversetzen

Wir haben hier sehr viele Charaktere, die abwechselnd aus ihren Sichten erzählen. Da wäre Avery, das perfekte Mädchen aus dem 1000. Stock mit dem Geheimnis ihres Lebens, Eris, das waghalsige Mädchen, das auf einmal verliert, Leda, die sich in Drogen und Geheimnissen verstrickt, Watt, der Meisterhacker mit einem illegalen Gadget und Rylin, die nicht nur Probleme mit dem Geld hat.

Alle diese Charaktere definieren sich aber eben nicht nur über ihre Geheimnisse und Taten, sondern sind komplex gezeichnete Personen mit Problemen, Vorlieben und ihrer ganz eigenen Sicht auf die Welt.

Wie sehr ich es genossen habe, immer wieder in verschiedene Köpfe einzutauchen und dabei dieselbe Welt aus unterschiedlichen Perspektiven zu erleben!

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  • Diese Science Fiction-Welt ist unfassbar cool!

Diese Science Fiction-Welt ist vielleicht nicht die ausgefeilteste, die schönste oder die dystopischste oder die schlimmste, aber sie ist doch sehr cool gestaltet.

Denn das gesamte Gebiet des Central Parks in New York wurde in diesem Szenario umgebaut zu einem riesigen Tower, der genau ein tausend Stockwerke umfasst!

In dieser Welt ist der Tower eine Welt für sich, in der die Reichen oben wohnen, die Armen unten und die soziale Struktur danach bestimmt ist, wo du wohnst.

Außerdem gibt es eine Menge Dinge, die wir uns wohl alle wünschen würden! Kontaktlinsen, die wie unsere Handies funktionieren, Blasen, in denen alkoholische Getränke durch den Raum schweben und noch so vieles mehr!

  • Eine Mischung aus kurzen und langen Kapiteln

Was mich sehr gefreut hat, war, dass in spannenden Situationen immer wieder die Sicht gewechselt wurde, wir also sehr viele sehr kurze Kapitel hatten – ich liebe kurze Kapitel einfach! Ende, Aus!

Aber in anderen Phasen hatten wir eben auch längere Kapitel – um die 10-15 Seiten – die mir auch gut gefielen, da sie einen tieferen Einblick in die jeweiligen Charaktere boten.

Dieser Wechsel war einfach sehr gut gemacht und machte das Buch kurzweilig!

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  • Geheimnisse, Lügen, Intrigen

Wer also das Schangennest aus reichen und eingebildeten Menschen sucht, die sich gegenseitig ins Messer laufen lassen, wird in diesem ersten Band wohl noch nicht fündig, denn das „ins Messer laufen lassen“ passiert wohl doch erst im nächsten Band.

Aber die Geheimnisse werden hier wunderschön eingeführt, neu erzählt, immer wieder zugespitzt und gegeneinander gespielt, bis generelle Verwirrung und Misstrauen herrscht.

Es gibt wirklich unfassbar viele Geheimnisse, die diese Charaktere mit sich herumschleppen, die sie in Bedrängnis bringen könnten und sie alles kosten könnten.

Diese Spannung war der Wahnsinn!

  • Ein schneller und doch verständlicher Schreibstil

Gerade habe ich schon von dem Erzähltempo gesprochen, aber der Schreibstil verdient noch einmal besondre Erwähnung, denn er ist nicht nur sehr schnell und treibt die Geschichte voran, er ist auch sehr wandelbar!

Es wandelt sich nicht nur durch die Gefühlslage des Erzählenden, sondern auch noch jeweils dadurch, aus wessen Perspektive gerade erzählt wird. Jeder Charakter hat einfach sein gewisses Etwas, das ihn auszeichnet, man kann sie dadurch sehr gut auseinander halten und ihre Charaktereigenschaften alleine durch den Schreibstil besser beschreiben!

Der Schreibstil war einfach nur toll und man hatte nie Probleme, die Eigenarten dieser Welt zu verstehen!

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  • Dieses ENDE!

ARGHS! Auch wenn das Ende schon im Prolog angekündigt wurde, überkommt einen am Ende doch die Endgültigkeit und Verlust, der sich abspielt und ganz am Schluss versteht und spürt man richtig, wie sehr sich die Situation noch zuspitzen wird, wenn das nächste Buch beginnt. Ich BRAUCHE daher das nächste Buch und bin sehr gespannt darauf, wie sich diese ganze neue Spannung entladen soll!

NEGATIV

  • Manchmal waren es einfach zu viele Erzählperspektiven

Ganz kleiner Makel an diesem Buch: Manchmal konnte ich Leda und Eris nicht auseinanderhalten. Warum, weiß ich auch nicht, aber vielleicht liegt es auch daran, dass zu wenige „optische“ Impulse geliefert wurden. Allerdings legte sich diese Verwirrung zur Mitte des Buches hin und daher ist sie nicht allzu schlimm.


Fazit

„Beautiful Liars – Verbotene Gefühle“, welches im Englischen immer noch den weitaus besseren Titel „The Thousandth Floor“ innehat, konnte mich völlig von sich überzeugen. Nicht nur wegen seiner ausgeklügelten Struktur, sondern auch durch seine Charaktere, die vielschichtig, besonders und absolut plastisch gestaltet sind, das Erzähltempo und die faszinierende Sci-Fi Welt!

Einziger Abzugspunkt ist, dass man manchmal die Charaktere nicht auf Anhieb auseinander halten konnte, auch, weil manchmal die „optischen“ Beschreibungen fehlten.

Ansonsten faszinierte „Beautiful Liars“ aber durch und durch und fürchtete sich nicht vor komplexen Geschichten, Themen und Geheimnissen! Wahnsinnig gut! Eine reine Leseempfehlung!

Tintenkleckse_5

5 von 5 Tintenklecksen!

2 Gedanken zu „Rezension: „Beautiful Liars“ von Katharine McGee

  1. Huhu Anna! Das Buch habe ich auch hier liegen, aber noch nicht gelesen (*schäm*) Ich werde das aber direkt im Oktober noch machen.
    Was ich dir jedenfalls sagen, Verzeihung schreiben, wollte ist, dass ich dich auf meinem Blog zum Mystery Blogger Award nominiert habe. Du musst natürlich nicht mitmachen, vielleicht wurdest du ja auch schon nominiert, aber jedenfalls kannst du ja gerne mal vorbeischauen, ich würde mich freuen, wenn du mitmachst 😀
    https://maedileinbooks.wordpress.com/2017/10/03/mystery-blogger-award/

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