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Rezension: „Die 11 Gezeichneten“ von Rose Snow

Nach dem LitCamp bin ich sowas von motiviert, wieder coolen Mist zu machen, dass ich gleich eine neue Rezension geschrieben habe! Und zwar zu einem Selfpublisher-Buch!

Rose Snow haben mich schon durch „17 – Das erste Buch der Erinnerung“ und „Für dich soll’s tausend Tode regnen“ total von sich überzeugt! Und ich hatte sehr darauf gehofft, dass es bei ihrem neuen Buch wieder so ist, welches sich dieses Mal um Sterne und Magie dreht!

Neugierig geworden? Dann geht es euch genau so wie mir, denn ich konnte meine Neugier kaum zügeln!

(Oh, kleine Sidenote: Diesen Freitag findet unsere #subdensomer Lesenacht statt! Start um 19 Uhr! Es wird auf unseren Blogs und auf Twitter stattfinden!)


Bibliographische Daten

  • Autor: Rose Snow
  • Genre: Jugendbuch, Fantasy
  • Verlag: Selfpublisher
  • Seitenzahl: 329 S.

Kurzbeschreibung

Ohne die Dunkelheit könntest du keine Sterne sehen.

Seit jeher liebt Stella die Sterne – ohne zu ahnen, wie tief ihre Verbindung zu ihnen tatsächlich ist. Das erkennt sie erst, als sie mit ihrem Zwillingsbruder Cas an eine geheimnisvolle Universität gelangt, auf die schon ihre Eltern gegangen sind.

Kurz nach der Ankunft begegnet Stella dort dem selbstbewussten Cedric, der nicht nur der heißeste Typ der Uni ist, sondern Stella auch viel zu schnell viel zu nahe kommt.

Während Stella versucht, die Geheimnisse der Universität zu lüften und herauszufinden, warum sie hier ist, geschehen Dinge, die die Zukunft tiefgreifend verändern werden…


Vielen Dank an die beiden Autorinnen für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares!


cof


Eigene Meinung

POSITIV

  • Idee der magischen Schule!

I know, I know, I know! Die Idee der magischen Schule ist allerspätestens nach Harry Potter nicht mehr neu ist weiß ich auch! Und auch hier haben wir wieder eine magische Schule, besser gesagt eine Universität, in der die Leute leider nicht in Häuser eingeteilt sind, sondern in Klassen – Gold, Silber und Bronze.

Die Beschreibungen dieser wundervollen Schule sind wirklich lebhaft und ich dachte wirklich, dass ich an dieser Schule gerne studieren möchte. Es klang einfach zu gut, um wahr zu sein. Auf jeden Fall ist diese Idee weder neu noch innovativ, aber ich finde diese „alte“ Idee wurde gut umgesetzt und zwar so, dass der Leser sich sofort wohlgefühlt hat.

Klischee done right!

  • Fixierung auf Sterne und Sternzeichen

Hier gibt es eine Neuerung, die ich wirklich spannend finde. Denn an dieser magischen Schule gibt es auch etwas, was mit den Sternen zu tun hat, die Stella schon ihr ganzes Leben spannend findet und immer weiter studieren möchte. Wir alle lieben doch die Sterne, wenn wir mal zu ihnen aufschauen können und hier wird auch nicht der Nonsens der Horoskope rausgeholt, sondern eine richtig tolle neue Idee angebracht, über die ich jetzt nicht zu viel verraten will!

Ich kann nur sagen, dass ich diese neue Idee so noch nicht gesehen habe und sie als Vermischung von altbekannten Elementen sehr spannend finde!

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  • Bruder-Schwester-Beziehung zwischen Cas und Stella

UND ENDLICH HABEN WIR MAL EIN COOLES GESCHWISTERPAAR! HÖRE ICH EIN HALLELUJAH?

HALLELUJAH!

Cas und Stella sind Zwillinge und verstehen sich super, obwohl sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Die beiden sind typische Geschwister, sie necken sich, sie lieben sich und sie sind einfach nur cool – besonders zusammen.

Die Szenen mit den beiden habe ich wirklich genossen, denn man hat die familiäre Bindung deutlich gespürt. Auch die Gespräche der beiden waren einfach nur sympathisch und ich habe es geliebt, dass sie auch mal Krach haben. Wie echte Geschwister eben!

  • Humorvoller und jugendlicher Schreibstil

Immer wieder kann ich nur hervorheben, wie sehr ich den Schreibstil der beiden Autorinnen hinter Rose Snow liebe! Immer wieder fällt mir auf, wie schnell man durch die Seiten gleitet, niemals über Formulierungen oder komische Sätze stolpert und es einem vorkommt, als sei das alles von einer einzigen Person geschrieben worden! Chapeau dafür!

Außerdem wirkt er immer wieder sehr jugendlich, die Teenager in diesem Buch sprechen nicht so, dass man sich vor Fremdscham am liebsten verkriechen möchte und außerdem wirkt die Sprache einfach nur leicht und flüssig, was das Lesen immer wieder zu einer wahren Freude macht.

Auch die subtilen und nicht so subtilen Stücke Humor in diesem Buch sind einfach nur großartig und manchmal so überraschend, dass ich laut auflachen musste, was bei mir echt nicht oft passiert!

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  • Durchgehende Spannnung mit großem Finale

Wir haben ja sonst den klassischen Spannungsbogen, dass die Protagonistin nach etwa 100 Seiten erfährt, wer oder was sie ist und dann ein kleines oder großes Abenteuer erlebt, was sich beliebig in einer Trilogie fortführen lässt.

Doch obwohl es eine Trilogie ist, wird dieses Schema komplett auf den Kopf gestellt und wir bekommen die Geheimnisse der Universität immer nur in Häppchen präsentiert, was wirklich spannend ist!

Und im großen Finale weiß der Leser dann endlich, was wirklich abgeht. Sehr cool gemacht!

NEGATIV

  • Diese elende Dreiecksbeziehung

Sorry, aber ich habe die Nase voll davon. Wirklich. Ich will einfach nicht mehr. Dreiecksbeziehungen sind doof. Ich weiß, dass es den Spannungsbogen besser macht und die Vorzüge des jeweiligen Charakters darstellt, aber trotzdem…ich will einfach nicht mehr.

Auch wenn dieses hier echt nicht so schlimm und ausgereift ist, wie die meisten anderen, habe ich innerlich immer wieder aufgestöhnt, weil es doch einfach nur bescheuert ist, dieses Klischee immer wieder zu wiederholen.

Es mag gut ausgearbeitet sein, aber trotzdem!

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  • Aufhebung der eigentlichen Handlung bis zum Schluss

Ich weiß nicht so ganz, was ich davon halten soll…denn erst am Ende wissen wir genau, was der Titel eigentlich zu bedeuten hat und was der ganze andere Mist ist, der uns die ganze Zeit vorenthalten wurde.

Dadurch fühlt sich das gesamte Buch mehr wie ein Prolog oder eine Vorgeschichte an, als die richtige Geschichte.

Das war unglaublich schade, denn wenig passiert auf diesen wenigen Seiten nun wirklich nicht.

  • Klischeebehaftet

Das lässt sich eigentlich schon an der Dreiecksbeziehung erkennen…es ist wahnsinnig klischeebehaftet.

Die Dreiecksgeschichte, eine magische Schule, eine Protagonistin, die ihre Kräfte erst noch entdecken muss, ein Geheimnis und eine geheime Mission, bla bla bla…

Die einzelnen Klischees sind nicht schlecht und auch gut ausgearbeitet, aber trotzdem habe ich bekanntermaßen eine große Abneigung gegen Klischees jeglicher Art, deshalb ist dies für mich ein negativer Punkt, für andere kann es ein guter Punkt sein.

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Fazit

Ich hatte immer wieder sehr gute Erfahrungen mit den beiden Autorinnen hinter Rose Snow und auch dieses Buch gehört wieder dazu! Zwar erfindet es das Rad auf keinen Fall neu, aber ich mag es sehr gerne, wie ein altbekanntes Konzept genommen wird und unglaublich gut ausgeführt wird. Stellas Geschichte ist witzig, emotional, geheimnisvoll, spannend und vor allem ziemlich cool. Zwar gibt es einige kleine Schwächen, wie die Dreiecksgeschichte und die Verschiebung der „richtigen“ Action auf den nächsten Band, aber dieses Buch hat vieles sehr richtig gemacht!

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4 von 5 Tintenklecksen!

Ein Gedanke zu „Rezension: „Die 11 Gezeichneten“ von Rose Snow

  1. Schöne Rezension, die ich in vielen Punkten bestätigen kann. Einzig die Dreiecksbeziehung gefällt mir gut, aber das ist ja persönlicher Geschmack. Mir hätte Ethan nur etwas kantiger sein können!

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