Uncategorized

Rezension: Margos Spuren

Kurzinfo:

  • Autor: John Green
  • Genre: Roman, Road-Trip
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag
  • Seitenzahl: 336 S.

Kurzbeschreibung:

Solange Quentin denken kann, ist Margo für ihn das begehrenswerteste Mädchen überhaupt. Doch je näher er ihr kommt, desto rätselhafter und unerreichbarer wird sie. Und dann steht Margo eines Nachts plötzlich vor seinem Fenster und bittet ihn um Hilfe: Er soll sie auf ihrem persönlichen Rachefeldzug begleiten und Freunden, die sie enttäuscht haben, einen Denkzettel verpassen. Quentin macht mit. Für eine Nacht wirft er alle Ängste über Bord. Doch am nächsten Morgen ist Margo verschwunden. Quentin sucht sie verzweifelt und findet Spuren, die ganz bewusst gestreut wurden. Um Margo zu finden, taucht er ein in ihr Universum und folgt ihr quer durch die USA. Es ist eine Reise zu einer Frau, die viel mehr ist, als er sich je erträumt hat, und zugleich ganz anders, als er je hat wahrhaben wollen.

Margos Spuren

Eigene Meinung:

Ich habe „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ nicht so gut gefunden, wie alle anderen und kam auch mit dem Schreibstil nicht so wirklich klar.

Deswegen wollte ich eigentlich so schnell kein John Green Buch mehr lesen…habe dann allerdings den Trailer zu „Margos Spuren“ im Kino gesehen und wollte das Buch natürlich sofort haben. Habe es mir dann auch gekauft (Neuzugänge-Beitrag kommt noch ;D) und war wirklich begeistert.

Ich habe immer noch ein paar Kritikpunkte. Und zu denen kommen wir gleich auch. Aber die besten Punkte an John Greens Büchern kann man in zwei Worten zusammenfassen:

Authentizität und Tiefgründigkeit. Und zu diesen beiden Punkten möchte ich jetzt mal was sagen:

Authentizität: Man hat wirklich das Gefühl, dass diese Geschichten aus dem realen Leben herausgenommen worden sind. Auch wenn wenig beschönigt wird und manche Dinge mir sauer aufgestoßen sind, ist es sehr viel authentischer, als fast alles, was sich sonst so gelesen habe. Die Figuren wirken echt! Jeder hat Macken und man sieht, dass man diese nicht vermeiden kann und das Menschen keine Helden sind, sondern nur eins: Menschen!

Und damit kommen wir schon zum zweiten Punkt: Die Tiefgründigkeit. Man hat das Gefühl, John Green hätte sich wie Kant einfach nur in sein Kämmerlein eingeschlossen und alle Gedankengänge so lange durchdacht, bis sie ihm selbst klar wurden und wirklich ein Botschaft hatten. Die übrigens jeder anders interpretieren kann. Und dies ist das beste, was passieren kann: Dass sich der Leser selbst wiedererkennt und selbst neue Feststellungen über das Leben aufstellen kann. Und in meinen Augen ging es hauptsächlich darum: Identitätsfindung, Leben für die Zukunft oder für die Gegenwart, dass jeder jeden anders sieht und man keinen Menschen je ganz durchschauen kann.

Ich habe auch andere Interpretationen gesehen, aber ich wollte meine auch mal kundgeben.

Der erste und der dritte sind in meinen Augen am besten geworden, der zweite zog sich stellenweise ein wenig, gab aber auch sehr viel über die Gedanken des John Green preis und über das Leben.

Wie gesagt: Ein wenig hat mich gestört. Zum Beispiel der Schreibstil….schon wieder. Ich bin mir nicht sicher, ob das an der Übersetzung liegt, aber ich bin mir da fast sicher. Manche Sätze hörten sich für mich einfach total plump und unausgereift an. Viele Begriffe passten nicht in den Kontext und manches war einfach nur blöd ausgedrückt.

Ein Beispiel möchte ich da noch anführen: Nach der Lektüre dieses Romans habe ich mich gefragt, warum es denn im Original „Paper Towns“ heißt und habe mich daran erinnert, dass Margo in Teil 1 sagte, dass Orlando aussehe, wie eine Plastikstadt….aber eben Plastik. Ich bin also in eine Buchhandlung gestreunert und habe diese Stelle auf Englisch gesucht. Und da sagt Margo, dass die Stadt noch nicht mal aus Plastik sei, denn das sei dafür zu hart. Sie sagt es seien Papierstädte mit Papiermenschen usw.

Das ist für mich einer der größten Übersetzungsfehler, die man überhaupt machen konnte! Denn das macht einfach sehr viel des ganzen Buches und der Botschaft des Buches aus. Wer das verbockt hat, soll mir das bitte mal erklären. Deshalb fiel mein Verdacht auch auf die Übersetzung, die mir Probleme macht.

Fazit: Ein sehr gelungenes und packendes Buch mit tiefsinnigen Hintergedanken und die drei Abschnitte vereinen das beste aus der momentanen Literatur: Aufbruch, Suche und Road-Trip. Allerdings macht die Übersetzung Probleme und manche Dinge zogen sich oder stießen beim Leser sauer auf.

4 Tintenkleckse von mir!

0 Gedanken zu „Rezension: Margos Spuren

  1. Ich habe jedes John Green Buch auf Englisch gelesen und muss sagen, dass ich seinen Schreibstil sagenhaft finde. Die Sprache die er verwendet wirkt echt und die Gedanken die er hat sind wundervoll in Worte gefasst. Ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass die Übersetzung diese besondere Stimmung, die durch seinen phänomenalen Schreibstil erschaffen wird nicht transportiert. Aus diesem Grund werde ich auch den Film nur auf Englisch sehen.

    Liebe Grüße, Judith 🙂

    1. Ja und das finde ich sehr schade 🙁
      Weil der Schreibstil so nicht sehr besonders auf mich wirkt, sondern eher etwas plump….und deswegen konnte ich mit den Kommentaren (so wie deinem 🙂 ) auch nicht folgen, denn sie sprachen ja alle von einem sagenhaften Schreibstil, den ich so noch nicht gefunden habe.
      Aber vielleicht sollte ich die Bücher auch einfach auf Englisch lesen, dann sehe ich ja, ob sich der Schreibstil sehr von dem deutschen unterscheidet.
      Liebe Güße,
      frauplasma

  2. Auch mir hat Margos Spuren (oder Papertowns, ich habe es auf englisch gelesen) viel besser gefallen als Das Schicksal… Den Film habe ich letztens auch gesehen, doch das Buch gefiel mir besser. Von diesem Autor kann ich noch „Eine wie Alaska“ sehr empfehlen.

Kommentar verfassen