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Rezension: „PS: Ich mag dich“ von Kasie West

Ich lese nicht viel Contemporary Romance, aber wenn ich es tue, bin ich immer erstaunt mit wie viel Zucker diese Bücher zubereitet werden!

So auch „PS: Ich mag dich“ von Kasie West, dass von einer Brieffreundschaft zwischen zwei Leuten berichtet, die beide zu unterschiedlichen Zeiten an demselben Tisch sitzen.

Eine klassische Liebesgeschichte mit nicht viel mehr dahinter, oder ein emotionales Gewitter?

Meine Meinung gibt es hier!


Bibliographische Daten

  • Autor: Kasie West
  • Genre: Contemporary Romance, Teenagerliebe
  • Verlag: Carlsen
  • Seitenzahl: 356 S.

Kurzbeschreibung

Im Chemieunterricht kritzelt Lily eine Zeile aus ihrem Lieblingslied auf den Tisch – und erlebt eine Überraschung: Am nächsten Tag hat jemand geantwortet, der den Song auch kennt!

Schnell entwickelt sich zwischen ihr und dem namenlosen Schreiber einer Brieffreundschaft.

Sie tauschen Musiktipps und lustige Geschichten aus, aber auch geheime Wünsche und Sorgen. Mit jedem Zettel verliert Lily ihr Herz ein bisschen mehr an den Unbekannten.

Doch als sie herausfindet, wer ihr da schreibt, wird alles plötzlich ziemlich turbulent…


Vielen Dank an den Carlsen-Verlag für das Rezensionsexemplar!


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Eigene Meinung

POSITIV
  • CHAOTISCHE FAMILIEN! WOOHOO!

Die Protagonistin Lily hat eine der chaotischsten Familien, die ich je kennengelernt habe, dafür aber eine der Familien mit den stärksten Charakteren, von denen ich je gelesen habe! Love it!

Da hätten wir eine durchgeknallte, schmuckdesignende Mutter, einen Möbel machenden Vater, eine große Schwester und zwei kleinere Brüder! Die Chemie zwischen allen Familienmitgliedern stimmt einfach, jeder mit einer einigermaßen großen Familie wird sich hierbei verdammt aufgehoben fühlen, denn genauso geht es da zu!

Auch schrullige und süße Rituale dürfen natürlich nicht fehlen und an denen mangelt es wirklich nicht!

Ich beschwere mich ja sonst immer darüber, dass die Familie in Jugendromanen quasi gar keine Rolle spielt, deswegen übernimmt dieses Buch quasi für 3 Bücher die Familienparts mit! Definitiv ein riesiger Pluspunkt!

  • Es ist verdammt lustig!

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Nicht nur Lily ist verdammt lustig, auch die Dinge, über die die beiden Turteltäubchen in ihren Briefen reden sind verdammt witzig gemacht, sodass ich nicht nur mehrmals geschmunzelt habe, sondern sogar gelacht und das passiert echt selten bei Büchern! (Also zumindest bei mir!)

Der Humor in diesem Buch ist so süß, so harmlos und trotzdem ironisch beißend! Eine perfekte Mischung und verdammt cool!

(Ich habe nie verstanden, warum Lilys Freunde sie so komisch fanden, für mich waren ihre Aussagen immer total lustig und meine Freunde würden sie unfassbar cool finden!)

  • Die beiden sind viel zu knuffig, um wahr zu sein

Ich darf ja leider nicht darüber sprechen, wer der männliche Part der Beziehung ist, aber so viel darf ich sagen: Es knistert so stark zwischen den beiden! Und das nur über Papier! Denn sie schreiben sich wirklich nur Briefe, aber diese sind so voller persönlicher Nachrichten, voller Witz und Humor, voller guter Musik, voller Einsicht in die jeweilige Person, dass ich wirklich dachte, reale Personen vor mir zu haben.

Und die beiden sind so süß, sie machen ganz subtile Komplimente, sind schüchtern, aber wenn sie zusammen sind, ist diese Spannung einfach nicht zu übersehen!

Alleine dadurch, dass sie so vorsichtig miteinander umgehen und sich nicht darum kümmern, dass andere Leute vielleicht die Briefe finden könnten, sind sie meine absoluten Helden!

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  • Lily ist eine verdammt coole Socke

Warum? Ganz einfach: Sie näht ihre Klamotten selbst, sie spielt Gitarre, liebt Musik, schreibt Songs und ist ein total lieber Familienmensch!

Alles Gründe, warum man sie lieben muss, aber der wichtigste ist: Ihr HUMOR! Er ist super! (Obwohl keiner ihrer Freunde ihn wirklich checkt, aber er ist Gold wert!)

Sie ist wirklicht lustig, sarkastisch, ironisch, kümmert sich um ihre Familie, ihre Freunde, aber überhaupt nicht darum, was andere von ihr denken. So lässt sie auch die Zicken ihrer Schule einfach links liegen, was mir super gut gefallen hat!

Lily ist wirklich ein verdammt cooles Mädchen!

  • MUSIC! OH YEAH!

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Ich liebe Musik. Ohne Musik könnte ich vielleicht gar nicht leben. Und so geht es auch den beiden Protagonisten in diesem Buch. Diese Umstand wird so schön beschrieben, man fühlt richtig, wie wichtig ihnen die Musik ist und mit der richtigen Musik wird dieses Buch der reine Wahnsinn! Ich liebe es, wenn Bücher ein Thema gut behandeln und dieses Buch tut dies definitiv und wirklich gut!

(Auch wenn die ganzen Bands hier nur erfunden sind, aber who cares? Die sind trotzdem verdammt cool und da sie Indie-Bands sind, ist es eh noch tausend mal besser!)

  • Schneller, flüssiger und zeitgemäßer Schreibstil

Ich habe dieses Buch in einem Tag gelesen. Einfach so. Weil es Spaß gemacht hat. Ich musste mich zu nichts zwingen, ich wurde nicht überwältigt von diesem Buch, ich konnte mich einfach nur fallen lassen und mich in dieser süßen und strangen Liebesgeschichte verlieren.

Der Schreibstil führt einen sanft durch die einzelnen Kapitel, lässt einen Seite um Seite verschlingen und ist generell einfach nur cool.

Außeralb der Tatsache, dass die Charaktere immer noch von „simsen“ reden, ist die Wortahl auch modernen Teenagern angepasst!

Dieser Schreibstil ist lustig, fluffig, an den richtigen Stellen ernst oder romantisch und definitiv immer für Überraschungen gut!

NEGATIV

  • Liedtexte wurden übersetzt – WHY?

West_PS Ich mag dich_3.jpgOk, es geht hier offensichtlich auch um Musik. Klar, die Protagonistin spielt schließlich Gitarre und möchte Songwriterin werden!

Also warum zum Teufel wurden dann ihre Songtexte, die von Reim und Rhythmus geprägt waren, übersetzt?

Ich muss euch definitiv nicht sagen, dass viele Songs einfach ihren Charme verliert, wenn man sie Wort für Wort übersetzt, aber genau dies ist hier geschehen.

Ich verstehe ja, dass man das Buch vor allem für junge Leser ansprechend gestalten möchte, aber heutzutage verstehen schon die 10-jährigen Kinder wenigstens ein wenig Englisch, die Songtexte würden garantiert schon 12-jährige verstehen. Daher: Die Übersetzung hat diesem Teil des Buches leider jeglichen Charme genommen.


Fazit

Ein süßes Buch, was einem vom Alltag ablenkt, an das Gute im Menschen glauben lässt, einfach nur unfassbar knuffig ist und sich gleichzeitig auch noch mit einer der chaotischsten Familien aller Zeiten schmücken kann. Durch die beiden Protagonisten und die tiefgründigen Gespräche über die die beiden zueinander finden, entsteht ein Buch, welches der Realität fast nicht näher kommen kann. Das einzige kleine Manko ist, dass Songtexte ins Deutsche übersetzt wurden, was den Charme ein wenig schmälert.

Tintenkleckse_4.5

4,5 von 5 Tintenkleckse!

4 Gedanken zu „Rezension: „PS: Ich mag dich“ von Kasie West

  1. Ich habe das Buch letztens auch gelesen und finde es echt toll. Ich muss sagen, dass ich das mit den Songtexten nicht so schlimm finde, aber ich bin da auch nicht so aufmerksam, was das angeht.
    Was ich auch besonders toll an dem Buch finde, ist die Tiefgründigkeit der Charaktere. Und Lily ist wirklich ne coole Socke!
    LG, Medea

  2. Liebste Anna,

    nachdem ich deine Rezension gelesen habe, freue ich mich umso, dass ich das Buch hier stehen habe. Würde es gerade am liebsten SOFORT lesen. Deine Freude über das Buch springt einfach sofort über!
    Wie immer eine tolle Rezension!
    Liebe Grüße
    Charline

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