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Rezension: Zeugenkussprogramm – Kiss & Crime 1

Kurzinfo:

  • Autor: Eva Völler
  • Genre: Roman
  • Verlag: One
  • Seitenzahl: 361 S.

Kurzbeschreibung:

Emily kann es nicht fassen. Eigentlich wollte sie am letzten Wochenende vor ihren Abiklausuren bloß noch etwas feiern, doch dann gerät ihr Leben komplett aus den Fugen: Nach einem bewaffneten Überfall landen ihre Mutter und deren Freund Jonas im Krankenhaus, und das nur, weil Jonas sich mit den falschen Leuten eingelassen hat. Auf einmal sind sie alle in so großer Gefahr, dass ein Personenschützer für sie abgestellt wird. Pascal, jung und gut aussehend, sorgt bei Emily für noch mehr Pulsrasen, obwohl ihr sein Machogehabe ziemlich auf die Nerven geht. Als sich die Lage zuspitzt, muss die Familie sogar ins Zeugenschutzprogramm. Von der Großstadt geht´s aufs Land – für Emily der total Absturz. Sie will unbedingt zurück, aber im Zeugenschutz gelten harte regeln. Und Pascal sorgt dafür, dass sie eingehalten werden – bis Emily schließlich begreift, dass der kleinste Fehler nicht nur ihr Leben in Gefahr bringt, sondern auch ihr Herz…

Zeugenkussprogramm von Eva Völler

Eigene Meinung:

Erstmal vielen Dank an Lovelybooks für das Rezensionsexemplar!

Aber leider leider leider hat mir dieses Werk nicht besonders gut gefallen.

Ich habe irgendwie nicht den Draht zu Eva Völlers Schreibstil. Irgendwie kann ich nie ganz in ihre Geschichten eintauchen. Das finde ich richtig schade, denn eigentlich sind ihre Ideen sehr gut und ihr Schreibstil ganz ok, aber es plätschernd alles auf der Oberfläche und nichts berührt den Leser gefühlstechnisch.

Aber alles der Reihe nach:

+ Spannung

Das muss man dem Buch lassen. Vor allem am Anfang und am Ende strotzt das Buch nur so vor Spannung und es wird nicht langweilig.

Diese lässt allerdings in der Mitte massiv nach und man muss sich stellenweise durchquälen.

+ Süße Liebesgeschichte

Die Liebesgeschichte zwischen Emily und Pascal ist wirklich süß! Zwar ein bisschen klischeehaft, aber auch sehr gut umgesetzt. Die beiden sind einfach süß und nett zueinander und man kann ihre Gefühle durchaus nachvollziehen. Die beiden passen echt gut zusammen.

 + Knistern zwischen den Protagonisten 

Ja, es gab schon die eine oder andere Szene, die richtig Schmetterlinge im Bauch verursachte. Und schon kleinste Berührungen (Stichwort: Daumen an der Wange! Gott, das war toll! :D) waren einfach nur HEIß!

Leider gab es davon viel zu wenig und ich hätte mir mehr gewünscht.

+ GERTI

Ganz ehrlich: Die Oma war das eigentliche Highlight vom Buch! Die Liebesgeschichten, die sie in ihr Diktiergerät spricht und die sich wahnsinnig gut verkaufen, sind einfach der WAHNSINN! Die alleine sind schon ein ganzes Buch wert. Scheiß auf Emily und Pascal, ich will ein Buch über die Oma haben! Und leider leider waren diese Liebesszenen sogar besser, als die von Emilly und Pascal.

Also ist meine Forderung: EIN BUCH ÜBER GERTI! SOFORT! Ich würde das so feiern 😀

+ Kleine Liebesgeschichten auch bei Lucky, Gerti und Emilys Mutter

Hier kriegt jeder einen ab 😀

Sogar der HUND! XD Der spielt nämlich immer mit dem Hund von einem alten Schulfreund von Gerti. Und die beiden scheinen sich auch sehr gerne zu haben.

Und Emilys Mutter findet endlich den Richtigen. Aber der war mir irgendwie nicht sympathisch.

Trotzdem waren diese kleinen Liebesgeschichten zwischendurch ziemlich süß und niedlich anzusehen.

– Keine Tiefe bei den Charakteren

Ganz ehrlich: Die Charaktere existierten einfach. Sie hatten keine Tiefe und irgendwie keine Gefühlswelt oder Eigenarten. Ich finde ganz ehrlich, dass ein paar Eigenarten aus jedem Charakter eine Gerti gemacht hätten und damit wäre das Buch einfach der Hammer gewordern. Aber nö. Die Leute waren einfach da, sagten irgendwas und meh. Mehr war nicht. Und das ist echt schade.

– Keine tiefen Bindungen

Und damit spiele ich vor allem auf Emilys und Pascals Beziehung an.

Erst kommt eine ganze Weile nichts. Dann kommen ein paar Annäherungsversuche. Und dann. UND DANN. Kam der erste Kuss. Oh Mann. Alter, wie kann man sowas nur so versauen. Wie man dahin gekommen ist, war alles ziemlich in Ordnung und auch vorhersehbar. Aber dann war einfach nur: Und dann küssten wir uns. Punkt. Nichts anderes. Maaaaann, Leute! Das kann ja selbst ich besser. Und im nächsten Kapitel steht eiskalt: „Wir gingen ziemlich weit in dieser Nacht. Aber den entscheidenden Schritt haben wir noch nicht unternommen.“ Ganz ehrlich: Das hätte man doch auch beschreiben können! Wer bricht denn bitte quasi vor dem Kuss ab? Und dann kommt sowas! Da hätten sogar zwei SEITEN mehr gereicht. Und dann halten sie das Ganze eine Weile geheim. Warum auch immer, weil es später eh egal ist. Und dann sind sie einfach zusammen. Weitere Zärtlichkeiten? Nö. Warum auch, ich meine wir sind ja jetzt zusammen.

Diese Logik!

Also komm schon. Die Serie heisst KISS & CRIME. Da erwarte ich doch auch mal ein wenig KISS. Nicht nur: Oh, wir sind zusammen.

– Protagonisten zu weinerlich

Emily ist ja neu in dem ganzen Thema. Schon klar. Aber trotzdem macht sie aus einer Fliege einen Elefanten und kann es wirklich mit Bella aus Twilight aufnehmen. Alles dreht sich nur um sie und sie bricht bei irgendwas direkt zusammen…..Sie ist mir einfach zu weinerlich und zu schwach und ich kann echt nicht verstehen, warum Pascal sie in der Hinsicht so toll findet.

Fazit:

Ein ganz gutes Buch, das aber mehr Crime als Kiss beinhaltet und Geschichte, Charaktere und Bindungen bleiben seltsam flach und oberflächlich.

3 von 5 Tintenklecksen.

Werde aber trotzdem die folgenden Bände wenigstens anlesen.

Eine wunderbare Woche euch allen!

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