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Rezension: Secrets – Ich fühle

 


Kurzinfo:

      • Autor: Heather Anastasiu

 

    • Genre: Roman

 

    • Verlag: blanvalet

 

    • Seitenzahl: 412 S.

 

Kurzbeschreibung:

Zoel Q-24 – oder kurz Zoe – lebt in einer unterirdischen Gemeinschaft in der Zukunft. Denn am sogenannten D-Day zerbombten die „alten Menschen“ ihre Welt mit nuklearen Waffen. Daraufhin wurde jedem Menschen ein V-Chip ins Gehirn eingepflanzt, der alle Gefühle, sowie viele Sinne wie Farbsehen oder Geschmack, unterdrückt. Doch Zoe glitscht aus diesem System, dass die ganze Gemeinschaft verbindet und weiß nicht, wohin mit ihren Gefühlen. Sie muss aufpassen, nicht entdeckt zu werden. Aber das ist nicht gerade einfach, besonders nicht seitdem ein anderer aus der Gemeinschaft ihre Gefühle sämtlich durcheinander wirbelt.

SecretsEigene Meinung:

Zuerst wurde ich auf amazon.de auf dieses Buch aufmerksam, da dieses wunderschöne Cover mich schnell in seinen Bann zog. Ich überlegte hin und her, es zu bestellen, und kam zu keinem Ergebnis. Aber genau zu dieser Zeit ging ich in die Buchhandlung und voilá! Da war das gute Stück. Klar habe ich es sofort mitgenommen und zuhause direkt angefangen zu lesen.

Meine Erwartungen waren nicht sehr hoch, aber ehrlich gesagt hat es mich richtig umgehauen!

Die Geschichte steigt sofort in das Geschehen ein und erzählt nicht erst, wie das Leben in der Gemeinschaft abläuft, sondern kommt direkt zum Punkt.

Jedes Kapitel erzählt seine eigene kleine Geschichte, die IMMER mit einem miesen Cliffhanger endet. 🙁

Aber dadurch konnte man das Buch gar nicht mehr weglegen.

Auch die Tatsache, dass immer irgendetwas passiert und nie „Ruhepausen“ gemacht werden, verlieh dem Buch eine gewisse Spannung.

Der Schreibstil war sehr flüssig und leicht zu lesen, was die Seiten nur so hat fliegen lassen.

Außerdem wurden manchmal sehr philosophisch anmutende Passagen eingebaut, die dem Buch Tiefe gegeben haben und deshalb sehr gut aufgenommen wurden – von mir jedenfalls.

Die Charaktere: Zoe ist zwar größtenteils verwirrt von den Geschehnissen, doch sie geht mit der Situation sehr erwachsen um und jede ihrer Handlungen war nachvollziehbar. Sie ist ein starker Charakter, vor allem durch ihre Gabe, ohne die unsere Helden manchmal richtig in der Klemme gesteckt hätten.

Aber es gibt, was auch in dieser Geschichte nicht fehlen darf, einen Love Interest. Genauer gesagt zwei. Damit haben wir also mal wieder ein Liebesdreieck.

Eigentlich dachte ich, dass dieses Thema ausgelutscht ist. Aber Heather Anastasiu schafft es, dieses Gefühlswirrwarr super in die Geschichte einzugliedern und es wirkt nichts übereilt oder überspitzt, gerade wenn man die Situation der Protagonisten in dieser Welt betrachtet.

Allerdings bin ich mit Max, oder auch Maximin, nie einer Meinung gewesen und einfach nicht warm geworden. Außerdem kam er mir sehr egozentrisch vor.

ABER Adrien und Zoes Liebe zu ihm waren so süß und toll beschrieben, dass ich mich einfach mit verlieben musste.

Auch die Kanzlerin war ein Charakter, der besonders am ende eine gute Charakterbeschreibung erhielt. Allerdings war mir auch nach der Aufklärung ihrer Beziehung zu Max, Max´ Verhalten immer noch sehr zuwider und irgendwie rechtfertigte das für mich gar nichts.

Andere Charaktere bleiben sehr blass, was aber logisch ist, da sie praktisch gar keine eigene Persönlichkeit besitzen.

Was auch genial war: Das Regime. Also nicht das Regime an sich, sondern, dass es immer wieder hinterfragt wurde und die Widerstandsbewegungen und ihre Ziele genauestens unter die Lupe genommen wurden.

Es gibt einfach kein Schwarz-Weiß-Denken, sondern fast schon eine Zerrissenheit bei Zoe, die nicht glauben kann, dass das Regime schlecht sein soll und die Widerstandsbewegung auch nicht in allem und immer Recht hat.

Die Atmosphäre des Buches hat den Nagel auf den Kopf getroffen.

Man fühlt sich die ganze Zeit beobachtet und verfolgt, wagt kaum zu atmen. Aber man spürt auch den leisen Hoffnungsschimmer, das Gefühl der Freiheit, Das Gefühl der Angst, der Verwirrtheit, der Macht und der Liebe. Man bekommt jede Emotion, die Zoe neu entdeckt Häppchen weise serviert und spürt sie, als wäre es das erste Mal.

Auch das Einreihen in die „Graue Masse“, im wahrsten Sinne des Wortes, erscheint am sichersten und ist überlebensnotwendig – was eine gute und subtile Anspielung auf die heutige Gesellschaft darstellt.

Auch das Erstaunen über die Gefühle und das Entdecken dieser wird – wie oben schon gesagt – super beschrieben.

Die Story ist eine sehr schnelle und auch schnelllebige.

Sie hat viele unerwartete Wendungen und Begegnungen inne, die völlig neuartig sind und man ist immer auf Zack und trotz Befürchtung gewisser Ereignisse, tritt immer etwas anderes ein.

Ein kleines Manko gibt es allerdings noch: die Übersetzung.

Ich habe mich mal bei Onkel Google umgehört, um herauszufinden, ob es bei einem Einzelband bleibt.

Antwort: Es ist eine Trilogie, die im Englischen mit dem Titel „Glitch“ beginnt.

Und darauf ist mir aufgefallen: Sie „glitcht“ jedes mal aus dem Netzwerk. Aber es wird geschrieben: „Ich gleite (!) aus dem Link.“. Dies ist für mich einfach nur schlampig übersetzt, denn ein „Glitch“ ist ein technischer Fehler und kein sanftes Paragliding!

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass dieses Buch eine sehr gute Sci-Fi-Romanze mit Fantasyeinschlag ist, die unbedingt gelesen werden sollte, allein schon, um Max doof zu finden. 😛

Eine klare Kaufempfehlung, sehnsüchtiges Warten auf die anderen beiden Teile und 5 Tintenkleckse von mir!

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