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Vorurteile über Buchblogger – Räumen wir mal ein bisschen auf

Mittlerweile gibt es sehr viele Diskussionen über das Buchblogger-Dasein, wie wir in der Community miteinander umgehen sollten, wie wir mit Rezensionsexemplaren und Werbung umgehen sollten und wie wir Buchblogger uns allgemein selber sehen.

Allerdings haben sich dabei auch ein paar Klischee und Vorurteile gebildet, die vor allem im Konflikt Feuilleton vs. Buchblogger immer wieder gebraucht wurden und werden.

Daher: Schauen wir doch mal, ob das wirklich stimmt und machen uns ein wenig über uns selbst lustig!


„Buchblogger? Pfft! Die kennt doch eh kein Schwein!“

HA! FALSCH! In unserer eigenen Buchblogger-Blase sind wir total bekannt! (Ich weiß, dass das kein Gegenargument ist, aber MOOOMENT!)

Denn wie will man denn bekannt definieren? An einer gewissen Anzahl von Followern? Oder Seitenaufrufen? Oder Umfragen?

Und abgesehen davon, dass immer wieder Buchblogger in die Verlagsbranche wechseln, was ihnen gerade durch ihren Blog gelungen ist und vielfach in Zeitungen und Magazinen erscheinen, ist die Buchbranche eben eine ziemliche Nische. Zumindest im Vergleich zu den „großen“ Branchen, wie Film oder Sport.

Bücher gibt es so viele, dass es trotz der schier unendlichen Menge, die jedes Jahr verkauft wird, schwierig ist, jemanden zu finden, der deinen eigenen Buchgeschmack hat und die meisten Bücher werden durch Lust und Laune gekauft und nicht durch riesige Werbekampagnen (was sich momentan auch wieder etwas ändert).

Auf jeden Fall sind wir in unserer Branche bekannt und nur weil jemand zum Beispiel ein Ass im Kürbiszüchten oder Forellenangeln ist und eben unter diesen Leuten sehr bekannt ist, spricht man diesem auch nicht seine Bekanntheit ab, oder?

(Und mal ganz unter uns: Wer kennt denn bitte die amtierenden Weltmeister im Badminton, Hockey oder Cricket?)


vorurteile_buchblogger

(Design by: Freepik.com)


„Diese Buchblogger lesen sich doch nur gegenseitig!“

Jain.

Ich bezweifle nicht, dass diese Aussage generell stimmt, allerdings gibt es doch einen Punkt, den es zu berücksichtigen gibt: Bringt die Leute erstmal dazu, euch zu lesen.

Ich spreche aus Erfahrung: „Die“ Leute kennenzulernen, eine Zielgruppe anzusprechen und diese auch zu deinem Blog zu locken ist schwer genug.

Also: Jaaa, wir werden großteils von anderen Bloggern gelesen. Aber eben auch von Leuten, die Buchtipps zu genau diesem oder jenem Buch suchen.

Wir haben eine bemerkenswerte „Macht“: Wenn wir im Kollektiv ein Buch gut finden, scheint es auch besser verkauft zu werden, denn man will natürlich kein Jahreshighlight von jemandem verpassen, dessen Lesegeschmack man größtenteils teilt! Dies bestätigt sich dadurch, dass Verlage immer noch mit Bloggern zusammen arbeiten, denn ohne daraus einen Vorteil zu ziehen, würde dies garantiert nicht passieren.

Und wenn es nur wir Blogger sind, die gegenseitig auf Empfehlung unsere Bücher kaufen, ist das auch in Ordnung, denn soll ich euch mal was sagen?

Wir sind verdammt viele! (Allein laut der Topliste von lesestunden.de sind wir über 1300! 1300!)


„Buchblogs sind in den frühen 90ern stecken geblieben. Überall glitzert alles und die Blogs sehen furchtbar aus!“

Nö.

Ganz einfach nö.

Jeder Blog hat einmal seine Anfangsphase, in denen der Blogger keine Ahnung hat, was denn ästhetisch und schön für den Leser ist. Aber das legt sich mit der Zeit.

Ich meine: Habt ihr mal meinen allerersten Header gesehen? DA:

Header

Schrecklich, oder?

Aber seriöse und ansprechende Buchblogs gibt es überall und Leute, die schon länger dabei sind, wissen auch um die große Bedeutung von einer schönen Benutzeroberfläche.

Schöne Beispiele dafür sind Goldblatt-Blog.de, Bücherkaffee.de oder myBookBlog.de, die die Schönheit von Buchblogs auf die Spitze treiben und nicht von professionellen Websites zu unterscheiden sind.

Also kann man festhalten: Buchblogs treten in allen verschiedenen Farben und Formen auf und jeder davon verändert sich mit der Zeit. Der Aufbau und die Professionalität des Designs kann allerdings ein guter Indikator für die Seriosität und die Länge, die ein Buchblog besteht, sein, muss aber natürlich nicht.


„Man wird doch nur Buchblogger, um Rezensionsexemplare abzugreifen.“

WOWOWOWOW! GANZ FALSCH! Ganz falsche Ecke, mein Freund!

Ganz ehrlich gesprochen: Ich habe angefangen, mit BookTube-Videos anzuschauen und habe die Videoblogger für ihre vielen Bücher, ihre Rezensionsexemplare und die Kontakte beneidet und bestaunt.

Allerdings noch viel mehr für die Liebe und Faszination, mit denen sie über Bücher sprachen.

Und weil ich nun mal ziemlich kamerascheu war, wollte ich das nur als schriftliches Format auch machen. Endlich mal meine Meinung zu Büchern kundtun. Endlich mit anderen darüber sprechen.

Und ohne Ahnung von Buchblogs zu haben, habe ich dies auch getan. Bis ich die richtigen Blogs gefunden hatte und meinen Platz in der Bloggosphäre gefunden hatte, vergangen bestimmt 7 Monate.

In all der Zeit traute ich mich nicht, ein einziges Rezensionsexemplar anzufragen.

Klar bin ich nur ein Einzelbeispiel und kann nicht für alle sprechen, aber ich kann sagen, dass Blogs, die nur der Rezensionsexemplare wegen bloggen, diese nicht bekommen werden, oder nicht den langen Atem haben, um ständig neuen Content zu liefern, der Leser anspricht.

Also man kann aus dieser Motivation heraus Buchblogger werden, aber durchhalten wird man damit nicht.


„Buchblogger sind doch eh nur unprofessionelle Mädchen, die keine Ahnung haben.“

Laut lesestunden.de sind zwar nur 8% der Buchblogger männlich, aber Buchblogger dermaßen zu denunzieren und zu demütigen, verstehe ich nicht.

Immer wieder trifft man auf die Tendenz, dass Buchblogger keine Ahnung von Bücherkritik haben und nur eine bunte, nicht ernst zu nehmende Seite im Internet führen.

*räusper* NO! Absolutely no!

92% von uns sind weiblich, ok, ist geschenkt, aber ganz sicher sind wir weder unprofessionell, noch haben wir keine Ahnung.

Zwei Argumente dazu:

Professionalität wird immer wieder diskutiert, es gibt ganze Treffen extra dafür, Blogs ohne Impressum, ohne „About Me“ werden nicht ernst genommen. Viele Blogger arbeiten mit einem Redaktionsplan und haben klare Vorstellungen davon, wie Beiträge aufgebaut sind, wie sie ihren Blog am Laufen halten und dass Rechtschreibfehler möglichst zu vermeiden sind.

Andere machen ganze Kurse nur für ihre Suchmaschinenoptimierung und versuchen durch jede Möglichkeit besser zu werden und mehr Leute mit der Lesesucht anzustecken.

Und Ahnung und Fachwissen ist immer relativ zu sehen. Klar ist es wenig aussagekräftig, wenn jedes Buch mit „Ich finde es richtig, richtig gut und will ganz schnell weiter lesen“ beschrieben wird, aber das tut nur eine winzige Minderheit der Blogger. Ernstzunehmende Blogger liefern zum Teil fundierte Auseinandersetzungen mit Themen, Büchern und Autoren.

Außerdem ist es auch Fachwissen, wenn man sich in der Liebesroman-Branche gut auskennt und dementsprechend urteilen kann. Ebenso bei Fantasy, Contemporary oder Horror-Thrillern.

Die Arroganz der Literatur und Literaturkritiker, die von sich behaupten, dass allein Diskussionen im Feuilleton von Wert seien, sehen nicht, dass auch emotionale und umgangssprachliche Diskussionen von Wert sind, denn wenn ein Buch mich bewegt und zum Nachdenken anregt, dann kann ich das mit anderen teilen, ihnen Gründe dafür nennen und sie ebenso begeistern.


„Warum schreiben die überhaupt über Bücher? Dafür gibt’s doch den Feuilleton.“

Gerade schon angeschnitten, aber hier noch eine ausführliche Erklärung, und zwar gleich zwei davon:

Die erste ist, dass wir für unsere Leidenschaft des Lesens brennen, uns nicht davon lösen können und deshalb den unüberwindbaren Drang verspüren, uns mit anderen darüber austauschen zu müssen.

Daher schreiben wir Rezensionen, nehmen an Leserunden teil, unterhalten uns über soziale Netzwerke über Bücher. Wir lieben sie, egal wer wir sind und woher wir kommen.

Und die Liebe zu Büchern aus den verschiedensten Genres schweißt uns zusammen und schafft eine der coolsten Communities, die ich je erleben durfte.

Deshalb schreiben wir über Bücher. Sie sind unser Lebensinhalt und unser Innerstes zwingt uns quasi dazu, diesen nach außen zu tragen.

Die andere Erklärung ist, dass auch der Feuilleton Fehler hat, bei weitem nicht jedem zugänglich ist und sich vorrangig mit hoher Literatur befasst (wobei mir bis heute nicht klar ist, an welchen Kriterien sich dies misst).

Allerdings gibt es noch so viele andere tolle Genres! Warum nicht auch über sie sprechen und uns über sie unterhalten?

Auch gern mit Enthusiasmus, Wut, Euphorie, Akzeptanz, Rage, Resignation, Bewunderung, klarer Analyse oder viel Witz.


„Buchblogger sind doch nur Werbeplattformen für die Verlage!“

Nope.

Und wir achten auch höllisch darauf, dass das so bleibt. Wie gesagt, es gibt viele Treffen und Veranstaltungen, an denen Buchblogger untereinander diskutieren, wie sie weiter arbeiten wollen, wie sie unabhängig und glaubwürdig bleiben.

Wir empfehlen Bücher, das stimmt. Dadurch verkaufen Verlage mehr Bücher, das stimmt auch. Aber wir weigern uns, unechte Rezensionen zu verfassen, unsere Meinung kaufen zu lassen, uns selbst als Werbeplattform ohne Sinn und Verstand zu verkaufen.

Wir diskutieren zwar, ob sich nicht mit dem Bloggen Geld verdienen ließe, aber wir sind keine reinen Werber, die mit dem Auftrag rangehen, ein Produkt so gut wie möglich zu bewerten und darzustellen.

In erster Linie sind wir immer noch einfach nur Leser mit unserer eigenen Meinung, die wir gerne teilen möchten und die uns heilig ist.


Diskussions-Time!

Welche Vorurteile kennt ihr gegenüber Buchbloggern? Welchen könnt ihr zustimmen und welche könnt ihr einfach gar nicht glauben? Seid ihr selber Buchblogger und nerven euch diese Vorurteile manchmal genauso?

Lasst es mich gerne wissen!

Awesometastische Grüße,

Anna

50 Gedanken zu „Vorurteile über Buchblogger – Räumen wir mal ein bisschen auf

  1. Hallo liebe Anna,

    dein Beitrag ist total interessant und ich liebe deinen kessen Schreibstil sehr. ;-*

    Ich selbst habe zum Glück noch nie eines der Vorurteile zu hören bekommen – im Gegenteil: Meine Umwelt reagierte schon immer interessiert und durchweg positiv auf mein Hobbie. Besonders das Vorurteil mit den Rezensionsexemplaren finde ich ziemlich dämlich. Denn der Aufwand, einen Blog zu betreiben, der Rezensionsexemplare „wert“ ist, ist so hoch, dass es einfacher wäre, die Bücher einfach zu kaufen! XD
    Für mich ist mein Blog mein leidenschaftsliches Hobbie mit dem ich mein anderes Hobbie (lesen) mit Gleichgesinnten teile.
    Die wenigen negativen Stimmen, die mir in meinen fast drei Jahren Bloggeezeit, entgegen wehten, kamen trauriger Weise aus den eigenen Buchblogger-Reihen. Aber das ist eine ganz andere Geschichte …

    Whatever,
    Bianca

    1. Hey Bianca!

      Vielen lieben Dank! Da geht einem doch gleich das Herz auf!

      Meine Umwelt reagiert auch meist sehr positiv auf mein Hobby und wenn sie es nicht tun würde, wäre es wohl Zeit, sich neue Freunde zuzulegen ;D

      Aber unterschwellig habe ich schon viele dieser Vorurteile gehört oder gelesen, was mich echt traurig gemacht hat.

      Aber du hast es sehr schön gesagt, es ist unser Hobby und wir teilen diese Leidenschaft gerne mit anderen und tauschen uns aus! 😀 Das macht es ja so wundervoll!

      Und die Dinge aus den eigenen Reihen…*seufz* Schwarze Schafe scheint es wohl immer zu geben…

      Viele liebe Grüße,
      Anna

  2. Hi Anna,
    danke für diesen tollen Beitrag. Jede Zeile ist pures Du! 🙂
    Ich bin ja noch nicht so lange dabei, aber Gott sei Dank ist mir von diesen Vorurteilen noch nichts vor die Nase gekommen. Und selbst wenn, man sollte halt einfach drüber stehen. Solange ich Buchblogs lese, ist die Diskussion immer wieder die selbe: Professionalisierung, Rezensionsexemplare, blah blah blah. Und meine Antwort ist auch immer wieder die selbe: Macht das, worauf ihr Lust habt und lasst euch nicht unterkriegen. Solange ihr euch im Rahmen der „Regeln“ (z.B. Werbung kennzeichnen, etc.) bewegt, ist doch alles super.
    Bleib wie du bist und mach weiter so!
    Liebste Grüße,
    Elli

    1. Was soll ich nach Elli noch sagen?! Ich bin ebenso frisch erst in der Bloggerwelt unterwegs & in diesen Klischees, Vorwürfen und Vorurteilen zum Glück noch nicht begegnet ~ aber dennoch: ein feinster Beitrag liebe Anna! (=

      Liebe Grüße,
      Janna

    2. Hallöchen Elli!

      Och Danke! Da grinse ich doch gleich wieder von einem Ohr zum andern!

      Hach und deine Worte sind pures Gold! Man sollte einfach drüber stehen, sein Ding machen, sich selbst verwirklichen und sich an konstruktiver Kritik messen und verbessern. Und solange alles legal ist und es dich zufrieden macht: Go for it! Lass es dir nicht ausreden!
      Sehr schöne Message!

      Viele liebe Grüße,
      Anna

  3. Der Beitrag ist echt super! Und ich kann dir da auch nur so zustimmen. Manche haben einfach total blöde Vorurteile, die gar nicht zutreffen. Ich denke, ein großes Vorurteil ist auch noch, dass Buchblogger voll die Nerds sind oder so. 😀

  4. Also das mit dem Design ist halt, wie du so schön geschrieben hast, einfach ein Ding der Persönlichkeit aber auch der Entwicklung. Ich habe mein Design sicher 10 mal geändert, bis ich das jetzige ausgewählt habe, und dabei werde ich auch bleiben: Weil es mir gefällt, es nicht zu überladen ist und ich es schön finde.
    Und zu den Rezensionen: All die Blogs die ich lese, schreiben die unterschiedlich: Manche schreiben „nur“ den Klappentext ab und „Eigene Meinung“, andere machen das ausführlicher.
    Ich selbst bin sicher eine der ausführlichsten, weil ich das richtig so zerlege und dem Autor (sollte er zufällig mal darauf stoßen) und den Lesern nützlich sein soll. Jeder soll doch seine Rezensionen bitte so schreiben dürfen, wie er das für richtig hält.

    Und du hast recht, mit der Bekanntheit ist das so ein Ding: Wer definiert Bekanntheit und wie? Und im Sport kenne ich auch nicht den Rugby-Weltmeister oder den Tennis-Weltmeister. Man kennt sich eben innerhalb der Community, aber das ist doch ganz normal.

    Und einen Blog nur wegen der „Rezensionsexemplare“ zu betreiben ist denke ich gar nicht möglich! Mittlerweile habe ich auch schon ab und zu Anfragen, aber eher von kleinen, unbekannten Autor*innen. Und ich habe schon auch ein Zielpublikum, so wie es die meisten Blogs haben, denke ich.

    Aber ja, diese Diskussion wird wohl ewig so weitergehen!

    Liebe Grüße,
    Valerie

    1. Hey Valerie!

      Danke für diesen langen Kommentar!
      Du hast Recht, so wie sich der Blogger weiterentwickelt, entwickelt sich ebenfalls der Blog und das Design. Ebenfalls sollte jeder seine Rezensionen so schreiben, wie man es möchte nd selber gerne lesen würde, oder es für nützlich hält!

      Diese Bekanntheit ist ganz normal und deshalb denke ich, dass dieser Punkt gar nicht zur Diskussion steht 😀

      Und das mit den Rezensionsexemplaren…Blogger, die es nur werden, weil sie die haben möchten, haben wirklich den Schuss nicht gehört…und die werden sie auch nicht bekommen, weil der Aufwand dafür viel zu groß ist…

      Viele liebe Grüße,
      Anna

      1. Kann dir überall nur zustimmen. Also vielleicht bekommt man mal von Indie-Autor*innen eine Anfrage, aber nicht von großen Verlagen, wenn man nicht entsprechend Seitenaufrufe, Impressum etc. hat.

        Ich liebe lange Kommentare:)

        Viele liebe Grüße,
        Valerie

  5. Hallo Anna,
    alle von dir genannten Vorurteile habe ich auch schon gelesen. Sie kommen fast ausschließlich von bezahlten Feuilletonisten. Mal kurz nachdenken, wofür sie schreiben… ach ja: für Geld! Und woher kommt das eine oder andere Buch, das sich in die Redaktionsstuben verirrt hat? Doch wohl nicht etwa von den Verlagen??
    *Ironieaus* Wir Buchblogger sollten dieses arrogante Gerede ignorieren und uns gegenseitig unterstützen. Nur so werden wir meiner Meinung nach auf lange Sicht eine höhere Akzeptanz erreichen: Weil wir nämlich die Sprache der Leser sprechen und nicht mit pseudo-gebildetem Geschwafel daherkommen, wenn deutliche Worte angezeigt sind. Mehr Selbstbewusstsein bitte!
    Liebe Grüße und noch viel Freude am Buchbloggen
    Ina

    1. Hallo Ina!

      Vielen lieben Dank für den Kommentar!

      Genau die Doppelmoral des Feuilletons…ich verstehe es einfach nicht. Warum können wir nicht einfach friedlich nebeneinander existieren?
      Gegenseitige Unterstützung ist wirklich wichtig und auch toll!
      Das sollte auf jeden Fall verbessert und beibehalten werden!

      Viele liebe Grüße,
      Anna

  6. Hallo Anna,
    ein sehr schöner Beitrag. Ernsthaft aber mit einer gehörigen Portion Augenzwinkern.
    Das Beste – ich sprenge dieses Vorurteil mit diesen „unprofessionelle Mädchen“ – in meinem Alter nennt einen keiner mehr Mädchen, außer der eigene Vater der bereits Uropa ist 😉
    Also lasst uns bloggen und Spaß daran haben und weiter so tolle Beiträge wie Deinen hier verfassen. Wer es nicht lesen will muss es ja nicht. Wobei ich die Vermutung habe das sie (die Kritiker an uns ) es trotzdem tun – warum nur sind sie sonst sooooo gut informiert 😉
    Liebe Grüße
    Kasin

  7. Ich würde deinen Beitrag genau so unterschreiben. Die meisten Vorurteile sind ja sowieso völliger Quatsch, aber was Buchblogger angeht sind manche einfach nur bescheuert.

    Dass jemand wegen REs anfängt zu bloggen, habe ich schon mitbekommen. Diese Blogs halten sich aber nie länger als ein paar Wochen, schließlich muss man ja doch mit Leidenschaft dabei sein, um das durchzuziehen. Und das merken natürlich auch die Verlage, dahinter stecken ja auch Menschen, die nicht dumm sind.
    Generell gilt eigentlich immer, dass man nicht verllgemeinern sollte. Sollte das Buchbloggen in der Zukunft wirklich gut bezahlt werden, wird es ganz sicher auch welche geben, die das ausnutzen und vielleicht auch für Geld eine positive Meinung über alles mögliche vertreten, aber das wäre dann immer noch eine Ausnahme und man dürfte nicht alle über einen Kamm scheren, nur weil es ein negatives Beispiel gibt – wie bei allem im Leben.

    Dass wir keine Ahnung haben und nicht professionell sind, hört man ja auch immer wieder und das finde ich auch nicht unbedingt negativ. Würde ich eine professionelle Meinung lesen wollen, würde ich danach sicher nicht auf Blogs schauen – und trotzdem tue ich das. Es geht ja genau darum, eine persönliche Meinung mit auch subjektiven Argumenten zu lesen, schließlich ist die Wahrscheinlichkeit, dass man selbst da zustimmen würde größer, als wenn mir ein älterer Herr genau analysiert, wie literarisch wertvoll das Buch ist. Und ich lese nunmal hauptsächlich Jugendbücher, da geht es nicht um Professionalität.

    Und zum Punkt „nur Blogger lesen Blogs“: Na und? Ich würde mal behaupten, dass ein Buchblogger in den meisten Fällen mehr Bücher kauft, als der Durchschnittsbürger und damit sind wir als Zielgruppe einfach auch viel relevanter als jemand, der vielleicht 5 Bücher im Jahr liest.

    Okay, ich reiße mich zusammen und kommentiere nicht auch noch die anderen Punkte. Noch mal abschließend: Super Post, gut geschrieben! 🙂

  8. Servus meine Liebe,
    da hast Du aber eine ganz schöne Latte an Vorurteilen aufgelistet! Zum Glück begegne ich nur wenigen davon. Meinen Freunden (also den NICHT Buchbloggern davon ;-)) ist gar nicht klar, dass man von Verlagen auch Rezensionsexemplare bekommen kann. ich glaube außerhalb der „Branche“ ist das wenig bekannt. Was mir jedoch häufig begegnet ist dieser leicht zweifelnde Blick. „Aha, Buchblogger. und worüber …“ naja und wenn es dann nicht gleich Dostojewksi, Kafka und Co sind … oder wenigstens Krimis (sondern in meinem Fall oft Fantasy), wird man eher fast mitleidig abgetan bzw. nicht ernst genommen, ad acta gelegt.

    Lesen wir Buchblogger uns meist gegenseitig? Wahrscheinlich schon. Na und? Bücher sind unser Hobby, also lesen wir darüber. Aber wir geben die Infos daraus ja weiter – also ich werde durchaus von Kollegen oder Freunden nach Buchempfehlungen gefragt und denke, da einen weitreichenderen oder tieferen Einblick zu haben, als viele von den „zwei – drei Bücher im Jahr „- Lesenden unter ihnen. Das ist doch auch schön.

    Fühl Dich umarmt.
    Einen lieben Gruß sendet
    Kati

  9. Hallo 🙂

    also zum Glück fühle ich mich von den ganzen Vorurteilen überhaupt nicht angesprochen 😀 Wenn ich das so lese, denke ich „ja, könnte man denken“, aber mir persönlich ist noch nichts davon begegnet.
    Allerdings habe ich es in diversen Buchgruppen schon erlebt, dass gefragt wird, woher man denn jetzt die Reziexemplare und ab wann man sie endlich anfragen kann, obwohl der Blog gefühlte 2 Stunden alt ist.. Schwarze Schafe gibt es überall..
    Und ich finde, Blogs müssen sich nicht mit den wahren Helden der Literaturkritik vergleichen, denn wie du schon sagst bedienen die teilweise nicht alle Genres oder eben die Bücher, die die Massen gerne lesen. Außerdem, wenn man deren Äußerungen teilweise liest, rollen sich einem auch die Fußnägel hoch.. Da bin ich doch froh ein unprofessioneller Blogger zu sein 😉

    Liebe Grüße
    Meiky, die sich jetzt direkt mal deine Blogempfehlungen anguckt 🙂

    1. Hey Meiky!

      Klar kann man diese Vorurteile denken oder mitbekommen, aber meist drücken sie sich doch eher unterschwellig aus ;D

      Und dieses Nachfragen und Hecheln nach Rezensionsexemplaren geht mir echt auf den Zeiger, denn diese Menschen sehen einfach nicht ein, wie viel Arbeit dahinter steckt, einen so erfolgreichen Blog aufzubauen, dass man Rezensionsexemplare anfragen kann…

      Blogs müssen gar nichts, deshalb sind sie ja Blogs ;D
      Aber es stimmt, manchmal sind sie schlimmer als wir und kriegen es noch nicht mal mit! 😀

      Viele liebe Grüße und ich hoffe du hast Buchempfehlungen gefunden!
      – Anna

  10. Ich hatte Vorurteile gegenüber Bloggern nur am Rande mitbekommen. Du erläuterst sie hier nochmal und setzt direkt ein Gegenargument drauf! Finde ich gut! Ich finde deine Antworten auch wirklich klasse, da sie die Vorurteile auf eine schöne Art und Weise entkräften!

  11. Endlich sagts hier mal jemand. Ich blogge nun seit drei Jahren und inzwischen ist das Ganze immer professioneller geworden, sodass ich sogar ein Nebeneinkommen damit erziele. Aber das ist ARBEIT… ohne die würde mir niemand auch nur ein cent zahlen und würde ich auch nicht wagen, auch nur ein einziges exemplar anzunehmen… habe den Beitrag gerne geteilt!

    1. Bitte bitte, immer gerne 😀
      Wow! du hast wirklich ein Einkommen dadurch? Respekt, das schafft quasi niemand 😀
      Und es ist wirklich enorme Arbeit, da kann ich dir wirklich zustimmen!

      Vielen Dank fürs Teilen und viele Grüße,
      Anna

  12. Tjoa, ich darf mich dann wohl ganz offiziell 8%er nennen ;-).

    Nein ernsthaft, schon geschriebener Beitrag mit vielen wahren Kernaussagen. Besonders die Arroganz des Feuilletons könnte mich immer wieder aufregen (wobei geschätzt 90% der bei uns besprochenen Bücher dort eh nicht stattfinden).

    Allerdings stehe ich auch dem Thema Professionalisierung kritisch gegenüber, weil viele es mit Monetarisierung gleichzusetzen scheinen. Und zwar bitteschön ohne Mehraufwand.

    1. Hallo du seltenes 8%-Exemplar! 😀
      Vielen Dank!
      Und über den Feuilleton…*seufz* Es ist eine schwierige Sache…
      Professionalisierung und Monetarisierung: Dazu habe ich auch einen Beitrag geschrieben. Ich bin grundsätzlich dafür, allerdings darf man dann nicht erwarten, alles hinterher geschmissen zu kriegen 😀 Aber ich denke auch nicht, dass das, was hier täglich gemacht wird, kein Aufwand ist.

      Viele liebe Grüße,
      Anna

      1. Nein, prinzipiell ist gegen Monetarisierung natürlich nichts einzuwenden und ich stelle sicher auch nicht in Frage, dass eine Menge Aufwand hinter dem steht, was die meisten Buchblogger machen (wenn ich mir da die Länge deiner Besprechungen ansehe oder darüber nachdenke, dass ich mich mit meinen Interviews mitunter mehrere Tage beschäftige). Das ist aber eher das, was ich unter Professionalisierung verstehe. Das, was man tut, so gut es nur irgendwie geht machen. Ja, ich gebe zu, dass ich ziemlich stolz auf die Interviews bin. Gerade, weil die nicht jeder hat und ich mir einbilde, dass zum Beispiel das Gespräch mit Sam Millar auch über die Literatur hinaus verdammt lesenswert ist. Mag arrogant klingen, ist aber nicht so gemeint 😉 sondern dient nur zur Verdeutlichung, worauf ich hinaus will.

        Monetarisierung ist hingegen meiner Meinung nach nur mit noch mehr Arbeit verbunden und ich ziehe meinen Hut vor jedem, der dazu bereit ist. Networking, Marketing, AdSense, Anzeigenverkauf, Sponsored Posts, das was Geld bringt eben. Nehmen wahrscheinlich viele der Monetarisierungsrufer gerne mit. Aber dazu gehört eben auch Buchhaltung, Steuer-, Urheber- und Wettbewerbsrecht. Und da ist da meistens ein Punkt erreicht, den viele eben nicht mehr wollen.

  13. Huhu,

    schöner Beitrag.

    Ja, diese Voruteile sind blöd. Aber es gibt ja auch Blogger, die sich überhaupt nicht für Rezensionsexemplare, Gewinnspiele usw. interessieren (Wie ich) und eher wegen den Diskussionen und anderen Dingen bloggen. Wieso man da immer alle in einen Topf stecken muss?

    Ich mag diese Rezis aber auch nicht so wo nur belangloses Zeug drin steht und man fast nichts mit anfangen kann. Ein bisschen mehr um zu beurteilen ob mir ein Buch liegen könnte oder ich einer Meinung mit der Person sein könnte brauch ich schon. Wobei ich Rezis meist eh erst später lese und nicht als Meinung einhole, wenn überhaupt.

    LG Corly

    1. Hey Corly!

      Vielen lieben Dank! Und du hast total recht: Man kann nicht alles immer verallgemeinern, deswegen finde ich es doof, dass es oft vorkommt.
      Rezensionen sind eh immer eine heikle Sache. Da haben alle einen ganz unterschiedlichen Geschmack! 😀

      Viele liebe Grüße,
      Anna

  14. Huhu Anna,

    habe deinen Beitrag (und deinen schönen Blog) gerade durch Carlosia entdeckt und bin echt begeistert! :O Du sprichst mir so aus der Seele. Man fühlt sich als Buchblogger oftmals gar nicht ernstgenommen, weil wir einfach alle über einen Kamm geschert werden. Natürlich gibt es solche unter uns, die nur möglichst viele Rezensionsexemplare einsacken wollen oder „käuflich“ sind, aber das sind nun mal die, die nicht mit Leidenschaft dabei sind und nicht lange durchhalten werden. Eine eigene Seite zu haben ist nun mal ein Hobby, das viel Zeit und Geduld erfordert. Bloggen ist harte Arbeit, die gewürdigt werden sollte und viele Menschen beeinflussen sowie auf Bücher aufmerksam machen kann. Ich selbst habe jahrelang anonym Blogs verfolgt und es gibt viele, die das ebenso tun, ich kenne einige. Followerzahlen machen also nur einen (großen) Bruchteil davon aus, wie oft ein Blog gelesen wird, es sind nicht nur die anderen Blogger. 🙂

    Leider habe ich schon öfter erlebt, dass man für seine Tätigkeit skeptisch beäugt wird. Viele haben einfach keine Ahnung von dem, was wir schaffen, fragen, ob man sich meinen Blog wie „Bibis Beautypalace“ vorzustellen hat (obwohl das ja ein YT-Kanal ist) und ob ich Beautytipps gebe… Einfach traurig. 😀

    Was Literaturkritiker angeht: Die beschäftigen sich meistens wirklich nur mit „gehobener Literatur“ und die ist einfach größtenteils nicht massentauglich. Da braucht man nun mal das Medium Blog, das ein wenig frischen Wind in die Literaturkritik bringt. 🙂

    Liebe Grüße
    Lena ♥

    1. Hey Lena!

      Vielen Dank für diesen tollen und ausführlichen Kommentar!
      Ich bin froh, dass es dir hier so gut gefällt 🙂

      Und du hast sehr recht, ich weiß nämlich nicht, warum man alle immer über einen Kamm scheren muss und warum man nicht einfach jeden Blog einfach mal anschauen kann.
      Und nein, wir machen was GAAANZ anderes als Bibi XD
      Ich habe auch festgestellt, dass die Leute, die nur auf Rezensionsexemplare aus sind, schnell wieder verschwinden 😀

      Viele liebe Grüße,
      Anna

  15. Ich muss ganz ehrlich sagen, dass mich dein Blogbeitrag sehr inspiriert hat und mich dazu gebracht hat darüber nachzudenken, wie diese ganzen Vorurteile gegenüber Buchbloggern entstanden sind.
    Denn irgendetwas Wahres muss da ja dran sein. Zumindest muss es ja Auslöser für diese Vorurteile gegeben haben. Ich bin der Meinung, dass es bestimmt immer noch Buchblogger gibt, die einigen der Klischees entsprechen, beispielsweise dem Vorurteil mit den Renzensionsexemplaren. Ich selber habe meinen Buchblog nun seit zirka 14 Monate und ich habe mich erst vor kurzem getraut bei Verlagen Rezensionsexemplare anzufragen. Schließlich kannte mich keiner, und ich muss sagen auch heute ist meine Community/Leserschaft nicht sehr groß. Trotzdem habe ich vor kurzem mein erstes Rezensionexemplar bekommen, was mir unglaublich viel bedeutet hat!

    Ich finde deine Meinung zu den Klischees wieklich sehr ansprechend und fundiert. Man merkt, dass du weißt wovon du das sprichst und das gefällt mir sehr!

    Toller Beitrag! 🙂
    LG Lou

    1. Hey Lou!

      Selten hat mir ein Kommentar so gut gefallen!
      Wirklich toll und ich mag es sehr gerne, wie viele Gedanken du dir gemacht hast!

      Und natürlich gibt es Buchblogger, die komplett in das Klischee reinfallen. Ansonsten gäbe es sie ja auch gar nicht.

      Ich habe mich auch sehr lange nicht getraut, denn man denkt immer, dass man noch zu klein dafür ist. Und diese Zweifel sind auch gut! Denn ganz ehrlich: Verlage sehen lieber Blogger, die schon lange dabei sind, ohne von Rezensionsexemplaren zugeschmissen zu werden, als Blogger, die schon nach zwei Wochen anfragen.
      Und ich freue mich total für dich, dass du dein erstes Exemplar bekommen hast!
      Herzlichen Glückwunsch!

      Viele liebe Grüße,
      Anna

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