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Rezension: „3 Lilien – Das erste Buch des Blutadels“ von Rose Snow

Hallo und herzlich Willkommen zur letzten Rezension in diesem Jahr!

Nach meiner „Weihnachtspause“ im Dezember und den damit verbundenen Verpflichtungen – Leute, es war unfassbar viel los – geht das Besprechen von tollen Büchern wieder los!

Und da geht es gleich mit einem Buch meiner liebsten Rose Snow weiter, denn ihre neue Selfpublisher-Trilogie kam im Dezember raus und die beiden waren so unfassbar lieb, mir den Auftaktband zuzuschicken!

Ich habe natürlich nicht lange gefackelt und nun ist hier meine Rezension dazu!


Bibliographische Daten

  • Autor: Rose Snow
  • Genre: Jugend-Fantasy, Romantasy
  • Verlag: Selfpublisher
  • Seitenzahl: 258 S.

Kurzbeschreibung

Seit Monaten wartet de 17-jährige Lorelai darauf, dass die alte Gabe des Blutadels bei ihr erwacht – wobei sie nicht mal ihrer besten Freundin von ihrer magischen Abstammung erzählen darf.

Denn die Gesetze des Blutadels sehen vor, das geheime Wissen unter keinen Umständen mit Außenstehenden zu teilen. Doch das erweist sich als äußerst schwierig, als Lorelai den verwegenen Vitus kennenlernt.

Zwischen ihnen knistert es gewaltig – und während Lorelai noch mit ihren Gefühlen kämpft, haben die Probleme gerade erst angefangen…


Vielen Dank an die beiden Autorinnen für das Bereitstellen eines Rezensionsexemplares!

cof


Eigene Meinung

POSITIV

  • Lustig und kurzweilig

Es ist ein Gefühl wie nach Hause kommen. Immer, wenn ich ein Buch dieser beiden tollen Autorinnen aufschlage, fühle ich mich wie in einer tollen Bücherblase, in der alles passieren kann, ich aber weiß, ein gutes Buch in den Händen zu halten.

So auch bei diesem Buch. Immer wieder fand ich mich dabei, wie ich gerade heraus lachen musste, die Seiten flogen nur so dahin und ich habe mir oftmals gewünscht, dass das Buch noch länger andauern würde.

Gelungen kurzweilig geschrieben, immer wieder mit einem lustigen Spruch auf den Lippen und trotzdem noch ein guter Plot! Mehr braucht man eigentlich gar nicht, um Rose Snow zu beschreiben!

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  • Altes Konzept – neu umgesetzt

Das Konzept, dass es eine Romantasy-Trilogie gibt, in der beide oder nur einer der Protagonisten einer geheimen Gesellschaft angehört, die dann meistens auch noch magische Kräfte besitzt, ist wirklich nichts Neues.

In dieser Welt des Blutadels und der Hellen und Dunklen findet sich dieses Klischee aber in einer tollen und innovativen Umsetzung wieder, die mich nicht wie sonst mit den Augen rollen lässt, sondern mich fragen lässt, was es noch alles in dieser Welt zu entdecken gibt.

Dies ist der Beweis dafür, dass man doch mit Klischees arbeiten kann, aber diese dann sehr gut ausgearbeitet sein müssen und einen innovativen Anstrich brauchen, damit sie überzeugen können.

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  • Die Hauptfiguren

Da hätten wir Lorelai, die im Blumenladen ihrer Mutter arbeitet und sich schon immer darüber bewusst war, eine Helle zu sein, die irgendwann die Gabe des Lebens zu erben, auch wenn sich diese erst spät zu zeigen scheint. Sie kümmert sich gern und viel um ihre Familie – vor allem ihre Schwestern – und ihre Freunde, mit denen sie über alles reden kann.

Eine starke Persönlichkeit, die nicht kämpfen können oder sarkastisch sein muss, damit sie ernst genommen wird und sich durchsetzen kann.

Und dann haben wir noch den rätselhaften Vitus, über den man gar nicht mal so viel in diesem ersten Band erzählt, der aber mit seiner Vorliebe für alles Morbide und zu Motorrädern definitiv einen guten Stand in meinem Ranking hat!

  • Fantasyaspekte sind innovativ

Wir haben hier eine Geheimgesellschaft, die sich in zwei Lager unterteilt: Die Hellen, die Leben spenden können, und die Dunklen, die den Tod geben können. Die beiden Lager mögen sich eigentlich nicht und versuchen, jeden Kontakt zu vermeiden. Zusätzlich geht es auch viel um Heiratspolitik, denn der Blutadel stirbt langsam aus und die Fruchtbarkeit scheint auch nicht gerade sehr hoch zu sein.

Auch die Entstehungsgeschichte der zwei Häuser möchte ich hier erwähnen, wenn auch nicht erläutern, denn sie ist doch sehr schön erdacht und die möglichen Konsequenzen sind so weitreichend wie spannend.

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  • In der Kürze liegt die Würze

Daher werde ich diesen Punkt auch sehr kurz halten: Mir gefällt es, dass diese Bücher nicht übermäßig lang sind und Plotpoints in die Länge ziehen, nur um 300 Seiten voll zu bekommen. Diese Bücher sind kürzer, ihre Plots aber nicht. Und das finde ich sehr cool!

  • PLOTTWISTS!

Am Ende dieses Buches gibt es wirklich sehr viele unvorhergesehene Plottwists, die mich umgehauen und teilweise lachend vor Überraschung und Genialität zurückgelassen haben.

Ich will sie euch natürlich nicht spoilern, aber: Sie sind wirklich lohnenswert und haben das Buch aus einer eher mittelmäßigen Wertung nach oben gehoben.

NEGATIV

  • Instalove – Mein ewiger Feind

Ich mag Rose Snow-Bücher ja wirklich gerne – wenn da nicht diese immerwährende Insta Love in jeder Ecke auf mich warten würde!

Ich verstehe es ja – es ist ein einfach einzusetzendes literarisches Mittel, man kann schön einfach die Protagonisten und ihre Sexyness aufeinander loslassen, ohne, dass sich erst etwas entwickeln müsste, aber so funktioniert das einfach nicht und mittlerweile erwarte ich da einfach ein wenig mehr.

Ich will Verliebtheit, die sich normal anfühlt! (Ist wirklich nicht einfach, ich weiß, aber trotzdem!)

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  • Alles dann doch ein wenig zu oberflächlich

Ich bin ein großer Fan davon, wenn man in einer Geschichte einfach den unnötigen Firlefanz wegstreicht, am Kern der Geschichte bleibt und den Leser mit auf eine Reise voller schneller Abenteuer und gut geschriebenem Plot nimmt.

Wenn dann aber doch zu wenig Fleisch am Knochen ist, dann fühlt sich das komisch an. Ich war begeistert davon, dass dieses Buch nur 261 Seiten lang ist und doch fühlt sich dadurch die Geschichte ein wenig unausgegoren, noch nicht ganz fertig an. Vielleicht ist das einfach ein Zeichen, den Folgeband zu lesen, aber ich finde, dass auch die einzelnen Bände jeweils eigenständig sein müssen und sich als einzelne Bücher lesen und bewerten lassen müssen.


Fazit

„3 Lilien – Das erste Buch des Blutadels“ ist ein Auftaktband, der nicht nur durch den immerwährenden tollen Humor und  eine Prise Leichtigkeit besticht, sondern auch alte Romantasy-Aspekte nimmt, sie umkrempelt und innovativ umsetzt. Die Beziehungen der Charaktere untereinander haben mir sehr gut gefallen, ebenso die Fantasy-Elemente. Was dieses Buch von allen anderen Rose Snow-Büchern hervorhebt, sind tolle und überraschende Plottwists gegen Ende des Buches und eine gute Kürze der Geschichte. Leichte Abzüge gibt es trotzdem wegen der Instalove zwischen den Protagonisten und der etwas zu kurz geratenen Geschichte.

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4 von 5 Tintenklecksen!

6 Gedanken zu „Rezension: „3 Lilien – Das erste Buch des Blutadels“ von Rose Snow

  1. Huhu

    eine schöne Rezension. Ich mag deine Aufteilung sehr gerne.
    Ich habe das Buch auch gelesen und fand es auch gut. Wie du schon geschrieben hast, ist es sehr kurzweilig und es liest sich echt schnell.

    Liebste Grüße
    Sonja

  2. Die 3 Lilien Trilogie steht bei mir auch schon fest für Anfang 2018. Da ich diesmal leider an der Testleserrunde nicht teilnehmen konnte, freue ich mich trotzdem, alle 3 in einem Rutsch lesen zu können!

  3. Super strukturierte Rezension! Das Cover ist farbenfroh und gefällt mir sehr gut. Deiner Rezi konnte ich sehr gut folgen und teile größenteils dein Meinung. Und jetzt kann mir noch auf ein schnellen Release der Folgebücher hoffen!
    Liebe Grüße
    Joel von Büchervergleich.org

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