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Rezension: Jägermond – Im Reich der Katzenkönigin

Passend zum Weltkatzentag (okay, eigentlich ist der schon ein bisschen her, aber dann habe ich dieses Buch gelesen grins) habe ich hier die Rezension zu „Jägermond – Im Reich der Katzenkönigin“ von Andrea Schacht. Extra für euch! Fühlt euch geehrt! 😀

(Mal ganz davon abgesehen, dass es wirklich schon längst überfällig war – Tschuldigung, lieber blanvalet-Verlag!)

Also gibt es hier ein Buch über, mit und für Katzen, wahrscheinlich sogar von einer Katze! 😀 Denn so viel Ehre, wie Andrea Schacht hier diesen kleinen Biestern zukommen lässt, habe ich selten gesehen 😀

Wer Katzen liebt, wird dieses Buch lieben, wer sie nicht leiden kann, wird sich in seinen Vorurteilen bestätigt sehen und doch eher zu einem Hunderoman greifen!

Aber ich mag halt beides gerne, deshalb hier ein „unvoreingenommener“ Blick auf diesen Auftakt der Jägermond-Reihe!

Kurzinfo:

  • Autor: Andrea Schacht
  • Genre: Fantasy, Jugendbuch
  • Verlag: blanvalet
  • Seitenzahl: 446 S.

Kurzbeschreibung:

Vorab lasst euch eins gesagt sein: Jede Kurzbeschreibung, die ich gefunden habe, ist kompletter Bullshit. Also wirklich. Die bilden ÜBERHAUPT nicht ab, wie diese Geschichte abläuft und es werden so viele falsche Erwartungen geweckt! Deshalb hier meine eigene Kreation:

Felis Großmutter, die Katzen immer über alles geliebt hat, stirbt. Zusätzlich zu ihrer Trauer ist Feli allerdings auch noch verwirrt, denn eine fremde Frau tritt zum Sterbebett ihrer Großmutter und sie bis zu ihrem Tod begleitet.

Wie soll sie auch ahnen, dass diese Frau die menschliche Form der Katzenkönigin Basted Merit ist, die ihre Welt verlassen hat, um ihrer alten Freundin einen letzten Besuch abzustatten?

Doch der Rückweg wird ihrer Majestät durch den Menschenjungen Finn und seinen Freunden abgeschnitten und Majestät muss auf Hilfe aus ihrem Königreich hoffen.

Diese Hilfe trifft in Form des arroganten Katers Nefer und seinen drei Kumpanen ein. Aber nichts läuft so einfach ab, wie sie es sich erhofft hatten.

Vielen Dank an den blanvalet-Verlag und das Bloggerportal für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares!

Schacht_Jägermond

Eigene Meinung:

Und da fangen wir doch gleich mal mit den positiven Dingen an, denn die waren wirklich sehr überzeugend!

  • Ich habe es wirklich genossen, dieses Buch zu lesen. Es hat sehr viel Spaß gemacht!

Nein, ernsthaft ich habe mich immer gefreut, weiter zu lesen! IMMER! Und das kommt echt nicht oft vor! Also wirklich jetzt!

Und der Humor war wirklich toll und das Zusammenspiel aller folgenden Dinge hat mich wirklich an das Buch gefesselt:

  • Felis und Nefers Beziehung zueinander ist wirklich toll gestaltet und hat mich sofort auf den Shipping-Train (is that a thing?) aufspringen lassen!

Also für alle, die das nicht verstehen: Feli und Nefer sind ein Teenager-Mädchen und ein magischer Kater, die eine verdammt tolle Beziehung zueinander haben!

Denn es nicht nur eine Hassliebe, aber auch wirklich süß und wow und AMAZING! Wenn die beiden nicht zusammen kommen, dann gehe ich wirklich die WÄNDE HOCH!

Wirklich, die beiden sind purer Zucker!

  • Die Welt ist toll gestaltet, quasi unsere Welt umgekehrt mit großen Katzen, die kleine Menschen als Haustiere halten

Nachdem ich wirklich viele Parallelwelten gesehen habe, ist diese zwar nicht wirklich innovativ oder besonders WOW, aber sie ist trotzdem toll gemacht und für Katzenliebhaber schön anzusehen.

Auf jeden Fall ist es toll gemacht und man merkt, wie sehr sich Andrea Schacht angestrengt hat, eine tolle Fantasy-Welt zu erschaffen, deren Gewohnheiten sehr anders, aber doch total nachvollziehbar sind und nicht aus dem Aether gegriffen und total unlogisch.

Deshalb stimmt dieses Statement immer noch total:

  • Ich habe keine Aussetzer an dieser Fantasy-Welt gehabt, was selten vorkommt, es war mal etwas anderes und ist definitv einen Blick wert!

Wie gesagt: Die Fantasy-Welt ist toll und die Katzen leben in wirklich wunderschönen Gartenlauben, haben ihre eigene Religion, ihre eigenen Gewohnheiten und soziale Probleme, die wirklich SINN machen. DENN das ist wirklich nicht immer gegeben, jeder, der einige Fantasybücher gelesen hat, wird mir da zustimmen können.

  • Charaktere sind toll gestaltet.

Ja, das sind sie wirklich. Und das drückt sich in folgenden Eigenschaften der Charaktere aus:

  • Humor/Dialoge
  • Freundschaften zueinander
  • Handlungen zeigen den Charakter
  • Charakterentwicklungen
  • durchweg sympathisch

Ihr seht also: Diese Charaktere machen Spaß! Sie arbeiten toll zusammen! Sie formen wunderbare Freundschaften!

  • Geschichte wird von mehreren Blickwinkeln beleuchtet, die sich gegenseitig ergänzen und ein stimmiges Gesamtbild erzeugen

Und das ist manchmal wirklich wichtig, denn bei den meisten Büchern sind unterschiedliche Blickwinkel wirklich komplett unnötig.

Hier allerdings nicht! Hier gibt es mindestens drei unterschiedliche Blickwinkel, die auch andere Aspekte der Geschichte beleuchten und außerdem auch noch den Leser immer auf dem neuesten Stand halten, was denn nun bei den anderen Charakteren abgeht.

Wirklich toll gemacht, allerdings nehmen sich die verschiedenen Blickwinkel nichts weg oder spoilern die anderen Handlungsstränge, sondern werden immer erst dann eingebaut, wenn das Wichtige an dieser Szene schon herausgefunden wurde und schon bekannt ist, sodass niemand überrascht von den Ereignissen ist.

  • Ein paar Notizen zu den Charakteren

    Nefer is some sweet-ass cat! Und so wunderbar arrogant!

    Che Nupet is bae! Fressen und Schlafen als Hobbys und kann trotzdem alle wegputzen XD

    Feli! Meine süße kleine Feli! Geh zu Nefer! Er ist so cool!

    Finn: Krieg deine Hormone unter Kontrolle 😀 Würde dir ne Menge Leid ersparen XD

Allerdings habe ich auch ein paar Kritikpunkte, die aus dem ganzen zwar etwas Lustiges und Abgedrehtes machen, allerdings nichts, was ich uneingeschränkt weiterempfehlen würde.

Und das liegt unter anderem auch an diesen Punkten (Im Übrigen muss ich mich echt mal kürzer fassen, das artet hier ja immer mehr aus!)

  • Sätze und Formulierungen verwirrend oder der Situation nicht angemessen

Manchmal lassen die Charaktere einfach so Sätze droppen, wo man sich denkt: HÄ? WAS? WARUM? WHAT?

Und dann reden die weiter, als wäre das einfach nichts Außergewöhnliches und es würde total normal sein. Ne! Einfach ne!

  • Nicht ausreichende Klärung mancher Zustände in der Welt der Katzen

Das lass ich dann einfach mal so stehen. Manche Dinge haben mir einfach gefehlt, die das gesamte noch aufregender, noch spannender gemacht hätten und alle Motive und Mythologien klar herausgestellt hätten.

  • Feli war einfach zu perfekt

Es gibt ja deses „Mary Sue-Problem“ in Jugendliteratur, das heißt, dass die Protagonistin einfach alles kann und macht und es ihr keine Probleme bereitet, ihr selbst aber ÜBERHAUPT nicht klar ist, dass sie einfach nur perfekt ist.

Feli ist so ein Fall. Sie beschwert sich zwar nicht ständig und jammert an allem und jedem herum, aber sie ist freundlich, wortgewandt, anpassungsfähig, schließt schnell Freundschaften, unterwürfig, professionell, intelligent, bla bla bla.

Könnte sie bitte auch nur EINEN Fehler haben? Habe ich es überhaupt mit einem Menschen zu tun?

  • NEFER UND FELI BRAUCHTEN MEHR ZEIT ZU ZWEIT! 😀 WENN DIE BEIDEN NICHT IRGENDWIE IRGENDWAS MITEINANDER ANFANGEN, ZWEIFELE ICH OFFIZIELL AN DER MENSCHHEIT!

That’s it! Mehr muss man dazu nicht sagen.

  • Verwirrende Perspektivwechsel und Vorkommnisse

Ach Gott, wie soll ich denn das jetzt erklären? Wenn auf einmal jemand völlig anderes die Erzählung übernimmt, du aber weder eine Ahnung hast wer, noch warum, dann wird das Ganze ein wenig verwirrend und total unübersichtlich.

Und manches, was passiert ist, wurde entweder viel zu schnell der viel zu langsam abgehandelt, was dann den Effekt hatte, dass man dachte, die Autorin hätte den Fokus auf ihre Geschichte verloren.

Mehr so meh.

Fazit:

Ein Roman, dessen fantastische Seite mich schnell von sich überzeugen konnte, allerdings nicht immer und nicht so viel, wie ich gehofft hatte.

Die Charaktere sind durchweg sympathisch und einzigartig konzipiert, machen Fehler und knüpfen Freundschaften, machen Charakterentwicklungen durch.

Der Humor ist cool gemacht, erstaunlich viele der Pointen zünden und ich habe mich ziemlich gut aufgehoben gefühlt in dieser Welt von riesigen Katzen und Menscheln.

Allerdings hat immer noch dieser kleine Funke gefehlt, der es für mich zu einem sehr guten Buch machen würde.

(Kleiner Disclaimer: Meine Wertung ist nicht schlecht, sondern bei mir ist ein 3 Sterne-Buch schon lesenswert und gut, ein 4 Sterne-Buch allerdings, muss sehr gut sein und das hat dieses Buch knapp verfehlt. Vielleicht beim nächsten Band!)

Tintenkleckse_3.5

3,5 von 5 Tintenkleckse!

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