Aktionsmonat #Umweltliebe | Mikroplastik und Weniger-ist-mehr!

Heute kommt endlich mein erster Beitrag zum Aktionsmonat #Umweltliebe von Mareike von Crow and Kraken!

Ich wollte diesen schon am Sonntag veröffentlichen, allerdings ging dies wegen der Konfirmation meiner Schwester absolut in die Hose. Also ist hier nun der versprochene Beitrag! Mein Leseerlebnis und meine Meinung zu „Umweltliebe“ von Jennifer Sieglar!

Seid gespannt, denn ich erzähle euch auch noch etwas über meine beiden Themen: Mikroplastik und Weniger-ist-mehr!



Vielen Dank an den Piper Verlag für das Rezensionsexemplar!


Meine Meinung & Mein Leseerlebnis

Ich bin mit hohen Leseerwartungen an dieses Buch herangegangen, denn ich beschäftige mich seit einiger Zeit vermehrt damit, wie ich persönlich den Planeten weniger belasten kann und war da natürlich dankbar für jede erdenkliche Hilfe, die ich kriegen kann und war einfach nur restlos begeistert!

Zur Aufklärung: Ich fahre jeden Tag Auto – was ich als mein größtes Laster empfinde – und habe auch ansonsten eigentlich sehr „normal“ gelebt, bis ich anfing großteils auf Fleisch zu verzichten, was bis jetzt erstaunlich gut läuft und wobei ich auch sehr stolz auf mich bin!

Was ich seitdem ich dieses Buch gelesen habe dafür getan habe, meinen ökologischen Fußabdruck zu verringern, möchte ich euch dieses Wochenende in einem Post vorstellen, da sich dort schon ein paar Dinge geändert haben!


Ich habe mir sehr sehr viele Post-Its in dieses Buch geklebt! Und das mache ich wirklich bei sehr wenigen Büchern. Aber gerade, dass dieses Buch auch nach einem Verfahren produziert wurde, was quasi gar keine Schadstoffe produziert, hat mich schon stutzig gemacht und mir bewusst gemacht, wie schädlich selbst Dinge sind, die man anfangs gar nicht so auf dem Schirm hat.

Das Konzept des Buches ist es, dass sich die Autorin ein Jahr lang dem Umweltschutz verschrieben hat und jeden Monat einen Teil ihres Lebens besser und umweltfreundlicher gestalten möchte. Dementsprechend hat das Buch 12 Kapitel, die sich um Essen, Kosmetik, Fortbewegung, Weihnachten, Kleidung und ganz viele andere Dinge kümmert, die man am Anfang gar nicht so auf dem Schirm hatte!

Besonders fasziniert haben mich dabei das Kapitel über Kleidung, gerade, da ich immer dachte, dass es schon einfach sein wird, Kleidung zu finden, die umweltfreundlich und fair produziert wurde, allerdings ist dies so unglaublich schwer, dass man immer wieder nur staunen kann.

Eins der Kapitel was mich sehr zum Handeln anregte, war das über Kosmetik. Die Kapitel starten immer mit einer kurzen Bestandsaufnahme der Autorin, in der sie schildert, wo die Probleme liegen und was alles der Umwelt oder auch Tieren schadet. Dann schildet Jennifer Sieglar, wie sie persönlich das Problem angeht. Unproblematisch zeigt sie mehrere Möglichkeiten auf, mit denen sie gehadert hat, warum sie sich für welche entschieden hat und wie sie damit klar kommt. Am Ende zeigt sie noch einmal auf, was die Politik machen könnte und müsste und zeigt konkrete Handlungswege und Vorschläge auf! Eine super Lösung, bei der auch kurze Stichpunkte nochmal zum Nachschauen zu einem späteren Zeitpunkt einladen!

Dieses Kapitel hat mich total umgehauen, weil ich mich total ertappt fühlte mit den Dingen, die ich täglich nutze und einkaufe. Wie ich das radikal umschmeißen möchte, erfahrt ihr im nächsten Beitrag! Aber ich habe wirklich geschockt vor meinem Buch gesessen und mir Dinge aufgeschrieben, die ich ändern muss.

So eindringlich kann die Botschaft dieses Buches sein! Sie ist nicht apokalyptisch ausgelegt, sondern ganz pragmatisch und versucht nicht zu belehren, sondern zeigt einen Versuch, sich alles anzulesen und selbst beizubringen! Das fand ich sehr lobenswert und ein tolles Konzept!

Ansonsten gibt es Tipps für Apps, Produkte und Services und sogar Rezepte, die einfach zu holen oder nachzumachen sind. Ich finde es grandios, das einem so kleine und doch bedeutende Helfer mit auf den Weg gegeben werden und ganz hinten im Buch sogar ein Glossar aller empfohlenen Dinge aufgeführt wurde!

Was mir außerdem gefiel war, dass die Autorin auch Fehlschläge im Kauf oder im Weglassen zugab, sich selbst auch Fehler eingestanden hat und sie dokumentiert hat, anstatt zu behaupten, das alles immer ganz leicht aus der Hand ging. Da wurde einem bewusst, dass man nicht unter dem Druck steht, der Autorin nun alles komplett und perfekt nachzumachen!


Mikroplastik

Ich habe nun zwei Themen aus dem Buch zugeteilt bekommen, über die ich gerne näher mit euch sprechen möchte! Das eine ist Mikroplastik. Man merkt gar nicht, wo dies alles enthalten ist! In unserer Zahnpaste, in Seife, Duschgel und Shampoo! Es entsteht beim Reifenabrieb auf der Straße und wurde sogar letztens auf einem verlassenen Berg und im menschlichen Stuhl gefunden. Es entsteht bei Wäschen, wo sich kleine Fasern aus der Kleidung lösen und so ins Grundwasser kommen und verseucht nicht nur unsere Meere und die Mägen und Ökosysteme der Meeresbewohner, sondern auch unsere Böden und die Würmer und Käfer und im Besonderen die Fruchtbarkeit der Böden. Außerdem gibt es auch das Problem, dass es andere Gifte anzieht! Man sieht also, dass dieses Ding mehr als schädlich für uns alle ist und möglichst vermieden werden sollte!

Also was tun: Ein paar Vorschläge sind zum Beispiel Apps beim Kauf von Kosmetika zu benutzen! Dabei sind „CodeCheck“ und „Beat the Microbead“ sehr hilfreich, die anzeigen, wenn Plastik in den Produkten enthalten ist! Außerdem natürlich: Weniger in Plastik verpackt kaufen und gut Müll trennen! Denn wenn noch Plastik an Restmüll oder Pappe ist, wird es entweder im Feuer zersetzt und landet in der Luft! Daher gut Müll trennen und Plastik in jeglicher Form vermeiden versuchen!

Dann ist natürlich Reifenabrieb auch unfassbar schlecht! Also weniger Auto fahren, weniger liefern und bestellen lassen und auf lange Lieferketten und lange Strecken verzichten, die eure Produkte zurücklegen!

Allerdings gehört dazu auch, keine Klamotten mehr zu kaufen, die Polyester enthalten, denn dieser ist ebenfalls ein Kunststoff und löst sich beim Waschen in der Waschmaschine immer wieder ein bisschen auf!

Mit anderen Worten: Das ist alles scheiße kompliziert. Und ich schaffe bei weitem nicht alles davon. Aber irgendwo muss man anfangen! Also packen wir es an!


Weniger-ist-mehr

Das ist ebenfalls ein Gedanke, der mir bei diesem Buch sehr gefallen hat: Man rennt nicht blind drauf los und kauft alles neu und schmeißt ansonsten alles weg. Das ist nämlich auch nicht der Sinn der Sache. Lieber Dinge erst verbrauchen, sie versuchen zu reparieren, dann zu leihen und einzutauschen, dann Second-Hand abklappern und erst dann neu kaufen. So entsteht am wenigsten Konsum und man kann ganz nebenbei auch noch dafür sorgen, dass Dinge so genutzt werden, wie sie es sollten! Langfristig und oft!

Dies ist allerdings gar nicht so einfach, wenn viele Geräte darauf ausgelegt sind, nicht lange zu überdauern und viele Leute sich über die immer neuen Geräte und Klamotten identifizieren. Sich dem entgegen zu stellen, kann schon schwierig sein!

Lösungen ist bei vielem: Secondhand! Das gibt es auch bei Elektrogeräten, bei Kleidung vor allem (Kleiderkreisel ist eine super App!) und viele anderen Dingen, die nicht sofort kaputt gehen, wenn man sie etwas länger nicht mehr benutzt hat.

Beispielsweise kann man auch bei Nachbarn nach Küchengeräten fragen, anstatt sich das x-te Sieb extra für Walnüsse zu kaufen!

Auch ist wichtig, Dinge aufzubrauchen und nicht wegzuschmeißen! Ich gehe als nächstes an, alles aufzubrauchen, was ich noch an Make Up tragen kann und erst für Ersatz zu sorgen, wenn es wirklich leer ist!

Auch sehr kleine Sachen, wie die Treppe nehmen oder einfach mal nicht den direkten Weg nehmen, sondern vielleicht den, der etwas weniger verbraucht, können schon Gold wert sein, wenn viele sie machen!

Tauschen und teilen unter Freunden und Kollegen ist ebenfalls eine sehr gute Sache! icht scheuen, nach Hilfe oder Dingen zu fragen! Wie einem Fön, vielleicht einem alten Gürtel oder einem paar Schuhe, was man vielleicht nur einmal braucht! Es macht Spaß und knüpft sogar Kontakte!

Und eine letzte Sache ist natürlich: Verhütung. Durch die Pille gelangen immer mehr Hormone in das Grundwasser. Allerdings kann und will nicht jeder diese absetzen. Aber es sei hier trotzdem am Rande erwähnt!


Diskussions-Time!

Was denkt ihr über #Umweltliebe? Wie versucht ihr euch um die Umwelt zu kümmern? Oder seid ihr auch erst in der Findungs- und Entdeckungsphase, so wie ich? Lasst mir gerne eure Meinungen, Tipps und Anregungen in den Kommentaren da!

Hier geht es zu den anderen Teilnehmern der Tour:

Teekesselchen

Kitsune

Bücherbrise

The Printrovert

2 Comments

  1. Liebe Anna,

    Auf Mikroplastik versuche ich schon eine Weile zu achten und es ist wirklich nicht einfach. Die zwei Apps schaue ich mir auf jeden Fall an.
    Auf deinen nächsten Beitrag bin ich schon sehr gespannt.
    Warst du schon Mal auf einer Kleidertauschparty? Das könnte dir gefallen und der Vorteil gegenüber Apps ist natürlich, dass nichts mehr verschickt werden und direkt anprobiert oder zumindest angelegt werden kann. Auch sollten wir uns immer die Frage stellen: brauche ich das wirklich? Egal ob Make Up oder Kleidung.

    LG
    Eva

  2. Huhu Anna,

    auf Mikroplastik verzichte ich schon seit einer ganzen Weile so gut es geht. Bei Kosmetik und Waschmittel fällt mir das recht leicht. Aber Kleidung ist echt schwer. Ich kaufe aber zum Glück ohnehin nur dann neue Kleidung, wenn ich wirklich etwas neu brauche und schaue da schon immer darauf, reine Baumwolle zu nehmen (weil ich in Polyester einfach super schnell schwitze :’D). Und ja, wenn ich etwas passendes finde, kaufe ich auch lieber Secondhand. 🙂
    (Und ich besitze kein Auto, also fällt das Problem bei mir ohnehin weg. ^^)

    LG Alica

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