Rezension: Red Rising

Kurzinfo:

  • Autor: Pierce Brown
  • Genre: Roman, Sci-Fi
  • Verlag: Heyne
  • Seitenzahl: 558 S.

Kurzbeschreibung:

Darrows Welt ist brutal und dunkel. Wie alle Roten schuftet er in den Minen des Mars, um ein Leben auf der Oberfläche des Planeten möglich zu machen. Doch dann wird seine große Liebe getötet, und Darrow erfährt ein schreckliches Geheimnis: Der Mars ist längst erschlossen, und die Oberschicht, die Goldenen, leben in dekadentem Luxus. Darrow schleust sich in ihr sagenumwobenes Institut ein, in dem die Elite herangezogen wird. Er will einer von ihnen werden – um sie dann vernichtend zu schlagen …

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Eigene Meinung:

Nachdem gefühlt die ganze Welt über den neuen Bestsellerautor Pierce Brown und seine Mars-Reihe geschrieben hat und die Bücher in den Himmel lobt, musste ich mir natürlich selbst ein Bild davon machen.

Und was soll ich sagen? Es hat auch mich komplett umgehauen.

Zum Ersten gibt es natürlich den Schreibstil von Pierce Brown, der einfach unverwechselbar ehrlich, brutal und hart ist und trotzdem noch fantasiereich und philosophisch.

Darrow ist der coolste Charakter dieser Welt. Jemand, der weiß, was er kann und wie er rüber kommt und auch genau einschätzen kann, wie gerade die Lage ist. Ich habe es total gefeiert, wenn er einfach ganz trocken feststellte, dass er der Beste war oder eben alles besser konnte als andere. 😀

Aber das allerbeste an dieser Geschichte ist dieses verdammte Worldsetting:

Das Klassensystem der Farben mit ihren jeweiligen Aufgaben mag nicht die allerneueste Erfindung sein, aber es funktioniert! Und wie es funktioniert! Ich konnte mich noch nie so gut in eine Rangordnung einfügen und verstehen, wie die jeweiligen Klassen denken.

Ich konnte gut den Hass auf die Goldenen, das Herabschauen auf die Roten und das Misshandeln der Pinken verstehen, denn das gehört ja in dieser Welt quasi zum Alltag.

Faszinierend ist zusätzlich das Setting im Weltraum bzw in diesem Teil noch auf dem Mars.

Ich liebe es, wenn dystopische Elemente mit Sci-Fi kombiniert werden. *-*

Und Pierce Brown ist ein Meister in seinem Fach.

Die Geschichte ist schnell und verfolgt konsequent den Strang zu seinem Ende, welches mich total umgehauen hat!

Die Charaktere sind eine reine Wonne. Jeder Charakter hat seine Daseinsberechtigung und vor allem seine ganz eigenen Charakterzüge.

Aber zu aller erst mal kommen wir zu Darrow:

Er ist ein toller Protagonist. Er ist plastisch und er ist vor allem eins: NACHVOLLZIEHBAR! Der Tod seiner Frau gibt ihm den nötigen Ehrgeiz und die nötige Ernsthaftigkeit, seine Frau zu rächen und das System von innen heraus zu zerstören.

Er ist ernst, kann aber auch Späße machen. Er ist loyal und eine gute Führungspersönlichkeit, weiß aber auch, wann man anderen das Feld überlassen muss. Er ist allerdings auch bereit, sich selbst zurückzunehmen oder sich selbst zu opfern, damit er sein Ziel erreicht. Er kann sich aus jeder Situation irgendwie rauswinden oder sie zu seinem Vorteil drehen. Er hat die richtigen und die wichtigsten Verbündeten und macht die richtigen Züge in seinem Spiel, die ihn zum Ziel bringen.

Noch dazu ist er loyal und selbstsicher, was ihn zu einem verdammten Badass der Extraklasse macht!

Habe ich erwähnt, dass er außerdem groß, muskulös und fingerfertig ist? (Kichern aus dem Hintergrund :D)

Die anderen Charaktere sind übrigens alle tief und überzeugend geschrieben und es gibt nicht zu wenig Badass-Charaktere, aber über die möchte ich nicht so viel reden, denn sie sollen ja eine Überraschung beim Lesen sein 😀

Der Schreibstil ist so unfassbar toll, denn er bringt es irgendwie fertig zwischen Gefechten und Planungen der Übernahme von feindlichen Gebieten noch Gedanken über die Natur des Menschen und die Natur der Führungspersönlichkeiten und den Aufstieg und Fall von Kulturen unterzubringen.

Chapeau, Mister Brown!

Das einzige, was mich etwas störte, waren Passagen, die sich gezogen haben und Dinge beschrieben, die nicht unbedingt viel Spaß machten, aber sie waren notwendig um diese Geschichte richtig zu erzählen. Deswegen geht das noch in Ordnung. ;D

Ich finde das gebaute Universum so unfassbar innovativ, denn es beschränkt sich nicht auf ein Land oder einen Planeten, sondern gleich auf das ganze Sonnensystem, was ich echt beeindruckend finde. Außerdem geht es von den Roten, die nichts von diesem Herrschaftssystem wissen, zu den Goldenen, die die einzigen sind, die es beherrschen können. Ich finde das faszinierend as hell! Außerdem gibt es auch noch die Klassenunterschiede zwischen Gold, Silber, Pink, Grün, Blau, Grau, Obsidian, Rot und und und.

Diese Gesellschaft ist faszinierend und so einfach wie kompliziert in ihrer Struktur, dass es einem die Sprache verschlägt. Ich mag diese Gesellschaft sehr gerne und bin gespannt, was uns in den nächsten beiden Büchern erwartet, denn nun geht es in die richtige Welt hinaus, die wirklich noch einmal eine ganze Schippe drauflegen wird, wenn ich richtig liege.

Ich will sofort den nächsten Band dieser hochintelligenten und intriganten, aber auch ausgefochtenen Revolution, die das Universum entzwei sprengen wird.

Fazit:

Wahnsinnig schnell, brutal, intelligent und faszinierend ist die Mars-Dystopie von Pierce Brown! Und die fasziniert nicht nur durch plastische Charaktere und einen starken Schreibstil, sondern auch durch eine Geschichte und eine Welt, die innovativ ist und doch schmerzhaft an reale Verhältnisse erinnert.

Chapeau! 4,5 von 5 voll verdiente Tintenkleckse von mir!

Tintenkleckse_4.5

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