„The Subtle Art of Not Giving A F*ck“ von Mark Manson – Hörbuch [Zusammenarbeit mit Audible]

Ich bin wieder aus der Klausurenpause zurück! Und es geht gleich los mit einer Rezension zu einem Buch, welches ich wirklich schon ewig lesen wollte, denn es hat einfach einen sehr ansprechenden Titel: „The Subtle Art of Not Giving A F*ck“!

Dieses Buch sagt von sich selbst, dass es kein normaler Ratgeber ist, der einem nur Honig um den Mund schmiert und sich gut fühlen lässt, sondern dass es klar und ehrlich ist und einem beibringt, wie man sich eben nicht mehr von allem und jedem beeinflussen lässt und seine Ängste vielleicht ein wenig kontrollieren kann.

Ob ich wirklich all das aus diesem Buch mitnehmen konnte, erfahrt ihr in dieser Rezension.


Bibliographische Daten

  • Autor: Mark Manson
  • Genre: Sachbuch, Ratgeber
  • Verlag: HarperAudio
  • ISBN: 978-0062457714
  • Hörbuchlänge: 5 Std. 17 Min.
  • Sprecher: Roger Wayne

Klappentext

In this generation-defining self-help guide, a superstar blogger cuts through the crap to show us how to stop trying to be „positive“ all the time so that we can truly become better, happier people.

For decades, we’ve been told that positive thinking is the key to a happy, rich life. „F**k positivity,“ Mark Manson says. „Let’s be honest, shit is f**ked and we have to live with it.“ In his wildly popular Internet blog, Manson doesn’t sugarcoat or equivocate. He tells it like it is—a dose of raw, refreshing, honest truth that is sorely lacking today. The Subtle Art of Not Giving a F**k is his antidote to the coddling, let’s-all-feel-good mindset that has infected modern society and spoiled a generation, rewarding them with gold medals just for showing up.

Manson makes the argument, backed both by academic research and well-timed poop jokes, that improving our lives hinges not on our ability to turn lemons into lemonade, but on learning to stomach lemons better. Human beings are flawed and limited—“not everybody can be extraordinary, there are winners and losers in society, and some of it is not fair or your fault.“ Manson advises us to get to know our limitations and accept them. Once we embrace our fears, faults, and uncertainties, once we stop running and avoiding and start confronting painful truths, we can begin to find the courage, perseverance, honesty, responsibility, curiosity, and forgiveness we seek.

There are only so many things we can give a f**k about so we need to figure out which ones really matter, Manson makes clear. While money is nice, caring about what you do with your life is better, because true wealth is about experience. A much-needed grab-you-by-the-shoulders-and-look-you-in-the-eye moment of real-talk, filled with entertaining stories and profane, ruthless humor, The Subtle Art of Not Giving a F**k is a refreshing slap for a generation to help them lead contented, grounded lives.


Bei dieser Rezension arbeite ich mit ‚Audible‘ zusammen. Weiter unten könnt ihr noch mehr darüber erfahren, was ‚Audible‘ kann und macht und wie viele Hörbücher ihr dort finden könnt.

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Vielen Dank an ‚Audible‘ für das Bereitstellen eines Rezensionsexemplares!

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Eigene Meinung

Dieses Buch war wirklich ein wilder Ritt. Teilweise fühlte ich mich total abgeholt, dann aber doch wieder überhaupt nicht oder doch total abgestoßen. Teilweise dachte ich, dass mein Opa mit mir spricht, teilweise mein Vater und manchmal kam es mir doch viel zu kindisch vor.

Diese Fehler sind kurzweilig und zumindest teilweise vor allem dem Sprecher anzulasten, der auf der einen Seite häufig eine Persona raushängen lässt, die absolut abgehoben und egoistisch klingt und mit der ich dementsprechend sehr wenig anfangen konnte. Und teilweise versuchte sich eben jener auch daran, Frauenstimmen zu imitieren und oh Gott, dass hätte man wirklich absolut sein lassen können, sie klingen alle weinerlich und als wären sie kleine Mädchen, die von der Welt keine Ahnung haben, obwohl der Autor dies ganz bestimmt nicht beabsichtigt hat.

Für den großen Teil finde ich aber, dass der Sprecher einen soliden Job mit dem ihm gelieferten Material gemacht hat und gerade Rücksprünge ins eigene Leben des Erzählers spannend und anders vorlas, sodass man gleich merkte, dass sich jetzt doch der Modus ändern würde.

Was mich gleich am Anfang stutzig machte, war wie oft der Autor dann wirklich die „Fuck“-Keule rausholen musste. Denn ja, man kann es ja irgendwie schon am Titel erkennen, dass es in diesem Buch darum gehen wird. Aber ich hatte das Gefühl, dass erste Kapitel war ein Wettkampf des Autors mit sich selbst, wie oft man das Wort „Fuck“ in ein Kapitel schreiben kann. Es hat mich irgendwann nur noch angenervt. Denn „to give a fuck“ kann man erstens definitiv noch anders formulieren und wird zweitens irgendwann so repetetiv und abgedroschen, dass es keine Freude mehr beim Zuhören machte.

Eine Sache, die mir wirklich positiv aufgefallen ist, ist die Auswahl an berühmten und weniger berühmten Persönlichkeiten, die Manson in diesem Buch als Beispiele für seine Punkte aufführt, denn sie sind teilweise seinem eigenen Leben entlehnt, teilweise aus seiner Musikleidenschaft oder einfach gut recherchiert. Ihre Geschichten untermauern meistens gut den Punkt, den er in diesem Kapitel machen möchte und geben schon mal eine Metapher des Gesagten vorweg, sodass man weiß, worum es grob gehen wird. So habe ich nebenbei auch noch faszinierende Biographien mitbekommen!

Was ich auch sehr gut nachvollziehen konnte, waren seine Ausführungen darüber, dass einem Kleinigkeiten und unwichtige Dinge immer wichtiger werden, wenn man zu still sitzt, sehr gut nachvollziehen, denn wenn Nachbarn sich nur deswegen streiten, weil sie wissen wollen, wessen Rasen und Garten am schönsten ist, stehen doch alle anderen immer kopfschüttelnd daneben und verstehen die Welt nicht mehr. Da musste ich richtig lachen, denn diese Beispiele hat wohl fast jeder schon mal mitbekommen.

Eine Sache, die mir allerdings wirklich sauer aufgestoßen ist: Manson bespricht an mehreren Stellen in seinem Buch eine „victim mentality„, die es Leuten, die sich für „special Snowflakes“ halten, ermöglicht ihre eigenen Probleme als unfassbar wichtig zu erachten und nur total nervig zu sein. An sich hat er Recht damit, dass man sich nicht immer nur als Opfer seiner Umstände sehen sollte und sein Leben auch in die eigene Hand nehmen muss, um sein Leben auf die Reihe zu kriegen. Er vermischt dies aber mit dem in den letzten Jahren sehr wichtig gewordenem Hinweisen auf Diskriminierung im privaten und öffentlichen Raum, schmeißt ein paar rechte Parolen á la „Politische Korrektheit“ in den Mix und behauptet dann, man solle sich halt nicht so sehr aufregen. Diese Vermischung fand ich sehr schwierig und problematisch und die sollte wirklich noch einmal überdacht werden.

Dies vertieft er auch später, in dem er meint, dass sich ein „Victimhood Chic“ entwickelt, es also cool sei, ein Opfer zu sein. Das habe ich so noch nie erlebt. Niemand mag es, diskriminiert zu werden und dies immer und immer wieder erklären zu müssen. Das verstehe ich absolut nicht und unterstütze es mit keiner Faser. Manson liegt zwar richtig damit, dass die Medien mit den öffentlichen Aufschreien spielen und diese ausnutzen, allerdings geht es Diskrminierten nie darum, dass sie es mögen würden, sich darüber aufzuregen. Man tut es viel mehr, weil die unendliche Wiederholung des Gesagten eine Wut auslöst, die man sehr gut auf Social Media rauslassen kann, wenn man möchte.

Ein paar gute Ratschläge konnte ich dem Buch aber abgewinnen, denn Manson redet beispielsweise auch davon, dass Menschen, die sich nicht anzustrengen scheinen, am besten durch viele Dinge kommen, weil sie sich nicht darauf versteifen, etwas auf jeden Fall hinbekommen zu müssen oder denken, dass etwas genau auf diese Weise geschehen müssen (Not trying is the best trying). Auch erwähnt er, dass es sich immer lohnt, Ziele zu setzen, die nicht zu spezifisch sind und an denen man sich immer wieder messen kann, damit man nicht in eine Middle Life Crisis fällt. Er redet davon, sich selbst an bestimmten Werten zu messen, die man zwar nicht immer einhalten kann, sich aber zum Ziel setzen kann.

Eine andere Sache, der ich auch zustimmen konnte, war, dass Menschen sich immer neue Probleme schaffen, die genauso schlimm scheinen, wie vorherige oder folgende, aber bei Weitem nicht so signifikant sind. Dazu zählt natürlich auch, sich über Klausuren sorgen zu machen und direkt danach um die Note in diesen Klausuren. Verbunden damit wird auch klar, dass Manson eine gute Idee hat, wenn er sagt, dass man sich aussuchen muss, mit welchen Problemen man sich am liebsten umgeben würde und welche man am liebsten löst, um ein lebenswertes Leben zu gestalten. Sehr interessanter Ansatz!

Auch spricht Manson davon, dass man sich immer verewigen oder etwas hinterlassen möchte, also ein „immortality project“ erschaffen will. Diese sehen wir überall und es sei hilfreich, sich darum Gedanken zu machen, was man möchte, was seine eigenes Projekt wäre.

Manson, der mal einen Blog über sein Liebesleben führte, sprach auch darüber, dass gesunde Liebe viel zu einem gesunden Leben beitrage, in dem es nicht darum geht, immer nur zu kümmern oder bekümmert zu werden, sondern sich gegenseitig zu respektieren und sich bei Problemen gegenseitig zu helfen und zu verstehen, was jeweils wichtig ist. Ein sehr schöner Gedanke.

Ich habe mir noch viele weitere Notizen gemacht, deren Gedanken ich spannend finde, allerdings wil ich euch nicht alles vorwegnehmen, deshalb sage ich nur: Ich konnte einiges für mich mitnehmen, aber ob das auch Leute machen können, die schon etwas älter sind und schon ein paar Erfahrungen mehr haben als ich, das wage ich zu bezweifeln.

Fazit

Ich konnte „The Subtle Art of Not Giving A F*ck“ viel abgewinnen, allerdings fand ich es teilweise auch seltsam gesprochen, über das Ziel hinausgeschossen oder so voller Pathos, dass es mir wirklich zu viel wurde.

Wenn man Schimpfwörter mag und gerne bewegte Lebensgeschichten hört, von denen man viel lernen kann, der ist bei diesem Buch goldrichtig!

Solltet ihr allerdings schon ein paar Lebensratgeber gelesen haben, wird euch vor allem die zweite Hälfte des Buch wahrscheinlich ein wenig nerven, weil sie sehr vom eigentlichen Thema des Buches abweicht und generelle Tipps gibt, die nichts Neues sind.


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Vielen Dank an ‚Audible‘ dafür, dass sie in dieser Rezension mit mir zusammen gearbeitet haben!


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One Comment

  1. Super Rezension!
    Ich hasse es immer, wenn Hörbuchsprecher versuchen, Frauenstimmen nachzuahmen, das endet nämlich NIE gut und sollte man einfach lassen.
    Ich kenne das Buch noch nicht, aber es sind gute Punkte, die du ansprichst. Ich finde es wichtig, den richtigen Grad zu finden, z.B. was political correctness etc. angeht. Natürlich muss man darauf aufmerksam machen und solche Probleme nicht ignorieren. Wenn einen der Konflikt zu sehr belastet, sollte man sich aber vermutlich etwas daraus zurückziehen. Sich gar nicht mehr um etwas zu kümmern, was der Autor wahrscheinlich will, ist einfach keine Option.
    Genauso wie man manche Dinge im Leben vielleicht nicht ändern kann, aber alles einfach hinzunehmen ohne darüber zu sprechen geht eben auch nicht und kann auch nicht gesund sein.
    Es freut mich aber zu hören, dass du doch einiges aus dem Buch mitnehmen konntest!

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