„Die Zuckermeister“ von Tanja Voosen | Rezension

 Immer, wenn ich sehe, dass Tanja Voosen ein neues Kinderbuch herausbringt, bin ich unfassbar aufgeregt. Denn ich finde es unfassbar süß, wie Tanja ihre Kinderbücher schreibt und auf ihrem Instagram-Account diesen Prozess begleitet. Ich mochte bis jetzt jedes Buch, das ich von Tanja gelesen habe und finde außerdem sie als Person einfach wunderbar. Das soll natürlich nicht in die Bewertung des Buches miteinfließen, aber ich liebe es, dass man ihre Persönlichkeit auch durch die Seiten ihrer Bücher hindurch spüren kann.


Bibliographische Daten

  • Autorin: Tanja Voosen
  • Genre: Kinderbuch
  • Verlag: Arena
  • Seitenzahl: 266 S.
  • ISBN: 978-3-401-60533-3

Kurzbeschreibung

 Glaubst du an Wunder und Magie? Dann auf nach Belony!

Seit Elina denken kann, behaupten die Menschen von Belony, in ihrer Heimatstadt gäbe es echte Wunder und Magie. Doch Elina hält das alles für Quatsch. Ihr Leben ist völlig magiefrei. Das ändert sich schlagartig, als ihre Mitschülerin Charlie eine seltsame Schokolade isst. Erst redet sie nur noch unverständliches Zeug, dann läuft sie sogar grün an. Ob an der Legende um die magischen Süßigkeiten von Madame Picot doch etwas dran ist? Ausgerechnet der verschlossene Robin scheint mehr darüber zu wissen. Um Charlie zu helfen, folgen sie dem Rätsel eines Süßigkeitenkoffers zum geheimnisvollen Museum der Zuckerkünste. Die Zeit rennt. Denn die drei sind nicht die Einzigen, die diesen Ort der Wunder suchen.


Vielen Dank an den Arena-Verlag für das Rezensionsexemplar!



Eigene Meinung

Die Idee dieses Buches fand ich von Anfang an genial: Süßigkeiten, die magische Eigenschaften haben und die dadurch absoluten Wahnsinn in einer Kleinstadt anrichten können. Ich finde es unfassbar cool gemacht, wie dieses System aufgebaut wurde und es auch einen magischen Cover gibt, der eine Reihe an Süßigkeiten enthält, deren Fähigkeiten nach und nach erforscht werden.

Auch, dass Freundschaft eine so große Rolle in diesem Buch spielt, finde ich absolut großartig, denn in viel zu vielen Büchern wird der Fokus mehr auf eine große Prophezeiung gelegt oder auf die Liebe, nicht aber auf eine Freundschaft, die große Hürden überwinden kann.

Ich liebe das sich entwickelnde Dreiergespann von Elina, Charlie und Robin finde ich ABSOLUT süß und könnte davon glatt Diabetes bekommen. Ich finde es wirklich genial, wie sich eigentlich am Anfang niemand dieser drei so richtig leiden kann, aber sie durch eine Mischung aus Pflicht und Sorgen dazu kommen, dass sie so ein gutes Gespann bilden, dass ihre Freundschaft sie einfach nicht mehr loslässt.

Das Leben in der Kleinstadt, das die drei durchleben müssen, ist auch süß dargestellt, ich finde die Familien der drei zwar nicht so tief dargestellt, wie sie es sein könnten, allerding finde ich es schön, die verschiedene Modelle von Familien dargestellt wurden und wie die Kinder sich in verschiedenen Situationen zurecht gefunden haben und sich ebenfalls damit abgefunden haben, dass andere Familien sich anders verhalten und sich nicht verurteilend darüber äußern.

Ich fand auch die Geschichte spannend und vor allem sehr nachvollziehbar geschrieben und geliebt, da man einfach immer weiterlesen konnte und sich dabei immer weiter in die Geschichte und die Charaktere verlieben konnte. Es mangelte nicht an „bösen“ Charakteren und an Menschen, die den Kindern nicht nur lieb gesonnen waren und wie die Kinder sich durch dieses Netz von Erwachsenen geschlängelt haben, die ihnen nicht zutrauten, etwas zu bewegen, war wirklich sehr ermutigend!

Was ich aber definitiv noch gesondert erwähnen muss: Ich LIEBE die Illustrationen, die nicht nur das Cover dieses Buches schmücken, sondern auch im Inneren in regelmäßigen Abständen zu finden sind. Daher ein riesiges Dankeschön und ein großes Lob an den Arena-Verlag und die Illustratorin Viktoria Gavrilenko! So wunderschön fand ich ein Kinderbuch schon sehr lange nicht mehr!

Ich rezensiere ja nicht mehr so viele Kinderbücher, aber dieses hier hätte ich zu jeder Tag- und Nachtzeit rezensiert, da ich es absolut gelungen fand und schon bei der Kurzbeschreibung seinem Release entgegen gefiebert habe. Dieses Buch ist für Kinder, die gerade noch nicht in der Jugendliteratur zuhause sind und sich vielleicht auch eine coole Bande an Gleichgesinnten wünschen, mit denen sie tolle und magische Abenteuer erleben können.

Denn ich finde wirklich, dass die Abenteuer und das Mystische, bevor den Kindern klar ist, dass die Süßigkeiten wirklich zaubern können, absolut toll geschrieben sind, immer wieder auch tollen Witz enthalten und definitiv immer die Neugier erhalten haben, was die anderen Süßigkeiten denn wohl noch so können und wie sie im Kampf gegen ihre Gegner eingesetzt werden könnten.


Fazit

Abschließend kann ich sagen, dass ich dieses Kinderbuch wirklich rundum gelungen finde. Es hat einen schönen Plot, wunderschöne Illustrationen, eine tolle Gruppe von Kindern und viele verschiedene Dinge, die Kinder lieben werden, weil sie sich so gut ineinander fügen. Ich freue mich schon so sehr auf den zweiten Band in dieser Kleinstadt mit den Zuckermeistern!

5 von 5 Tintenkleckse

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