POD OF INK #5 – K-Pop-Bücher funktionieren nicht!

In der neuen Folge POD OF INK geht es um K-Pop Bücher. Aber eigentlich speziell um das Buch „When We Dream“ von Anne Pätzold. Darum geht es um einen Twist im Rockstar-Romance-Genre, denn die 19-jährige Ella verliebt sich in einen K-Pop Star aus der größten K-Pop Band der Welt: NXT.

Heute habe ich mich wieder alleine ins Mikro gesetzt und leider keine*n Gäst*in dabei und muss einfach meinen ganzen Frust rauslassen. Denn an diesem Buch habe ich wirklich viel zu kritisieren: Die Charaktere, den Plot, den Schreibstil, den Fokus, die Romantik und vor allem: Welchem Ansatz das Ganze folgt und wieso es in dieser Form gar nicht funktionieren KANN.

Hier noch einige Infos zum Buch und ein Albumcover, auf das ich noch in der Folge zu sprechen komme:


Bibliographische Daten

  • Autorin: Anne Pätzold
  • Genre: Romance, K-Pop
  • Verlag: LYX
  • Seitenzahl: 408 S.
  • ISBN: 978-3-7363-1304-0

Kurzbeschreibung

Was, wenn unsere Liebe nur ein Traum ist …

Die 19-jährige Ella lebt seit dem Tod ihrer Eltern bei ihrer älteren Schwester in Chicago. Die Stadt ist ihr zu groß, zu laut, zu voll, und am liebsten würde sich Ella mit ihren Büchern und ihrem Zeichenblock in ihr Zimmer zurückziehen und die Außenwelt, so oft es geht, vergessen. Doch dann lernt sie Jae-yong kennen. Dass er ein Mitglied der bekanntesten K-Pop-Gruppe der Welt ist, weiß sie nicht. Was sie weiß, ist, dass der junge Mann mit den tiefbraunen Augen ihre Welt von einem Moment auf den anderen aus den Angeln hebt …

Hier findet ihr das Buch. Und hier das Album.

4 Comments

  1. Hey Anna,
    okay, dieser Podcast hat mich nun wirklich interessiert, erstens K-Pop, zweitens das Buch.
    Ich finde, du hast das Ganze ganz gut und verständlich erklärt, damit auch Menschen außerhalb des K-Fandoms alles einigermaßen verstehen können.
    Ich musste schmunzeln, als du die BTS Members aufgezählt hast, ich weiß, dass ich auch lange an der Aussprache saß und ich wette, bei mir klingt es genauso awkward, die Namen auszusprechen (vor allem, wenn ich nicht mit meiner Frau darüber spreche xD).

    Ich muss sagen, dass ich zunächst ganz positiv gegenüber dem Buch war, die Story ist okay, allerdings habe ich auch nach dem Lesen gesagt, dass es besser mit nem westlichen Star funktioniert hätte. So im Groben war das Buch okay, wenn man all die Hintergründe im K-Business außer Acht lässt, was allerdings dann keinen Sinn macht, dieses Buch als Kpop-Buch zu vermarkten.
    Deswegen verstehe ich all deine Ansätze und muss ihnen zustimmen (und das lässt mich nun schon enttäuscht über das Buch sein).
    Ich habe mich während des Lesens auch immer wieder gefragt, was denn so Besonderes an Ella ist, dass ein Idol so fasziniert von ihr sein kann, denn im Endeffekt macht sie in dem ganzen Buch einfach gar nichts, wie du sagtest (vor allem, wenn man bedenkt, dass er in Korea vermutlich bessere Karten gehabt hätte, die Distanz wäre zwischen ihnen nicht so riesig gewesen, weniger Sprachbarriere, obwohl die scheinbar hier ja auch nicht wirklich existiert..).
    Und jaaaaaaa… das war so ein Punkt, wo ich wirklich sagte, es hätte vielleicht sogar besser mit einem westlichen Idol gepasst, man sollte schon wissen, wie Kpop funktioniert, wie die K-Industry funktioniert (und das kann man ziemlich leicht herausfinden, zumindest grob).
    (ich wollte so viel schreiben und nun weiß ich nicht wie xDD)

    hm, ich hätte dir jetzt gern gesagt, dass es im zweiten Buch besser wird, aber ehrlich gesagt, i dont remember. Alles, was ich noch weiß: sie haben Funkstille, weil wegen Vertrag, aber irgendwer von ihnen bricht das Schweigen und sie schreiben sich heimlich.. und ja.. keine Ahnung, ich weiß nicht mal mehr, wie das Buch endet, das dritte subt noch auf meinem e-reader.

    Liebe Grüße,
    Julia

  2. Hallo Anna!

    Nachdem ich dieses Genre nur noch selten lese, ist diese Reihe fast komplett an mir vorbeigegangen. Ich sage bewusst „fast“, weil ich mich zumindest noch dunkel an die Diskussionen um die Cover-„Inspiration“ erinnern kann, allerdings wusste ich zu dem Zeitpunkt nicht, um welches Buch es ging.

    Zu deiner Frage, wer das Buch gelesen und gut bewertet hat: Ich habe auf GR in ein paar der 5-Stern-Rezis reingelesen – und da waren einige dabei, die geschrieben haben, sie kennen sich bei K-Pop nicht aus. Daraus schließe ich, dass der Anteil der Leserinnen, die was fürs Herz gesucht haben, wohl deutlich größer ist als der der K-Pop-Fans …

    Ich habe bei GR übrigens bei den kritischen Stimmen noch eine weitere Rezension gefunden, die dich interessieren dürfte:

    https://www.goodreads.com/review/show/3382955836

    Monika greift hier auch noch rassistische Tendenzen auf … Ist dir das auch aufgefallen, wolltest dazu aber nichts sagen?

    Liebe Grüße
    Ascari

  3. Jetzt fühle ich mich blöd 😅
    Ich mag das Buch. Und ich bin Fan von Kpop und BTS und 30 Jahre alt 🙈🤣
    Ich muss sagen, dass ich das Buch in einem Rutsch durchgelesen habe und nicht schlecht fand.
    Was aber daran liegt, dass ich mir über viele Sachen nicht so viele Gedanken wie du gemacht habe. Was wiederum daran liegt, dass ich bei New Adult Büchern I’m Allgemeinen nicht zu tief schaue sondern eher nur konsumiere, wie ich u geben muss. Was nicht heißt, dass mich jede Haarsträubende Story überzeugen würde. Ich hab auch schon einige zerrissen.
    Zum einen störte mich bei dem Buch die weniger, dass man Parallelen zu BTS gefunden hat. Ich fand es eher witzig, wenn ich sie entdeckt habe.
    Die Sache mit dem bestellen und arm ist für mich das unlogischste, habe ich aber bei Seite geschoben.
    Ich habe Ella für mich so wahrgenommen, dass sie einfach nicht wirklich weiß, was sie in ihrem Leben machen will, was sie glücklich macht (ging mir auch lange so und manchmal Frage ich mich das immer noch). Und dadurch hat sie auch ein wenig Scheuklappen auf, was andere Menschen angeht und selbst was ihre Schwestern angeht. Deswegen hat sie sich auch nie für das Hobby ihrer kleinen Schwester interessiert. (p.s. ich bin auch ne schlechte Schwester und wusste auch vieles nicht von meinem großen Bruder, es gibt halt viele verschiedene Familie Dynamiken) .

    Mich störte auch die Langsamkeit in der Geschichte nicht wirklich , da ich erst dadurch das Gefühl hatte, dass sich da langsam was aufbaut. Durch die Nachrichten (ich bin mit meinem Freund auch durch Nachrichten zusammen gekommen und die dürfte heute auch keiner lesen 😅)

    Ich kann deine Punkte verstehen, wenn man sie sucht und auseinander nimmt , habe sie selber so aber beim Lesen nicht empfunden.

    Ein paar Dinge hast du am Anfang auch durch einander gebracht, wodurch das Treffen noch unmöglicher wirkt.
    Die große Schwester hat die beiden ins Backstage gebracht, da sie für sie Show (ich glaub es war ne Award Show) arbeitet und sie so da eingeschleust hat, nachdem Liv sie bekniet hat. Wie genau das dann mit dem Raum war, weiß ich nicht mehr ich glaub , das hatte was mit einem Security Typen und der Unerreichbarkeit von Mel zu tun.
    Und einen Punkt wollte ich noch ansprechen. In der heutigen Generation Kpop Idols gibt es viele Englisch Sprechende (sei es in Amerika/ Australien aufgewachsene (Stray kids Felix, BangChan) oder eben welche die Englisch in einer Schule gelernt haben (Way V – Ten) ) (ich kann dazu den Kpop Deabak Podcast mit Eric Nam empfehlen, der hat sehr viel zu Gast) .
    Gerade die 4. Und 5th Generation der Idols ist doch sehr gut durchwachsen mit Englischprechenden 😁.
    LG Julia

  4. Hey Anna,

    ich habe das Buch direkt nach Erscheinen gelesen und fand es tatsächlich ganz gut. Es war so eine vor sich hin plätschernde Geschichte die mich gut unterhalten hat. Aber: ich habe noch immer überhaupt keine Einblicke in die Welt des K-Pop. Ich kenne mich null aus, habe daran, ehrlich gesagt, auch überhaupt kein Interesse und habe mich deshalb auch überhaupt nicht informiert. Ich bin vermutlich auch eigentlich überhaupt nicht die Zielgruppe oder eben vielleicht genau deshalb genau die Richtige für so ein Buch.. ich stimme dir nämlich in allem zu. Du hast absolut recht, indem du aufklärst und aufzeigst wie die Welt des K-Pop so funktioniert. Und wer sich mit dieser Thematik eben auskennt, fühlt sich bei einem solchen Buch wohl zu recht vor den Kopf gestoßen. Für mich als völlig unwissende Person war das alles aber eher nebensächlich. Ich habe schon früher ab und an solche Rockstar Geschichten gelesen. Nicht unbedingt, weil ich finde, dass sie besonders realistisch sind, denn wenn wir ehrlich sind, sie sind niemals nie realistisch. Deshalb finde ich deine Kritik auch absolut angebracht und verstehe sehr gut was du mit deinem Podcast sagen möchtest. Ich habe ehrlicherweise die Reihe auch nicht weiter verfolgt, weil es eben doch auch eine Geschichte war, die ich nach kürzester Zeit wieder vergessen habe…
    Eine tolle Folge, auch wenn du dich sehr aufregen musstest.

    Liebe Grüße
    Anna

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