„Young Rebels – Jugendliche, die die Welt verändern“ | Rezension

Vielleicht kennt ihr schon meine Rezensionen zu den wirklich besonderen Büchern der „Rebel Girls“ und der „Stories for Kids“. Aber passend zum aktuellen Thema gibt es wieder ein ähnliches Buch, allerdings diesmal nicht zu großen Persönlichkeiten, die in irgendeiner Phase ihres Lebens zu großem Ruhm gelangt sind oder etwas Unglaubliches geschafft haben, sondern mit jungen und jugendlichen Aktivist*innen, die sich für verschiedene gute Zwecke eingesetzt haben.


Bibliographische Daten

  • Autor*innen: Benjamin Knödler, Christine Knödler, Felicitas Horstschäfer
  • Genre: Biografische Erzählungen
  • Verlag: Hanser
  • Seitenzahl: 182 S.
  • ISBN: 978-3-446-26640-7

Kurzbeschreibung

 Jung, rebellisch, entschlossen – so kann die Welt verändert werden!

Sie wollen mehr Freiheit, mehr Gerechtigkeit, mehr Diversität. Sie kämpfen gegen die Klimakrise, gegen Rassismus, Waffengewalt, Armut und Korruption. Rund um den Globus mischen sich Jugendliche ein, zeigen soziales und politisches Engagement und bewirken wegweisende Veränderungen, im Großen wie im Kleinen. Ihr Mut und ihre Überzeugungen inspirieren uns alle – hier sind ihre Geschichten.


Vielen Dank an den Hanser-Verlag für das Rezensionsexemplar!



Eigene Meinung

Ich fand dieses Konzept schon besonders, seitdem mir dieses Buch vorgestellt wurde! Denn außerdem konnte im Internet noch gevotet werden, welche Aktivist*innen auch noch ins Buch kommen sollten! Dabei war die einzige Bedingung, dass sie sich im jugendlichen Alter befinden mussten.

Dieses Buch ist, wie alle diese Bücher, nicht besonders lang und eignet sich eigentlich mehr als eine Vorlese- oder Gemeinsam-Lesen-Geschichte. Denn die verschiedenen Aktivist*innen und ihre Geschichten werden meist nur auf etwa 5 Seiten dargestellt, ihre Geschichten sind nicht zu einer Geschichte verwebt, sondern nehmen eher die Gestalt von vielen kleinen Kurzgeschichten an, die in einer leichteren Sprache formuliert sind.

Man merkt, dass dieses Buch dazu gedacht ist, junge Menschen und Jugendliche dazu zu inspirieren, sich auch in irgendeiner Weise für Dinge zu engagieren, die wichtig für sie sind und die ihnen und ihren Nachbarn helfen könnten. Oder eben auch dem ganzen Planeten.

Ich finde es super, wie die Menschen dargestellt werden, die sich für ihre Zwecke einsetzen, mit welchem Herzblut sie sich teilweise für das eingesetzt haben, was sie für richtig halten.

Außerdem werden die Geschichten nicht geschönt. Es war schön zu sehen, dass sich auch in einem Buch für Jüngere nicht davor gescheut wird, wirklich anzusprechen, welche schlimmen Dinge diesen Menschen teilweise widerfahren sind und wie sie sie auch dazu motivierten, sich für eine bessere Welt oder für ihre Rechte einzusetzen.

Außerdem ist wirklich lobend zu erwähnen, was für eine Bandbreite an Menschen, Herkunftsländern und Problemen, gegen die gekämpft wird, abgebildet wird.

Von Problemen mit korrupten Politikern, Behinderten, die sich für Inklusion und Gleichberechtigung einsetzen, über Mädchen, die gegen den Klimawandel ankämpfen. Außerdem werden Probleme der Apartheid, den Schulen in Asien (vorallem Hong Kong) und den indigenen Bevölkerungen dieser Erde angesprochen. Außerdem gab es Menschen, die sich für LGBTQIA+-Rechte einsetzen und selbst dieser Community angehören.

Diese Bandbreite an guten Zwecken, für die sich schon Jugendliche mit solch beeindruckendem Erfolg widmen, sind sehr gut gewählt, nicht unglaublich repetitiv und können jungen Leser*innen eindrucksvoll zeigen, was jeder von ihnen bewegen kann.

In einer Welt, in der man schon früh den Eindruck bekommt, dass ein einzelner Mensch ja eh keine Chance hat, etwas Großes zu bewirken, ist dieses Buch ein richtig gutes Gegengift, das ermutigt sich für oder eben gegen wichtige Dinge einzusetzen.

Begleitet werden diese kleinen autobiographischen Portraits von schönen Zeichnungen, die ich wirklich immer faszinierend und sehr passend gestaltet fand. Keines davon wirkte auf mich nicht angemessen und wirklich gut und passend gewählt. Auch halten diese Illustrationen die Geschichten gut zusammen, da sich der Zeichenstil zum verbindenden Element dieser ganzen Geschichten herauskristallisiert.

Ich finde es auch super, dass auch Gruppen von Aktivist*innen Beachtung finden, nicht nur Einzelkämpfer*innen.

Ich wurde bei manchen Geschichten ziemlich sentimental, denn die Geschichten dieser Aktivist*innen sind zum Großteil brandaktuell, noch nicht abgeschlossen und es wird sich erst zeigen müssen, ob ihre Versuche von Erfolg gekrönt sein werden. Aber gerade diese Unsicherheit kann auf der einen Seite zeigen, dass es noch nicht zu spät ist, sich zu engagieren und sich auf der anderen Seite auch noch einem Kampf anschließen kann, der seine größten Erfolge vielleicht noch gar nicht gefeiert hat.


Fazit

Dieses Buch ist wunderschön gemacht, wunderschön illustriert und ich finde, dass es einen auch zu bestimmten Themen noch neue Ansätze und Gedankengänge mitgeben kann, die man vielleicht noch nie gesehen oder mitbekommen hat! Wie schön es auch ist, all diese engagierten Menschen zu sehen, die ihr Leben einer Aufgabe widmen! Dieses Buch eignet sich definitiv auch als Vorlesegeschichten für etwas größere Kinder oder als eine Referenz, bei der Jugendliche sich ein wenig Inspiration oder Mut abholen können!

4 von 5 Tintenkleckse

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