„Wolfkisses“ von Katania De Groot | Rezension

Ein neues Buch von einem Selfpublisher! Katania De Groot hat mir ihren Debütroman zur Verfügung gestellt, der von Werwolfsrudeln im heißen Los Angeles handelt, die sich vor Jägern verstecken müssen und sich gegenseitig auch noch irgendwie ertragen müssen. Ich habe es gelesen und möchte euch heute dieses Sommerbuch vorstellen!


Bibliographische Daten

  • Autorin: Katania De Groot
  • Genre: Romantasy, Werwölfe
  • Verlag: Selfpublisher
  • Seitenzahl: 275 S.
  • ISBN: 978-3964437860

Kurzbeschreibung

  In L.A. weiß jeder Wolf genau, wo er hingehört. 
Luke ist ganz unten, King ganz oben und sie lieben die gleiche Frau. Erst, als Sofie in tödliche Gefahr gerät, stellen sie fest, dass die Bedrohung aus einer unerwarteten Richtung kommt.

In einem anderen Teil der Stadt muss Becca sich entscheiden. Kann sie dem Herz eines Jägers vertrauen oder setzt sie ihr Leben vergeblich aufs Spiel?


Vielen Dank an die Autorin für das Rezensionsexemplar!


 


Eigene Meinung

POSITIV

  • Ich konnte mich sehr schnell in die Charaktere hineinversetzen! Sie waren unglaublich authentisch!

Ein riesiger Pluspunkt an diesem Buch war definitiv, dass ich mich sehr gut in die Charaktere hinein versetzen konnte, da sie nicht glatt gebügelt erschienen oder sich komisch benahmen, wie es sonst in Romantasy manchmal nur für den Plot der Fall ist. Sowohl Luke als auch Becca fand ich super, obwohl sie sehr unterschiedlich waren, aber ihre Verhaltensweisen waren immer nachzuvollziehen!

  • Die Geschichte folgt zwei Sichtweisen gleichzeitig

Wie schon erwähnt folgt die Geschichte zwei Pesonen: Luke und Becca sind beide zwei völlig unterschiedliche Persönlichkeiten und beide haben eine tolle Geschichte zu erzählen, die sich auch an manchen Punkten kreuzen und verweben. Dabei mag ich es sehr, wie unterschiedlich die beiden denken und handeln und man klar merkt, wer gerade die Geschichte erzählt. Auch sind die Handlungsstränge von den Emotionen her sehr unterschiedlich, was eine noch größere Emotionspalette abdenken kann!

  • Gerade zum Ende hin nimmt die Story sehr an Fahrt auf

Ich finde es immer super, wenn ein Buch immer wieder das Tempo drosseln oder aufnehmen kann. Dieses Buch kann das super, denn am Anfang ist es noch ein eher langsameres Tempo und gegen Ende wird es wirklich rasant. Ich liebe nicht nur das extrem erhöhte Tempo, sondern auch, was in diesem Tempo alles passiert, denn es bringt eine wunderbare Geschichte mit sich!

  • Mir gefiel diese Sichtweise auf Werwölfe und Jäger!

An diesen Wölfen und Jägern ist tatsächlich vom Gefühl her etwas anders als in „normalen“ Werwolfgeschichten. Zwar herrscht auch hier eine Fehde zwischen den beiden, allerdings wird ersichtlich, dass hier beide Parteien Fehler machen, sich gegenseitig ausmerzen und im Prinzip böse sind.

Daher fand ich auch kleine Kniffe wie nicht nur aggressive und sich versteckende Wölfe, so wie Jäger, die ein aggressiver Clan sind und sich gegenseitig ausmerzen wollen. Ich liebe es, wie hier ein anderer Charakter in diese Stereotypen gebracht wird.

  • Dieser Cliffhanger! Oh man!

Cliffhanger sind ja irgendwie meine Endgegner. Aber dieser hier war wirklich gut gemacht und erwischt den Leser an einem unerwarteten Höhepunkt der Spannung! Daher war ich auch sehr überrascht und gleichzeitig enttäuscht, dass das Buch schon enden musste. War aber auch genau zum Ende hin sehr investiert darin, wie die Geschichte denn nun weitergeht. Fazit: Ich brauche sofort den zweiten Band!

NEGATIV

  • Diese. Verdammte. Formatierung.

Es tut mir sehr leid, aber so sehr ich das Cover und die Illustrationen im Buch liebe, so sehr mag ich den Schriftsatz nicht. Das Taschenbuch ist ziemlich klein, allerdings wurde eine seltsame Schrift gewählt, die alles dicker, gestopfter und einfach komisch hat wirken lassen. Dazu noch ein kleiner Zeilenabstand und es macht einfach keinen Spaß mehr, das Buch anzuschauen, so gut die Geschichte vielleicht auch sein mag. Das fand ich wirklich doof und hätte mir gewünscht, dass der Schriftsatz einfach anders gewesen wäre.

  • Und die vielen Rechtschreibfehler!

Das muss ich einfach erwähnen, aber ich habe auch gute Nachrichten. Durch das ganze Buch ziehen sich so unfassbar viele Rechtschreibfehler. Dabei leider auch Grammatikfehler und Satzfehlstellungen. Und das hat mich so sehr geärgert, da es nicht einfach blöd ist, wenn man einen Selfpublisher-Roman in der Hand hält und dieser die ausgedienten Klischees eines Selfpublishers erfüllt. Dazu hab ich die Autorin auch angeschrieben und sie meinte, sie hätte mir ausversehen ein altes Manuskript geschickt, welches nicht die finale Fassung war. Dementsprechend denke ich, dass in den nächsten Ausgaben die richtige Rechtschreibung vorhanden sein wird!

  • Die Geschichte fühlte sich gerade am Anfang nicht an, als wüsste man, wo es hingeht

Die nicht gewohnte Struktur des Romans bringt allerdings auch mit sich, dass man gerade am Anfang das Gefühl hat, dass man nicht so wirklich weiß, wo es hingeht. Dementsprechend dümpelt die Geschichte so vor sich hin, wo keine Welt aufgebaut wurde, wir keine „richtige“ Einleitung in die Charaktere bekommen und wir zwei verschiedenen Strängen folgen, die sich nicht wirklich verbinden lassen. Die Geschichte findet ihren Weg im Laufe des Buches, aber gerade am Anfang ist man als Leser verloren.

  • Die Werwölfe kamen mir einfach viel zu wenig in ihrer „richtigen“ Form vor -> Warum weiß irgendwie jeder, dass es sie gibt?

Ich habe mich auf eine Geschichte über Werwölfe gefreut. Und bekommen habe ich genau eine Szene. Eine. Eine, in der die Werwölfe sich wirklich verwandeln. Ansonsten gab es viele Andeutungen, wie Werwolf-Kräfte funktionieren und wie sie sich ausdrücken, aber keine wirklichen Auswirkungen davon, außer, dass sie sich gegenseitig nicht leiden können. Außerdem scheinen in dieser Welt irgendwie alle zu wissen, dass es Werwölfe gibt? Und auch Jäger? Und selbst, wenn der Plot es nicht zu lassen sollte, dass dieses Wissen verraten wird, wundert es niemanden, wenn man sagt, dass man weiß, dass es Werwölfe gibt? Just how?


Fazit

Ich wollte dieses Buch wirklich lieben, ich wollte dieses Buch jedem von euch empfehlen. (Mit meiner jetzigen Ausgabe kann ich das leider nicht tun, aber die Autorin hat mir versichert, dass diese Fehler in den nächsten Ausgaben nicht mehr auftreten werden!)

An sich ist die Story gut! Leicht und fluffig, mal etwas härter und sie bewegt sich sehr schnell vorwärts! Eine gute Sache für alle, die sich einen Sommerroman wünschen, dabei noch eine verstrickte Feindschaft und zwei super Erzählstränge, die insgesamt sehr viel Emotionen abdecken. Obwohl es mir am Ende zu wenig Werwolfaction war, konnten mich vor allem der unkonventionelle Verlauf der Geschichte, die authentischen Charaktere und der Cliffhanger noch überzeugen! Wenn ihr also sowas in einer relativ kurzen Seitenzahl sucht, seid ihr hier goldrichtig!

3 von 5 Tintenklecksen

2 Comments

  1. Ich finde drei Tintenkleckse aber noch gut. 😊👍🏼

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